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Albert Anker, Mädchenbildnis, 1862

Albert Anker, Mädchenbildnis, 1862

Öl auf Leinwand.

Unten links signiert und datiert: Anker 1962 (in die frische Farbe eingeritzt).

40,5 x 33 cm.

Provenienz:
- Sammlung Hermann Ganz, Zürich.
- Privatbesitz, Schweiz.

Literatur:
- Max Huggler, Hug Wagner und Katalin von Walterskirchen: Albert Anker. Katalog der Gemälde und Ölstudien, Kunstmuseum Bern, Bern 1962, Nr. 134 (mit Abb.).
- Sandor Kuthy und Therese Bhattacharya-Stettler: Albert Anker. Werkkatalog der Gemälde und Ölstudien, Basel 1995, S. 82, Nr. 66 (mit Abb.).

Losnummer: 3020


Das hier angebotene Mädchenbildnis von Albert Anker wird als das erste autonome Mädchenbildnis im Werkkatalog von Therese Bhattacharya-Stettler verzeichnet und gilt als Zäsur in Ankers Sujetwahl.

Er malte das junge Schulmädchen nur kurze Zeit nach dem Gemälde „Das Schulexamen“ (1862, Kunstmuseum Bern) und begleitete auf künstlerische Weise die tragische Geschichte einer jungen Schülerin, die sich „am Tage vor dem Examen […], als es unter einer Dornenhecke Veilchen pflückte, an einem Dorn verletzt, die Verletzung als unbedeutend nicht beachtet. Infolge dieser Verletzung entstand jedoch eine Blutvergiftung, welcher das Kind wenige Tage nach dem Examen erlag. Die Trauer um das herzige Kind war allgemein, und seine Mitschüler und Mitschülerinnen waren tief erschüttert. Wie sie ihrer kleinen Freundin, die bleich und starr, aber noch im Tode voll Lieblichkeit, als Zeichen ihrer Liebe und Teilnahme Blumensträusse und Kränze zum Begräbnis bringen, das hat der Maler mit seinem Pinsel festhalten wollen, und so ist dieses ergreifende Bild entstanden […].“ (Bhattacharya-Stettler 1995, S. 81)

Der weitere Verlauf jener dramatischen Geschichte hielt Einzug in das Werk von Anker, einerseits in sehr eindeutig daran angelehnten Gemälden, beispielsweise „Die kleine Freundin“ (1862, Privatbesitz) sowie „Kinderbegräbnis“ (1863, Kunsthaus Aarau) und andererseits generell in der aufblühenden Faszination für die Darstellung der jungen und jüngsten Mitglieder der Dorfgemeinschaft und deren Lebendigkeit und Natürlichkeit.
So überzeugt auch das hier angebotene Bildnis in Form eines Profils mit seiner reinen und natürlichen Aufmachung. Das Brustbild rückt das kindliche Gesicht in den Fokus, und spielt gekonnt mit dem Einsatz von Licht und sehr dezenten, formgebenden Schattierungen.
Mit viel Empfindsamkeit und psychologischer Schärfe hielt Anker den noch jungen Charakter des Mädchens fest und unterstreicht mit seiner sanften Farbgebung die Naturverbundenheit und Herkunft des Kindes.

„Ankers Augenmerk galt den Jugendlichen ebenso wie den Alten im Dorf, den undramatischen Momenten aus dem hoffnungsvollen Beginn einerseits und dem von Erfahrung geprägten Lebensende anderseits.“ (Therese Bhattacharya-Stettler: Albert Anker [2004, 2014], in: SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz).


Veranstaltungshinweise:

Am 29.06.2018 Auktion A185: Schweizer Kunst


Schätzpreis: 200.000 - 300.000  SFR

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