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Weites Spektrum

Robert Indiana, Six, 1980/2001

Auch die Evening Sale-Offerte der Zeitgenössischen Kunst ist von einer beachtlichen Anzahl bedeutender Werke geprägt – sie decken ein weites Spektrum der Kunst der zweiten Hälfte des 20. und 21. Jahrhunderts ab. An der Spitze stehen drei Werke: Eine skulpturale Arbeit von Robert Indiana (€ 200/230.000), eine Serie von neun Bildern für € 200/250.000 von Marcel Broodthaers und eine Leinwand von Jonas Burgert für dieselbe Taxe. Ein Gemälde von Maria Lassnig liegt bei € 180/200.000.

Per Kirkeby kommt mit einem Gemälde auf € 120/150.000. Ein großes C-Print von Andreas Gursky ist mit € 100/120.000 bewertet. Für € 80/120.000 wird eine großformatige Landschaft Yan Pei-Mings angeboten, während zwei Leinwände von Horst Antes bis auf 100.000 geschätzt sind. Bemerkenswert ist auch eine kleinere, feine Privatsammlung mit drei Leinwänden Karel Appels (bis € 120.000) und zwei Bildern Asger Jorns (bis € 70.000).

Vielfach wurde Robert Indianas „Six“ aus dem Jahr 1980/2001 ausgestellt wie auch in der Literatur erwähnt. Die 198 x 188 x 96,5 cm messende Zahl 6 ist in mehrfarbigem Aluminium auf Stahlplinthe ausgeführt; sie liegt hier als Exemplar 6/6 (+2 A.P.) vor (Lot 50, € 200/230.000).

Ebenso häufig ausgestellt und in der Literatur aufgeführt wurde Marcel Broodthaers „Série de neuf tableaux en langue allemande, Die Welt“ von 1973. Die 9-teilige Arbeit, mit je 80 x 100 cm großen, je typographisch bedruckten Leinwänden, ist mit € 200/250.000 bewertet (Lot 60).

Mit derselben Taxe ist Jonas Burgerts 2013 in der Kestnergesellschaft in Hannover ausgestellte, 250 x 350 cm messende Leinwand „Schliss“ von 2012 versehen (Lot 78, € 200/250.000).

Die überwältigende Mehrzahl der Werke Maria Lassnigs sind Selbstporträts. Sie wählt die Erforschung des eigenen Körpers und seiner stetig wechselnden Empfindungen als das maßgebliche künstlerische Thema, da es ihr im wahrsten Sinne am nächsten ist – mehr als jedes andere Sujet der Außenwelt je sein könnte. Ihr Beweggrund ist kein Narzissmus, sondern im Gegenteil eine schonungslose Selbsterforschung.

Das in Luzern, Graz und Wien ausgestellte, 1985 entstandene Gemälde „Der Tod ist eine Sphinx“ zeigt Lassnig als Mischwesen zwischen Mensch und Tier in der klassischen Liegeposition einer Sphinx, den Kopf auf einen Totenschädel reduziert, zwischen den Löwentatzen eine Fackel als Symbol von Leben und Tod (Lot 16, € 180/200.000).

Per Kirkeby ist sowohl Künstler als auch Naturwissenschaftler, sein Studium der Geologie, seine Reisen und seine Affinität zur Natur schlagen sich vielfältig in seinem künstlerischen Schaffen nieder. Realistische Naturmotive klingen in seinen Gemälden an, gehen aber so nahtlos in abstrakte Strukturen über, dass sie für den Betrachter kaum fassbar sind. Die vorliegende unbetitelte Leinwand von 1977 trägt eine Taxe von € 120/150.000 (Lot 67). Bei Yan Pei-Mings Leinwand „International Landscape“ aus dem Jahr 2006 handelt es sich um ein 200 x 400 cm messendes Großformat, das mit einer Taxe von € 80/120.000 versehen ist (Lot 72).

Hervorzuheben ist ebenfalls eine kleinere, feine Privatsammlung zweier COBRA-Künstler: Offeriert werden drei Leinwände Karel Appels und zwei von Asger Jorn. Die beiden Bilder Appels sind unbetitelt und stammen aus den Jahren 1955 (Lot 73, € 80/120.000) und 1974 (Lot 74, € 50/70.000). Die zwei Gemälde Jorns kommen von 1957 („En place pour le rite“, Lot 77, € 40/60.000) und von 1960 („Morgenrødt (Dawn)“, Lot 76, € 50/70.000).

Horst Antes ist mit drei aus der Sammlung des deutschen Bildhauers Emil Cimiotti kommenden Gemälden präsent, darunter „Mit Figur“ von 1963 für € 80/00.000 (Lot 57) und die drei–vier Jahre später entstandene Leinwand „Kopf für Emilio“ für € 60/80.000 (Lot 58). Abgerundet wird das Angebot mit Arbeiten von Karin Sander mit „Frauen-Nationalmannschaft 1:10 Kader“ aus dem Jahr 2005 (28 Figuren und 1 Ball: je 3D Bodyscans der Spielerinnen, SLS (Selektives Laser-Sintern), Polyamid und Airbrush, H je ca. 16-18 cm/Lot 70, € 60/80.000), mit einer 1959/1960 entstandenen bronzenen „Vierfigurengruppe“ von Joannis Avramidis (Lot 12, € 60/80.000) und mit einer Mischtechnik Karl Otto Götz’ aus dem Jahr 1954 (Lot 95, € 45/60.000). Ein in Acryl auf Holz gemaltes „Portrait (Clara)“ von Imi Knoebel kommt auf € 40/50.000 (Lot 7), die auch für Heinz Macks 160 x 200 cm große Leinwand „Licht-Felder“ von 1992 angesetzt sind (Lot 38, € 40/50.000).

Das Highlight der Offerte für Zeitgenössische Photographie stammt von Andreas Gursky, der mit einem wichtigen Werk vertreten ist: Die düster-enigmatische Nachtansicht Heidelberg Ost liegt hier als Unikat in repräsentativem Großformat (130 x 165,4 cm) vor (Lot 33, € 100/120.000).

Contemporary Art Evening Sale
19. Juni 2020, ab 18 Uhr, Lempertz Köln

Contemporary Art – Day Sale
20. Juni 2020, ab 14.00 Uhr

Vorbesichtigung
Köln, 6. bis 17. Mai

Kataloge online / Live-Auktionen
http://www.lempertz.com/kataloge.html

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1155: Moderne und Zeitgenössische Kunst - Evening Sale
Auktion 1156: Moderne und Zeitgenössische Kunst - Day Sale

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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