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Max Slevogt, Porträtskizze eines Afrikaners, um 1895-1900

Max Slevogt, Porträtskizze eines Afrikaners, um 1895-1900

Öl auf Malpappe.
84,7 x 66,3 cm.
Oben rechts mit Pinsel in Schwarz signiert "Slevogt".

Losnummer: 8305


Neben Max Liebermann, dem Wortführer, und Lovis Corinth, dem großen Malerfürsten, zählt Max Slevogt zu den Hauptvertretern des deutschen Impressionismus. Unter diesen war er der lyrischste.
Seit 1885 studierte Slevogt an der Münchner Akademie. Vier Jahre später besuchte er in Paris die Académie Julian, wo er mit dem französischen Impressionismus direkt in Berührung kam.
Von 1890 bis 1897 lebte er wieder in München und war zeitweise Mitarbeiter an der "Jugend" und am "Simplizissimus". Nach mehreren Auslandsreisen, u.a. nach Italien, ließ er sich 1901 in Berlin nieder, wo er Mitglied der Secession wurde.
Slevogts vielseitiges Schaffen, das sich durch reiche Phantasie und Musikalität auszeichnet, umfasst neben illustrativen druckgraphischen Arbeiten vor allem Bildnisse, Figurenszenen und Landschaften. Unser Porträt eines Afrikaners ist vermutlich in Slevogts Münchner Zeit entstanden. Dass der Künstler eine freie Bildnisauffassung in seinen Kompositionen bevorzugte, ist an unserem Halbfigur-Porträt deutlich zu erkennen. Nicht in strenger, repräsentativer Haltung zeigt sich der Porträtierte, sondern mit virtuosem, lockerem Pinsel malt Slevogt einen Mann in stolzer und zugleich lässiger Pose. Mit in der Hüfte aufgestützter rechter Hand dreht er sich nach links. Die Darstellung wirkt wie eine Momentaufnahme, der Mann ist in kommunikativer Bewegung. Seine Kleidung ist eher schlicht, ein anthrazitfarbener Rock mit weißer Halsbinde kleidet den attraktiven Dargestellten. Der Fokus liegt auf dem markanten Männergesicht: Der Blick geht über die linke Schulter in die Ferne und obwohl er nicht auf den Betrachter ausgerichtet ist, sucht er zugleich dessen Aufmerksamkeit. Die kräftigen Hände deutet Slevogt souverän an, als ob er sie im nächsten Moment gleich einem Bildhauer herausmodelliert, eine typische Vorgehensweise für den Maler.
Wer der Dargestellte ist, muss noch weiter erforscht werden. Slevogts Bilderlisten sind vor allem für die frühe Schaffenszeit nicht vollständig. Die freie Malweise deutet auf ein privates Porträt, das er vielleicht von einem Malerfreund angefertigt hat, hin. Zudem ist um 1900 in München ein Afrikaner, der als Aktmodell häufiger und u.a. auch von Slevogt gemalt wurde, nachweisbar. Möglicherweise saß er Slevogt in dessen Atelier privat Modell. Dafür würde die skizzenhafte und Intimität ausstrahlende Umsetzung sprechen, die den großen Reiz des Bildnisses ausmacht.
Verso mit einer Skizze eines männliches Porträts, vermutlich eine Kopie nach einem niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts.
Wir danken Dr. Karoline Feulner und Dr. Eva Brachert, GDKE/Landesmuseum Mainz/Max Slevogt-Forschungszentrum, für die Bestätigung der Authentizität des Gemäldes vor dem Original sowie für wertvolle Hinweise. Das Porträt wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Ölgemälde von Max Slevogt aufgenommen.


Veranstaltungshinweise:

Am 29.11.2019 bis 30.11.2019 114. Auktion: Moderne Kunst Teil I + Teil II


Schätzpreis: 25.000,-  EURO

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