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Pierre Soulages, Ohne Titel, 1973

Pierre Soulages, Ohne Titel, 1973

Gouache auf Papier auf Leinwand.

Unten rechts signiert: soulages.

75 x 54,5 cm.


Die Authentizität der Arbeit wurde von Pierre Encrevé bestätigt. Das Werk wird in den in Vorbereitung befindlichen Catalogue Raisonné aufgenommen.

Provenienz:
- Galerie de France, Paris.
- Vom ehemaligen Besitzer bei obiger Galerie erworben.

Losnummer: 3484


Pierre Soulages hat mit Hans Hartung und Serge Poliakoff eine ganze Generation abstrakt arbeitender Künstler massgeblich beeinflusst.

1919 kommt Pierre Soulages als Sohn eines Kutschenbauers in Südfrankreich zur Welt. Schon früh interessiert er sich für die prähistorische und romanische Kunst in seiner Umgebung; die Hell-Dunkel Kontraste in den Gemälden Rembrandts und Courbets üben früh eine grosse Faszination auf ihn aus. In den Jahren 1938/39 besucht er Paris, lernt die Werke Picassos und Cézannes kennen und begeistert sich zunehmend für die Kunst der Avantgarde. Er lehnt seine Annahme an der École Nationale des Beaux-Arts in Paris ab, da ihm der Unterricht zu rückständig erscheint. Während seiner Militärzeit in Montpellier besucht er die École Régionale des Beaux-Arts und widmet sich nach dem Kriegsende vollkommen der Malerei.

Mit dem Umzug nach Paris schliesst er Freundschaft mit Hans Hartung und Francis Picabia und nimmt 1947 erstmals am Salon des Surindépendants teil. 1948/49 gehört er zu den präsentierten Künstlern der Wanderausstellung "Französische Abstrakte Malerei" und erhält 1949 seine erste Einzelausstellung in der Galerie Lydia Conti in Paris. In den nächsten Jahren folgen zahlreiche sowohl Einzel- als auch Gruppenausstellungen in Europa und in den USA sowie Ankäufe bedeutender internationaler Sammlungen. Soulages gehört zu den regelmässigen Teilnehmern der documenta in Kassel sowie zahlreicher Biennalen. 1957 besucht er New York und lernt Wilhelm de Kooning, Mark Rothko und Robert Motherwell kennen. Er bereist Japan und Mexiko. Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen sind der Grosse Preis der Biennale von Tokio 1957, der Carnegie-Preis 1964, der Rembrandt Preis in Deutschland 1976 sowie der Grosse Staatspreis für Malerei in Frankreich 1986 hervorzuheben. Pierre Soulages lebt und arbeitet in Sète und Paris.

Das vorliegende Werk lebt durch den effektvollen Kontrast zwischen den pechschwarzen Balken und dem kräftigen, dazwischen aufleuchtenden Blau. Durch das Übereinanderlegen der Farben gewinnt der Bildraum Tiefe, erfährt jedoch keine räumliche Begrenzung, so dass die archaisch anmutenden Balken ins Endlose weiterzuziehen scheinen. Die Oberflächenbehandlung ist bei Soulages, wie wir auch in unserem Werk sehen, von grösster Wichtigkeit, denn durch die Verwendung des Rakels malt er keine monochromen Flächen, sondern seine Flächen erhalten Struktur. Die Tiefe wird somit unterstützt und die gesamte Komposition strahlt eine beruhigende Dynamik aus. Schon immer hat Soulages eine besondere Beziehung zu der Farbe Schwarz, denn für ihn ist es zum einen eine echte Farbe wie Gelb oder Rot, zum anderen ist es für ihn unverzichtbar, um Licht in seine Werke zu bringen. So sagt er selbst: "Schwarz ist die Farbe, die mich stets begleitete, für die ich mich aus mir unbekannten Gründen schon in meiner Kindheit entschied. Ich liebe das Schwarz. [...]Meine Gemälde haben nichts mit dem Monochrom zu tun. Seit 1979 ist mein Werkzeug nicht das Schwarz, sondern das durch das Schwarz reflektierte Licht - was für den Betrachter zahlreiche Folgen in geistiger Hinsicht nach sich zieht. Wer der Meinung ist, dass diese Gemälde lediglich schwarz sind, betrachtet sie nicht mit den Augen, sondern mit dem, was er im Kopf hat." (Ausst.Kat.: Pierre Soulages. Lob des Lichtes, Kunstmuseum Bern, Bern 1999, S. 31)


Veranstaltungshinweise:

Am 08.12.2018 Auktion A187: PostWar & Contemporary


Schätzpreis: 80.000 - 140.000  SFR

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