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Wiederentdeckte Altmeister dominieren Auktionen von Koller Zürich

Antwerpener Meister, Kopfstudie eines Mönchs nach oben blickend, um 1610-1615

Eine der begehrtesten Arbeiten der Altmeister-Auktionen bei Koller Zürich war eine bemerkenswerte Entdeckung: die Öl-Studie eines Mönchskopfes, welche kürzlich als Modell für eine Arbeit von Peter Paul Rubens identifiziert wurde. Sie diente dem Grossmeister als Vorlage für den Heiligen Dominikus auf dem Altargemälde „Die Heiligen Dominikus und Franziskus von Assisi als Beschützer der Welt vor dem Zorn Christi“, das sich heute im Musée des Beaux Arts in Lyon befindet. Der Kopf zeichnet sich durch minimale kraftvolle Pinselstriche aus und erscheint dadurch auch heute noch, nach Vierhundertjahren ausgesprochen modern. Nach lebhaftem Bietergefecht um die kunsthistorisch bedeutende Arbeit, erhielt ein Privatsammler bei CHF 336 000 den Zuschlag.

Eine weitere stark umworbene Entdeckung war eine flämische Darstellung mit der Heimsuchung aus dem 17. Jh.. Diese wurde von den Experten bei Koller in einer Privatsammlung entdeckt und als eine Arbeit des Antwerpener Malers Simon de Vos identifiziert. Weitere Recherchen ergaben, dass die Darstellung identisch ist mit einem 1639 geschaffenen Altargemälde in der Antwerpener St. Jacobs Kirche, die bislang Victor Wolfvoet zugewiesen wurde. Diese kunsthistorischen Erkenntnisse verdreifachten die Schätzung und führten zu einem Auktionsresultat von CHF 30 000.

Unter den weiteren Highlights der Altmeistergemälde befanden sich eine Winterlandschaft von Joos de Momper und Pieter Brueghel dem Älteren, welche für CHF 144 000 versteigert werden konnte, sowie die Darstellung einer Mitte des 16. Jh. geschaffenen nächtlichen Landschaft mit der Versuchung des Heiligen Antonius, die CHF 204 000 erzielte. Ein Kupferstich von Martin Schongauer mit demselben Motiv um 1469-73 verdoppelte die Schätzung in der Auktion für Altmeistergraphiken und erzielte CHF 58 000.

Unter den Gemälden des 19. Jh. stach die arktische Landschaft von Ivan Federovic Choultsé heraus. Choultsé schuf sie anhand von Skizzen, welche er anlässlich seiner 1907/08 unternommenen Expedition nach Spitzbergen anfertigte. Die daraus entstandenen Gemälde dienten später als Schaubilder für das zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn, wo sich ein Teil heute noch befindet. Das nun bei Koller angebotene Gemälde geht für CHF 120 000 in russischen Privatbesitz.

Für Aufsehen sorgte an der Auktion für Gemälde des 19. Jh. ein frühes und seltenes Stillleben mit Äpfeln von Gustave Courbet. Es verkaufte sich für mehr als das Fünffache der Schätzung bei CHF 138 000. Ebenso übertraf die 1884 von Eugène Boudin geschaffene Ansicht der Maas bei Dordrecht (Dordrecht. Bateaux sur la Meuse) ihre Schätzung und verkaufte sich bei CHF 118 000.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion A186: Gemälde Alter Meister
Auktion A186: Gemälde des 19. Jahrhunderts

Quelle: © Koller Auktionen AG

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