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Nachbericht Auktionen 271/272 "Russian Art & Icons" und "Kunst, Antiquitäten & Schmuck"

Lot 9: Großer Samowar, Russland, Moskau, Sasikow, um 1860, H. 48 cm, Erlös: 20.000 €

In der Russischen Spezialauktionen am 17. Mai kamen neben zahlreichen fein gemalten Ikonen aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert vor allem auch einige interessante Silberobjekte zum Aufruf. Das Interesse bei den Objekten, die mit feinem Cloisonné-Email verziert sind war besonders groß. So auch bei dem 18 cm langen Kowsch des Silbermeisters Fedor Rückerts. Das Trinkgefäß ist umseitig mit Blattranken und Blütenwerk aus fein schattiertem Cloisonné-Email verziert. Fedor Rückert arbeitete selbstständig in seiner eigenen Werkstatt, jedoch wurde der größte Teil seiner Produktion durch Fabergé vertrieben. Der Kowsch ging für 9.600 € an einen amerikanischen Bieter. Ein Bietgefecht entstand um einen großen Silbersamowar der Moskauer Manufaktur Sasikow. Dieser war mit einem Schätzpreis von 7.000 – 8.000 € sehr moderat angesetzt und konnte sich auf einen Erlös von 20.000 € steigern. Im Rahmen der Auktion kam ebenfalls eine kleine Sammlung von verschiedenen Judaica-Objekten zum Aufruf. Museal wirkt ein 96 cm hoher Chanukka-Leuchter mit neun Kerzenleuchtern, der für 12.000 € an einen deutschen Bieter ging.

Ein sehr fein geschnitztes Kruzifix, das aus dem 17. Jahrhundert vom Berg Athos stammt, ist nicht nur wegen seiner Größe bedeutsam. Das griechische Kreuz zeigt nicht nur auf den Schauseiten, sondern auch seitlich, in den Kreuzarmen und auf dem Sockel über drei Reihen angeordnet, fein geschnitzte Darstellungen der Hochfeste des Kirchenjahres. Das Kreuz ging für 45.000 € an einen osteuropäischen Bieter.

In der Ikonensparte weckte einen Ikone, die Johannes den Krieger zeigt, großes Interesse. Die Ende des 19. Jh. gemalte Ikone konnte einen Erlös von 17.000 € erzielen. Prunkvoll wirkten zwei Ikonen mit Christus Pantokrator und Johannes den Täufer aus einer Deesis-Reihe. Ihre Silberoklade sind mit bunten Blattranken, Blüten, geometrischen Motiven und Perlreihen aus Cloisonné-Email verziert. Die Ikonen gingen für jeweils für 19.000 € an einen europäischen Bieter.

Im Rahmen der Auktion „Kunst & Antiquitäten“ kamen verschiedenste Kunstsparten zum Aufruf. Die Offerte zeigte vor allem auch sehr außergewöhnliche Kunstkammer-Objekte. Ein bedeutender Muskauer Walzenkrug mit Zinnmontierung, der in schwarzbraunen Reliefauflagen ein bekröntes Spiegelmonogramm zeigt, ging für 6.500 € in den süddeutschen Raum. In der Silbersparte ist ein 27 cm hoher Sturzbecher in Form eines Wildschweinkopfes zu nennen. Der Becher der Kesselstädter Firma Karl Kurz, die mit den Hanauern Gebrüder Digeldein fusionierte ging für 8.000 € an einen Bieter aus Großbritannien.
Im Bereich des religiösen Kunsthandwerks gilt es zwei Topzuschläge hervorzuheben: eine frühe Madonna mit Kind, die dem Meister des Maria Laacher Altars zugeschrieben ist (Erlös = 19.000 €) und ein bedeutender Holzdeckelhumpen, der umlaufend fein geschnitzte Szenen aus dem Leidensweg Christi zeigt (Erlös 45.000 €).

Das Haus Dr. Fischer sorgte bereits öfters für Aufsehen mit hohen Zuschlägen im Bereich der Kunst aus Siebenbürgen. Auch in dieser Auktion kamen siebenbürgische Objekte zum Aufruf. Eine Jagdpraxe des Gabriel Bethlen erzielte einen Erlös von 40.000 €. Bethlen war Reichsfürst von Siebenbürgen (1613-1629) und König von Ungarn (1621-1622). Die fein gravierte und vergoldete Praxe zeigt Moses mit den Gesetzestafeln und eine Widmungsinschrift.

Es glitzerte und funkelte in der umfangreichen Offerte von circa 700 Kostbarkeiten der Schmuck-Sparte. Die vielfältige Offerte stieß auf reges Interesse. Unter den Farbedelsteinen stach besonders ein Paar Smaragd-Ohrhänger aus den 1920er Jahren ins Auge und wurde für 7040 € verkauft. Passend dazu wechselte ein zeittypischer Smaragdring mit Brillantkranz für 3.700 € den Besitzer. Ein Bietgefecht entfachte sich um ein einzigartiges Goldarmband, das mit Türkiscabochon den Schriftzug "Dearest" bildet. Das Liebesarmband wurde von 250 € hochgesteigert und erzielte 1280 €. Ein Highlight unter dem Diamantschmuck war ein Ring, der mit gelben Diamanten von zus. 3,1 ct ausgefasst ist. Das Schmuckstück entlockte dem neuen Besitzer 18.000 €.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 271 "Russian Art & Icons"

www.auctions-fischer.de

Quelle: © Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

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