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Preußen-Auktion glänzt mit erstklassiger Offerte

Johann Friedrich und Heinrich Wilhelm Spindler, Kommode, Mitte 18. Jahrhundert

Am 16. Mai veranstaltet Lempertz die Preußen-Auktion, der traditionelle Auftakt in die Frühjahrssaison am Berliner Standort. Es werden knapp 300 Positionen Porzellan, Silber, Eisenguss und Malerei versteigert. Zudem werden rund sechzig ausgewählte Wiener Porzellane - präsentiert in einem Sonderkatalog - aufgerufen.

Im Zentrum des diesjährigen Preußen-Auktionskatalogs steht die Entwicklung der Industrien: Die Objekte sind chronologisch und nach ihren Techniken gegliedert. Aufschlussreiche Expertentexte wie unter anderem ein Interview mit Matthias Dotschko, dem Bereichsleiter Malerei der KPM (Königliche Porzellan Manufaktur) bieten interessante Einblicke.

Eine Niedersächsische Privatsammlung mit über dreißig frühen Berliner Fayencen eröffnet die Preußen-Offerte. Hervorzuheben ist ein Seltener Orangenkübel mit dem Wappen der Familie von Morenthal, geschätzt auf € 8.000 - 10.000 (Lot 104). Zwei dieser Orangenkübel, die um 1705 der Berliner Manufaktur Gerhard Wolbeers entstammen, stehen im Stadtmuseum Berlin.

An der Spitze der zahlreichen höfischen Porzellane steht ein Zweiflammiger Kandelaber aus dem Vestunen-Service Friedrichs II für € 16.000 - 20.000. Das Meissener Modell von Johann Joachim Kaendler aus dem Jahre 1763 ist Teil des wohl umfangreichsten und persönlichsten Service des Preußischen Königs mit rund 60 Gedecken und üppigem figürlichem Tafelschmuck (Lot 159). Weitere Porzellan-Highlights sind unter anderem ein KPM Nachtlicht in Vasenform (Lot 250, € 25.000 - 35.000) und eine KPM Urbino-Vase Nr. 3 mit der Muse Erato (Lot 278, € 30.000 - 40.000).

Ein Kapitel widmet sich der neuen Malerei ab den 1870er Jahren: Der Weichmalerei, den Cabonchontechniken und den Segerglasuren. Es beinhaltet rund vierzig Objekte, die mit Weichmalerei versehen sind, darunter ein Prachtvoller Deckenleuchter nach einem Modell von Paul Schley aus dem Jahr 1885, geschätzt auf € 40.000 - 45.000 (Lot 333) sowie einem knapp 1 m langen Seltenen Tafelaufsatz mit zwei ägyptisierenden Frauenfiguren aus dem Jahr 1901 für € 20.000 - 30.000 (Lot 352).

Die Silberofferte wird von einer um 1760 entstandenen Rokoko-Deckelterrine mit Présentoir, geschätzt auf € 16.000 - 20.000, angeführt (Lot 185). Ferner kommt ein Leuchter aus dem Tafelservice Friedrichs des Großen von Christian Lieberkühn d. J. aus den Jahren 1746/47 zum Aufruf (Lot 158, € 14.000 - 16.000). Hervorzuheben sind außerdem zwölf Vergoldete Silberteller für die Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin, die aus einem umfangreichen Service mit mindestens hundert Gedecken, großen Girandolen und zahlreichen Bestecken stammen, das 1873 bei Hossauer in Auftrag gegeben wurde und sich noch bis in die 1970er Jahre in mecklenburgischem Familienbesitz befand (Lot 283, € 25.000 - 27.000).

Sehr gesucht sind auch vier Möbelstücke der Bayreuther Ebenisten Johann Friedrich und Heinrich Wilhelm Spindler. Die beiden Halbbrüder vertraten einen Stil, der den persönlichen Vorlieben von Friedrich II am nächsten kam. So nehmen die Spindlerschen Möbeloberflächen Spaliere, Kartuschen und Blumen auf und werden zum Markenzeichen des preußischen Rokokos. Prunkstück ist eine auf € 80.000 - 100.000 geschätzte Spindler-Kommode aus edlen Hölzern mit feuervergoldeten Bronzebeschlägen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts (Lot 155). Ferner kommen zwei Beistelltische (Lot 156, € 8.000 - 10.000 / Lot 157, € 20.000 - 30.000) und eine zweite Kommode zum Aufruf (Lot 154, € 30.000 - 40.000).

Weitere Höhepunkte der Auktion sind eine knapp zehn Quadratmeter große Tapisserie mit Motiven nach Watteau aus der Manufaktur Charles Vigne, wohl vor 1745 (Lot 134, € 15.000 - 20.000), eine Bedeutende Marmorschale nach einem Entwurf von Karl-Friedrich Schinkel, geschätzt auf € 30.000 - 40.000 (Lot 238), sowie ein Paar monumentaler Lackvasen aus den 1840er Jahren für € 40.000 - 60.000 (Lot 242).

Zusätzlich wird eine Privatsammlung mit über sechzig Positionen bedeutender Wiener Porzellane aufgerufen. Hervorzuheben sind ein Déjeuner mit Kindern en grisaille auf fliederfarbenem Fond (Lot 9, € 6.000 - 8.000), die Bedeutende Bildplatte „Zeus wird von Hera auf dem Berg Ida eingeschläfert“ (Lot 46, € 20.000 - 30.000) sowie ein Teller mit Ansicht des Stephansdom (Lot 61, € 8.000 - 10.000).

Preußen-Auktion in Zeiten von Corona

Das gesellschaftliche Leben wurde aufgrund der weltweiten Pandemie erheblich eingeschränkt und auch Lempertz hat die usrpünglich für Ende April geplante Preußen-Auktion auf den 16. Mai verschoben. Durch folgende Maßnahmen möchte Lempertz seinen Kunden dennoch wie gewohnt den bestmöglichen Service gewährleisten:

Online-Auktionskataloge

All unsere Auktionskataloge sind online verfügbar. Jedes Objekt verfügt über eine eigene Seite mit ausführlichen Beschreibungen, Abbildungen und Detailansichten.

Virtueller Rundgang durch die Vorbesichtigung

Erstmals wurde ein virtueller Rundgang durch die Vorbesichtigung erstellt, die es den Kunden auch von Zuhause erlaubt einen besseren Gesamteindruck der Offerte zu erhalten. 75 Highlights der insgesamt rund 360 Objekte sind mit Interactive-sheets versehen und können einzeln angeklickt werden.

Individuelle Vorbesichtigungstermine

Das Berliner Lempertz-Team organisiert für seine Sammler individuelle Vorbesichtigungen, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können und somit die Gesundheit der Kunden und Mitarbeiter keinen Gefahren ausgesetzt wird.

Online-Teilnahme an Auktionen

Eine schnelle und unkomplizierte Anmeldung zum Online-Bieten reagiert auf das gestiegene Interesse, online live an den Auktionen teilzunehmen.

Auktionen
Samstag, den 16. Mai 2020
11 Uhr Wiener Porzellane
12 Uhr Preußen

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1150: Preußen - Wiener Porzellan aus einer Privatsammlung

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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