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Philipp Bauknecht, Blumenstillleben mit Buch (Blumenstillleben), 1929-1932

Philipp Bauknecht, Blumenstillleben mit Buch (Blumenstillleben), 1929-1932

Öl auf Leinwand. 82 x 71 cm. Gerahmt. Unten rechts schwarz eingeritzt signiert 'Ph. Bauknecht'. - Tadellos erhalten.

Wazzau/Smid 236

Losnummer: 269


Provenienz

Nachlass des Künstlers Davos/Niederlande; Galerie Kunsthandel Monet, Amsterdam; Kunsthandel Niederlande; Privatbesitz Niederlande; Galerie Thomas, München; Privatsammlung Süddeutschland
Ausstellungen

Amsterdam 1961 (Galerie Kunsthandel Monet), Philipp Bauknecht
Literatur

Trouw Utrecht 24.7.1961, Bauknecht, vergeten expressionist. Kunst als vorm van protest, mit Abb.; Iris Wazzau/Gioia Smid, Philipp Bauknecht. 1884-1933, Verzeichnis der Gemälde, Davos/Künzelsau 2016, S. 364 f.

Philipp Bauknecht, der erst in Barcelona aufgewachsene und später von Süddeutschland aus gesundheitlichen Gründen nach Davos emigrierte Künstler und Kunstgewerbler, trifft ebendort Maler wie Cuno Amiet und den später zugezogenen Ernst Ludwig Kirchner. Kirchner ermöglicht dem befreundeten Bauknecht Ausstellungsmöglichkeiten auch in Deutschland und erwirbt selbst Werke von ihm. Durch seine holländische Frau Ada van Blommestein, die Bauknecht in Davos kennenlernt und 1925 heiratet, gelangen Bauknechts Arbeiten nach seinem frühen Tod in die Niederlande, wo sie erst 1961 durch das Bestreben Joop Smids in seiner Amsterdamer Galerie Monet wieder der Öffentlichkeit zugänglich werden.

Unser Bild zeigt ein Interieur, einen Raum im „Haus in der Stilli“, dem Haus des Künstlers und seiner Familie. Ein zwei Jahre später entstandenes Gemälde variiert mit teils denselben Gegenständen wie der auffällig gemusterten Tischdecke, der Kommode mit der Porzellanfigur nebst dem Landschaftsgemälde an der Wand - vermutlich handelt es sich um ein eigenes Werk - den Raum in diesem Bildausschnitt (vgl. Wazzau/Smid 237).

Raum und Bildraum sind zwar in die Tiefe vom Tisch über die Kommode bis zum Fenster mit Ausblick in die Natur weit gestaffelt und das ausschnitthaft gegebene Gemälde sowie das Fenster bieten dem Betrachter bildimmanente, aber aus dem Werk führende Rezeptionsebenen an. Zugleich führt die - für das malerische Werk Bauknechts so typische - expressive Farbgestaltung zu einer gleichen Gewichtung und Egalität der beschriebenen Gegenstände. So mischt der aus der Delfter Vase gleichsam sprießende Weihnachtsstern sich in das Bild an der Wand. Dass die auf der Kommode thronende weibliche Figur mit Fächer nicht Bildgegenstand jenes Gemäldes ist, wird erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Der räumliche Eindruck scheint zurückgenommen und nivelliert zugunsten eines opulenten Farbrausches, der dem Interieurstillleben einen hohen Abstraktionsgrad zugesteht.

„Bei manchen Davoser Landschaften fügte Bauknecht die Farbpalette nicht zu einer vereinheitlichenden Chromatik zusammen, sondern steigerte die Intensität des Erlebens mittels eklatanter, leuchtender Farbkombinationen in Rot-Blau-Kontrasten, in diffuserem Rosarot oder in ungewöhnlichen Akkorden mit grellem Grün, Violett oder Orange. […] Bei den späteren, nach 1925 entstandenen Werken, den zahlreichen Stillleben und Interieurs, trieb der Künstler das enge Zusammenspiel von Farbe und Form weiter voran.“ (Beat Stutzer, Zur Malerei von Philipp Bauknecht: Eine Einführung, in: Wazzau/Smid 2016, op.ci. S. 19, 21)


Veranstaltungshinweise:

Am 31.05.2017 Auktion 1090: Moderne Kunst


Schätzpreis: 100.000 - 120.000  EURO

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