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Akeleipokal des Marktgerichts

Torso eines jungen Mannes, Römisch, Ende 1. Jh. n. Chr.

Viel Erfolg hatte der ca. 60 cm große römische Torso eines jungen Mannes vom Ende 1. Jh. n. Chr. Die vollplastische Skulptur eines männlichen Körpers ohne Kopf, Arme und Unterschenkel aus weißem Marmor wurde von zwei Bietern von 30/40.000 bis auf 93.000 um mehr als das Doppelte emporgesteigert (Lot 766).

Ein außergewöhnlicher Antwerpener Kabinettschrank vom Ende des 17. Jh., wobei die Marmors und Pietre Dure den Werkstätten in Florenz zugeschrieben werden. Das Vorbild für diesen Typus des Kabinettschranks mit Steineinlagen aus Italien war das berühmte Augsburger Kabinett von Gustav Adolph. Diese Pietre Dure waren seit dem 16. Jh. begehrte und hochwer-tigste Florentiner Exportartikel. Dieses rare Möbel ging für 43.400 in neue Hände (Lot 708, 35/40.000).

Das höchste Resultat beim Porzellan erzielten mit 50.800 drei Teile eines um 1726 entstandenen Meißen-Services mit Johann Gregorius Hoeroldt zugeschriebenen Chinoiserien (Lots 732 – 734, 22/26.000).

Silber

Aus der wie gewohnt qualitätsvollen und breit aufgestellten Silberofferte mit Objekten aus vier Jahrhunderten ragte ein früher Akeleipokal des Marktgerichts Pyrbaum heraus; in seinem Deckelinnerem in Nürnberg um 1661 – 1664 von Reinhold Rühl gearbeitet, befanden sich die Namen der Richter, Kämmerer und Schöffen in Schwarzlot. Der mit 14/18.000 bewertete Pokal entfachte ein Bieterduell, das erst bei 43.400 beendet war (Lot 703, 14/18.000). Ein großer Elfenbeindeckelpokal mit einer plastisch geschnitzten Reiterschlacht, in einer vergoldeten Silbermontierung von Elias Adam, Augsburg 1707 – 1711, aus altem rheinischen Adelsbesitz erreichte 18.600 (Lot 721, 14/18.000). Beim modernen Silberangebot stieg eine sehr seltene Zuckerzange von Marianne Brandt mit dem äußerst seltenen Bauhaus-Stempel von 3/4.000 bis auf 9.300 (Lot 496, Dessau, 1928).

Schmuck

Das wie immer umfangreiche Angebot mit 275 Objekten versammelte römische Steinschnitte, historischen Schmuck, darunter historischer Diamantschmuck des frühen 19. Jh. und zeitgenössischer Künstlerschmuck. Nahezu vollständig und mit deutlichen Preissteigerungen wurde eine kulturhistorisch interessante Kollektion von Freundschafts- und Memorialschmuck des 18./19. Jh. aus dem Besitz der Kölner Kunsthistorikerin Prof. Dr. Gisela Zick verkauft.

Höhepunkte des historischen Schmucks waren mit 27.300 ein Collier mit Anhänger aus der Mitte des 19. Jh., gefasst mit Diamanten im Rosenschliff sowie mit 24.800 ein ebenso aus deutschem Adelsbesitz stammender passender Ring in Rosettenform (Lot 44, 15/20.000, Lot 45, 2/3000). Ein belgisches Korsagenornament in Form eines Heckenrosenzweigs mit kaskadenförmig herabhängenden Blütenrispen, gefasst mit Diamantrosen, sprang auf 27.300 (Lot 46 15/20.000).

Aus dem breiten Angebot an modernem Farbstein- und Diamantschmuck ragten mehrere Ringe mit Diamantsolitären heraus, die heftige Bietgefechte auslösten, darunter zwei Fünfkaräter für 18.600 und 29.800 (Lot 210, 7/9.000, Lot 209, 20.000).

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1107: Kunstgewerbe - Schmuck

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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