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Adam Weisweiler, Sekretär

Adam Weisweiler, Sekretär "en cabinet", Paris um 1795

Zitronenholz, Amaranth und Mahagoni kanneliert sowie gefriest und ausserordentlich fein eingelegt mit Filets und Zierfries. Rechteckiger Korpus mir vorstehendem Blatt und freistehenden, kannelierten vorderen Ecksäulen und analog gestalteten hinteren Ecklisenen auf gerader Zarge mit durch Zwischentablar verbundenen, kannelierten Säulenbeinen auf Kreiselfüssen. Front mit abklappbarer, innen mit schwarzem, goldgepresstem Leder bezogener Schreibplatte über Schublade. Innneneinteilung mit grossem Zentralfach, flankiert von je 3 Schubladen unter 3 grossen Fächern auf 2 Reihen. Feine, matt- und glanzvergoldete Bronzebeschläge und -kapitelle. In feinem Messingstab gefasste "Bleu Turquin"-Platte sowie analoge Platte im Zwischentablar.

65x42x(offen 87)x121 cm.



Provenienz:
- J. Gismondi, Antibes (mit Gutachten von J. Gismondi, 1982).
- Privatsammlung, Schweiz.

Mit Gutachten des Cabinet Etienne/Molinier, Paris 2017.

Losnummer: 1193


Für vergleichbare Möbel von A. Weisweiler, mit den charakteristischen freistehenden und fein kannelierten Ecksäulen sowie den eleganten Kreiselfüssen siehe A. Pradère, Die Kunst des französischen Möbels, München 1990; S. 369-402.

A. Weisweiler ist neben J.H. Riesener (1734-1806) der wohl bedeutendste Ebenist der Louis-XVI-Epoche. Seine Handwerkskunst erlernte er im Atelier von D. Roentgen in Neuwied, ehe er sich, wie viele seiner deutschen Kollegen, in Paris niederliess. Schon bald nach Erlangung der Meisterwürde 1778 belieferte A. Weisweiler den Hochadel der französischen Metropole und Marie-Antoinette, die eine Vielzahl von Luxusmöbeln in Auftrag gab. Leichtigkeit, vollendete Proportionen, perfekte Konstruktion und die Verwendung von Kuba-Mahagoni für die feinen Furniere gehörten zu seinen Markenzeichen. Von grosser Bedeutung war A. Weisweilers Zusammenarbeit mit dem "marchand-mercier" D. Daguerre, der ihm zahlreiche Aufträge beschaffte.

Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 863-874 (biogr. Angaben). D. Ledoux-Lebard, Le mobilier français du XIXe siècle, Paris 1989; S. 623-626 (biogr. Angaben). J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 475/476 (biogr. Angaben). A. Pradère, Die Kunst des französischen Möbels, München o.J.; S. 389-403 (biogr. Angaben).


Veranstaltungshinweise:

Am 28.03.2017 Auktionswoche A180: Schmuck, Silber & Porzellan, Möbel & Dekoration, Alter Meister, Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts, Bücher


Schätzpreis: 60.000 - 100.000  SFR

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