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 Franz Radziwill, Die Elbe bei Pirna, 1928

Franz Radziwill, Die Elbe bei Pirna, 1928

Öl auf Leinwand. Auf Holz aufgezogen. 80 x 100cm. Signiert unten links: Fr. Radziwill. Verso mit der Werk.-Nr. bezeichnet: 96. Modellrahmen.

Losnummer: 77


Provenienz:
- Privatsammlung Oldenburg

Ausstellungen:
- Galerie Deneke, Berlin 1933, Nr. 63, Abb. S. 14
- Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte, Oldenburg 1975, Nr. 32, Abb. S. 54
- Stadtmuseum Oldenburg 1980, Nr. 7, Abb. S. 36
- Staatliche Kunsthalle, Berlin NGBK 1981, Nr. 47
- Ludolf-Backhuysen-Gesellschaft, Emden 1985, o. Nr.

Literatur:
- Firmenich, Andrea/Schulze, Rainer: Franz Radziwill, 1895 bis 1983 - Monographie und Werkverzeichnis, Köln 1995, WVZ.-Nr. 300, Abb.
- Ernst, Nikolaus: Kunst und Technik, in: Die Woche, Jg. 31, Berlin 1929/Heft 4, Abb. S. 390
- Linfert, Carl: Landschaftszauber mit neuer Sachlichkeit, in: Die Kunst, 31. Jg. München 1930/1. Teil, Bd. 61, Abb. S. 69,
- Gilly, Wilhelm/Grolle, Joist/Thiel, Heinz: Radziwill-Gemälde - Sammlung Düser, Oldenburg 1980, S. 83f, Abb.

Informationen zum Sammler Dr. Med. Georg Düser:

https://www.van-ham.com/fileadmin/Redaktion/Auktionen/Katalog_PDF/Informationen_zum_Sammler_Dr_med_Georg_Dueser.pdf

An dieses Gemälde – eines der besten und tiefsten im Schaffen von Franz Radziwill – musste sich der Künstler 1927 gleichsam „herantasten“. Er schuf zunächst „vor Ort“ ein Aquarell (Seeba 2711) und eine Zeichnung (Seeba 2738). Das berichtet er in einem Brief vom 10. Dezember 1927 an den Hamburger Kunsthistoriker Dr. Wilhelm Niemeyer: „Letzten Sonntag war ich in Pirna, .. hart an der Elbe liegend, mit steilen, felsigen Ufern … Du glaubst gar nicht, es hat mich fast verzehrt ... Lag es nur an diesen stillen, tiefen und dunklen Farben. Nie bin ich innerlich so aufgepeitscht worden.“ Die schöpferische Erregung nahm er mit in sein Atelier im fernen Dangast, schuf eine Landschaft unter hohem, unendlich weitem, tiefblauem Himmel, der nahezu Zweidrittel des Bildes einnimmt. Man sieht sich an die Gestaltungskraft von Caspar David Friedrich erinnert. Diesen Großen der Malerei hatte er in den Dresdner Sammlungen gesehen und studiert. Ergebnis: Unfähig zu jeder Form des Epigonalen bildet er „eine eigene Formensprache heraus. Und genau darin liegt die Qualität von Radziwills Arbeiten begründet. Ihm ... gelingt es durch die intensive Auseinandersetzung mit den deutschen Romantikern ..., eine eigene Sicht der Motive in eine eigene Handschrift zu fassen ...“
(Gerd Presler)


Veranstaltungshinweise:

Am 29.05.2019 429. Auktion: Modern


Schätzpreis: 60.000 - 80.000  EURO

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