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Friedrich Hoffstadt, Allegorie der Skulptur in einem neogotischen Wandaufbau mit Kruzifix und den Brüdern Eberhard, 1835

Friedrich Hoffstadt, Allegorie der Skulptur in einem neogotischen Wandaufbau mit Kruzifix und den Brüdern Eberhard, 1835

Allegorie der Skulptur in einem neogotischen Wandaufbau mit Kruzifix und den knieenden Brüdern Eberhard als Assistenzfiguren.
Feder in Grau, grau laviert über Bleistift, Aquarell und Gouache, auf Untersatzkarton montiert. 35,4 x 17,5 cm. Monogrammiert im Wappenschild unten links "FH" (ligiert), am unteren Ende der Konsole, welche die mit "Sculptura" bezeichnete Hauptfigur trägt, datiert "An[no].d[o]m[ini].1835". Auf dem Schriftband unten mit eigenhändiger Bezeichnung "Gewidmet den hochgeachten Gebrüdern K: und F: Eberhard / Bildhauermeistern zu München / von Hindelang.", unter dem knieenden Konrad Eberhard oben links "Auch der Meisel sey bereit/ denk an alte Herrlichkeit/" und rechts unter Franz Eberhard "Bilde Christi Angesicht / Falsche Götter länger nicht".

Losnummer: 6530


Der Maler, Graphiker, Bildhauer, Architektur-Kritiker, Jurist und Kunstsammler Friedrich Hoffstadt war als Künstler Dilettant. Er wächst, nachdem sein Vater früh verstirbt, ab 1815 bei seinem Onkel, dem Minister Georg Friedrich von Zentner, in München auf. 1820 beginnt er das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Erlangen, führt es ab Mai 1822 in Landshut fort, um es 1826 in München abzuschließen. 1826-28 arbeitet Hoffstadt als Jurist in Ansbach, ab 1833 als Stadtgerichtsrat in Frankfurt am Main, 1842 als Gerichtsrat am Stadtgericht in München, und schließlich 1844, zwei Jahre vor seinem viel zu frühen Tod, als Appellationsgerichtsrat in Aschaffenburg. Seine große Leidenschaft jedoch gilt der mittelalterlichen Kunst, vor allem der Architektur und der Glasmalerei, und er zeichnet unermüdlich. 22-jährig beteiligt er sich an den 50 Illustrationen zu Friedrich de la Motte Fouqués Roman „Der Zauberring“ und beschäftigt sich eingehend und wissenschaftlich mit mittelalterlicher Glasmalerei. In den Ansbacher Jahren entwirft er einen Schnitzaltar für St. Salvator in Nördlingen. Zurück in München beginnt er Ende der 20er Jahre mit dem Aufbau einer mittelalterlichen Kunstsammlung. In Frankfurt entsteht Hoffstadts Hauptwerk, das Gothische ABC-Buch, mit dem er zu Beginn der Neogotik die „Grundregeln des gothischen Styls für Künstler und Werkleute“ in Wort und Bild zusammenträgt und einen Grundriss christlicher Architekturgeschichte erstellt. Das mit 40 kolorierten Tafeln, Initialen und Vignetten ausgestattete Werk erschien in mehreren Lieferungen von 1840-45. König Ludwig I. von Bayern ließ es schon 1840 als Unterrichtsmittel an den polytechnischen Schulen Bayerns einführen. Hoffstadt malte wenige Ölbilder mit mittelalterlichen Themen, vor allem aber drückte er sich in der Aquarelltechnik aus. Hier entstehen Veduten, Landschaften und Historien. - 1831 gründet Friedrich Hoffstadt mit Hans Freiherr von und zu Aufseß, Franz Graf Pocci, Ludwig Schwanthaler, Domenico Quaglio, Joseph Daniel Ohlmüller, Konrad und Franz Eberhard und anderen Freunden in München die „Gesellschaft für deutsche Altertumskunde zu den drei Schilden“. Ihr Ziel ist die Erforschung und Erhaltung mittelalterlicher Kunst und Geschichte. Bis zur Auflösung der Gesellschaft 1838 zeichnet Hoffstadt in Frankfurt am Main für die Mitglieder regelmässig in Bleistift Glückwunschkarten, die als Lithographien gedruckt und oft koloriert werden. Sie zeigen meist allegorische Figuren in einer gotischen Rahmen-Architektur. In dieser Bildtradition entsteht auch das vorliegende Aquarell, das subtile Kolorit jedoch bringt eine weit über diese Bleistiftzeichnungen hinausgehende Wertschätzung zum Ausdruck, die Hoffstadt, auch mit seiner Widmung, den befreundeten und hochgeachteten Brüdern Eberhard entgegenbringt. - Den künstlerischen Nachlass Hoffstadts verwahrt das Architekturmuseum der Technischen Universität München.

Provenienz: Sammlung der Münchner Künstlergenossenschaft (Lugt 3256)


Veranstaltungshinweise:

Am 30.11.2018 112. Auktion: Zeichnungen des 16.-19. Jahrhunderts


Schätzpreis: 6.000,-  EURO

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