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Böttgersteinzeug Teekanne und Deckel, um 1710

Böttgersteinzeug Teekanne und Deckel, um 1710

Meissen, Modell Johann Jacob Irminger, um 1710.

Rotbraunes, poliertes Steinzeug mit unpolierten Reliefelementen. Achteckige, konische Form mit geschwungenem Ausguss mit Adlerkopf und geschwungenem Henkel. Auf dem Feld zwischen den Henkelansätzen unpolierte bekrönte Wappenkartusche und auf dem Feld über dem Ausguss Maskaron mit Verbindungssteg zum Ausgussrohr. Der polierte Deckel mit Palmettenknauf. Dreherzeichen: fünfstrahliger Stern eingeritzt unter dem Ansatz des Henkels.

H 10 cm. D 10,5 cm. Alte Reparatur am Henkel (Auktion Lepke, 1925 "gekittet").

Provenienz:
- Sammlung Ludwig Darmstaedter Berlin, Rudolph Lepke Berlin, Versteigerung 24. bis 26. März 1925, Europäisches Porzellan des XVIII. Jahrhunderts, Kat. Nr. 110. Abb. Taf. 29.
- Schweizer Privatbesitz, Galerie Hugo Helbing München, Versteigerung 8. Mai 1930, Kat. Nr. 46, Abbildung Taf. VI.
- dort erworben und bis heute in Privatsammlung, Basel.

Im Inventar der Manufaktur aus dem Jahr 1711 wurde diese Form als "8Bassige Thee Krügel mit Adler Schnäutzgen" gelistet.

Losnummer: 1729


Vergleichsstücke: Claus Boltz, Steinzeug und Porzellan der Böttgerperiode. Die Inventare und die Ostermesse des Jahres 1719, Keramos 167/168, 2000, S. 110 Abb. 135 (heute Sammlung Ludwig, Bamberg). Die Bamberger Teekanne ist aufgelistet in einem Inventar, das nach Johann Friedrich Böttgers Tod am 13. März 1719 zusammengestellt wurde. Dieses Inventar umfasste den gesamten Bestand Böttgers Braun- und Weissware im königlichen Waren-Lager in Dresden, in Böttgers Privaträumen, in der Manufaktur und im königlichen Waren-Lager für die Ostermesse in Leipzig; weiteres Vergleichsexemplar: Victoria & Albert Museum, London, Inv. Nr. C.108 & A-1940.

Die Geschichte des gegen Ende 1707 von Johann Friedrich Böttger erfundenen Steinzeugs bildet den Auftakt für die 1710 von August dem Starken gegründeten Meissener Porzellanmanufaktur. Die Erfindung des "braunen oder roten Porcelains" oder polierten und geschliffenen "Jaspis Porcelain", war ermöglicht durch eine Expertengruppe unter der Führung des Physikers von Tschirnhaus, durch den Freiberger Spezialisten für Mineralogie Pabst von Ohain und den Erfindungsgeist Böttgers.
Die Zeit bis zur ersten grösseren, verkaufsfähigen Produktion für die Ostermesse 1710, benötigte Böttger zur Findung der richtigen Massebereitung. Für die künstlerische Anleitung engagierte er den Goldschmied Johann Jakob Irminger. Den Archivaufzeichnungen der Zeit kann man entnehmen, dass diese frühe Produktion von Böttgersteinzeug bereits um 1713 wieder eingestellt wurde, da das neue, weiss glasierte Porzellan äusserst begehrt war und für das sogenannte Braune kaum noch Nachfrage bestand. (H. Krieger, Aus Norddeutscher Sicht: Meissen und Neues zum Böttgersteinzeug, Keramos 167/168/2000, S. 157-173).


Veranstaltungshinweise:

Am 25.09.2018 Auktion A186: Majolika, Porzellan und Silber


Schätzpreis: 12.000 - 18.000  SFR

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