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Keith Haring, Statue of Liberty, 1986

Keith Haring, Statue of Liberty, 1986

Farbserigrafie. H.C. 4/10, hors commerce ausserhalb einer Auflage von 100. Am rechten Seitenrand mit Bleistift signiert und datiert: K. Haring '86. Darstellung 91,1 x 66 cm auf Vélin 96,3 x 71,6 cm. Gedruckt bei Rupert Jasen Smith (mit dem Blindstempel).



Provenienz:
- Martin Lawrence Limited Editions, USA.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer 1996 erworben, seitdem Privatsammlung Süddeutschland.

Werkverzeichnis: Littmann, S. 63.

Losnummer: 3684


Keith Haring wird 1958 in Reading/Pennsylvania geboren und lernt bereits früh zu zeichnen. Durch seinen Vater, einen Ingenieur und Amateur-Karikaturist, findet er Gefallen an Cartoons. Sein Studium an der Ivy School of Professional Art in Pittsburgh bricht er schnell ab, da er keiner Karriere als kommerzieller Grafiker nachgehen möchte. Nun sicher, dass er sich ganz seiner Kunst verpflichten will, zieht er 1978 nach New York und schreibt sich an der School for Visual Arts ein. In New York trifft Haring auf eine blühende Kunstszene, und über seine Studien macht er sich mit den Werken von Andy Warhol, Jean Dubuffet, Stuart David, Kenny Scharf, Jackson Pollock, Paul Klee, Mark Tobey und anderen vertraut. Auch wenn er im Studium mit Performance Kunst, Video und anderen Medien experimentiert, so bleibt die Zeichnung sein primäres Medium. In den frühen 1980er Jahren nutzt er die schwarzen Tafeln in der U-Bahn, um unablässig zu zeichnen. Diese „Subway drawings“ helfen ihm, Gedanken und Ideen zu verarbeiten. 1981 stellt Haring erstmals allein im Wesbeth Painters Space aus, 1982 folgt eine Einzelausstellung bei Tony Shafrazi in New York. Gleichzeitig nimmt er an der documenta 7 in Kassel, der Sao Paulo Biennale und der Whitney Biennale teil.

Der höchste Wiedererkennungswert, mit dem man Harings Oeuvre verbindet, ist das Genre des Piktogramms, welches er mit seinem typischen Strich besetzt. Durch die ausschliessliche Verwendung der Linie entwickelt und imaginiert er jede einzelne der Bildfiguren hin bis zu grossen Erzählzyklen. Seine Gestalten, in einer lebendigen und fast plakativen Farbigkeit, wirken humorvoll, aufgeweckt und pfiffig, indem sie auf eine knappe Gestik reduziert werden.

Seine künstlerische Botschaft ist vor allem auch Zeugniss einer Generation geworden, die für viele das Amerika der 1980er Jahre symbolisiert. Denn mit seinen einfachen Bildmotiven reagiert und setzt sich Keith Haring mit seiner Epoche direkt auseinander und spiegelt diese wider: in der Figur des verstrahlten Menschen (Lot 3679 oder Lot 3682), des verstrahlten Hundes, der fliegenden Ufos, Kultursymbole der USA, sowie die vielen Zeichnungen, in denen er thematisch um seine eigene Sexualität kreist und immer wieder Kunst als lebensspendende Kraft begreift. Nachdem er 1988 mit AIDS diagnostiziert wird, gründet er im darauf folgenden Jahr die Keith Haring Foundation, die Finanzierung und Bildmaterial an AIDS Organisationen gibt sowie Programme für Kinder initiert. Auch widmet sie sich der Erweiterung des Publikums für seine Werke durch Ausstellungen, Publikationen und der Lizenzierung seiner Bilder. Viele seiner späten Arbeiten nutzt er, um auf AIDS aufmerksam zu machen. Für UNICEF malt er gegen AIDS, die Apartheid in Südafrika, Analphabetentum und Drogenmissbrauch. Immer wieder stehen Kinder im Zentrum seiner Bemühungen.

Die bewusste und gezielte Vermarktung seiner Kunst über Merchandisingprodukte, die in seinen Pop-Shops zunächst in New York und Tokio verkauft wurden, förderten zudem die weltweite Beliebtheit und Verbreitung seines Stils. Das Oeuvre, das Keith Haring mit seinem Tod im Alter von nur 31 Jahren hinterlässt, ist so umfangreich wie vielfältig. Es umfasst Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, aber auch Wand und Bühnenbilder, bemalte Objekte sowie unzählige temporäre Arbeiten, T-Shirt-Motive und Plakate.


Veranstaltungshinweise:

Am 30.06.2018 Auktion A185: Grafik & Multiples


Schätzpreis: 30.000 - 40.000  SFR

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