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Emil Nolde, Familie, 1917

Emil Nolde, Familie, 1917

Holzschnitt, eigenhändig aquarelliert auf Kupferdruckkarton
24,4 x 30,8 cm

Rechts unten mit Bleistift signiert. Rückseitig mittig Stempel des Sächsischen Kupferstichkabinettes Dresden und am unteren Rand handschriftlich die Inv. Nr. A 1919/20-583 mit Bleistift. Rahmen.

Losnummer: 511


Werkverzeichnis: Schiefler/Urban, Nr. 128II

Echtheitsbestätigung: Eine Bestätigung der Authentizität und die der eigenhändige Kolorierung von Herrn Dr. Reuther, Stiftung Ada und Emil Nolde, vom August 2006 liegt in Kopie vor. Die Expertise ist unter der Nummer 2596

Provenienz: K. Sächsisches Kupferstichkabinett, Dresden/Sammlung Prof. Dr. Dr. Wilhelm Hallermann/Privatsammlung Deutschland

Wie sehr eine Gesellschaft im Umbruch das individuelle Bedürfnis nach der Rückkehr zur Natürlichkeit und zum Ursprung hervorruft, ist für uns alle als unmittelbare Zeitzeugen der Digitalisierung gut nachvollziehbar. Auch der damals 46-jährige Emil Nolde sah in der Teilnahme an einer Forschungsexpedition des Reichskolonialamts nach Papua-Neuguinea eine Chance, seiner Sehnsucht nach der zusehends schwindenden Harmonie von Mensch und Natur zu folgen und den Unruhen permanenter politischer und technologischer Umwälzungen wenigstens temporär zu entfliehen. Die beinahe fantastisch anmutende Exotik der Tropen, von welcher der Maler bereits bei seinen früheren Besuchen im Berliner Völkerkundemuseums geträumt hatte, findet schließlich in Form der sogenannten "Südsee-Bilder" ingang in das Schaffenswerk Noldes, einem der bedeutendsten und kontroversesten Künstlern des angehenden 20. Jahrhunderts. Auch seine druckgraphischen Arbeiten suchen von jeher Ihresgleichen. Mit der vorliegenden Arbeit "Familie", ein Holzschnitt aus dem Jahr 1917, stellt Nolde in Erinnerung an seine Südseereise fiktive Szenen der Urvölker nach. Der Kontrast des tiefdunklen Holzschnitts zu den intensiven Aquarelltönen kann hier auch sinnbildlich für die Spannungen zwischen entwickelter Zivilisation und roher, ungebändigter Natur gesehen werden. Die nachträgliche, eigenhändige Kolorierung durch Nolde persönlich hebt diese Arbeit zu einem Unikat empor und belegt einmal mehr die Stellung des Künstlers als einer der großen Aquarellisten seiner Zeit.


Veranstaltungshinweise:

Am 16.07.2020 Auktion 67: Moderne, Post War & Zeitgenössische Kunst


Schätzpreis: 35.000 - 45.000  EURO

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