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Alexej von Jawlensky, Heilandsgesicht, 1919/20

Alexej von Jawlensky, Heilandsgesicht, 1919/20

Öl über Bleistift auf Holz
21 x 16 cm

Links unten monogrammiert "AJ". Verso von fremder Hand bezeichnet: "Düsseldorf am 4.7.21 als Jawlensky als Gast bei mir weilte. M. Scheffer, geb. Frisch (?)." Mit weißer Kreide nummeriert 3481. Rahmen.

Losnummer: 20


Werkverzeichnis: M. Jawlensky, L. Pieroni-Jawlensky & A. Jawlensky, Volume III, Nr. 2243, S. 411

Provenienz: Aus dem Atelier des Künstlers/ M. Scheffer, Düsseldorf, 1921/ Lempertz, Köln. Kat. Nr. 542, 3./4. Dezember 1974, Lot 348A. Seither Privatbesitz Deutschland

Danksagung: Wir danken Frau Biaconi Jawlensky für die freundliche Unterstützung bei der wissenschaftlichen Bearbeitung

Mit Ausbruch des ersten Weltkrieges mussten Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin Deutschland sofort verlassen. Die Flucht in die Schweiz sowie schwierige Familienangelegenheiten stürzten den Künstler zunächst in eine Krise: "ich wollte weiter meine gewaltigen starkfarbigen Bilder malen, aber ich fühlte, ich konnte nicht". (Alexej Jawlensky, An P. Willibrord Verkade, Das Kunstwerk, 2. Jg. Heft 1/2, 1948, S. 49).
Der Versuch im früheren Stil weiter zu malen scheiterte zwar, bildete aber auch einen Neuanfang und führte zu einem Stilwandel im Oeuvre des Künstlers.
Seit 1915 beschäftigte er sich zunehmend mit seinem früheren Thema "Köpfe", wobei er im Gegensatz zu seinen expressiven Köpfen der Vorkriegsjahre nun schrittweise durch Abstraktion und Reduktion der Formen zunächst "Mystische Köpfe" und "Heiligengesichter" schuf und schließlich die sogenannten "Abstrakten Köpfe" entwickelte.
Das "Heilandsgesicht" zeigt ein weitestgehend stilisiertes, geschlechtsloses Gesicht mit geschlossenen Augen. Die Gesichtsform ist U-förmig, senkrechte und waagerechte Linien bilden Augen, Augenbrauen und den Mund, die Nase ist L-förmig, die Stirn bildet ein offenes Dreieck. Rechts und links fallen wellenförmige Haarsträhnen herab, der Hals wird durch eine einzige kurze Linie angedeutet. Die zarte Farbigkeit unterstreicht die Formen und bildet Schattierungen und Kontraste.
Jawlensky schafft sich durch die geometrischen Formen ein variierbares Gerüst, das ihm bei der Abbildung des allgemeingültigen Urbild des menschlichen Antlitzes dient und spiegelt damit seine intensive Haltung zwischen Mystik, Religion und Spiritualismus wider.

1921 siedelte Jawlensky von Ascona nach Wiesbaden über. Laut der Bezeichnung auf der Rückseite des Bildes, war er wohl am 4.7.1921 bei Maria Scheffer in Düsseldorf zu Besuch.

Maria Scheffer besaß drei weitere Werke Jawlenskys und aus einem Briefwechsel vom 19. Mai 1921 zwischen der Kunsthändlerin Emmy Galka Schreyer und Alexej Jawlensky geht hervor, dass auch Schreyer in Düsseldorf bei Scheffer, "eine der entzückensten (sic) Frauen" wohnte.


Veranstaltungshinweise:

Am 06.12.2019 Auktion 66: Klassische Moderne, Post War & Contemporary Art


Schätzpreis: 250.000 - 350.000  EURO

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