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From a Universal Collector – The Olbricht Collection: Onlinebieter-Ansturm sorgt für White Glove Sale

Bedeutender Vanitaskopf aus Elfenbein, 16.-17. Jahrhundert

Van Ham krönt die weltbekannte und faszinierende Sammlung von Prof. Thomas Olbricht mit einem einzigartigen White Glove Sale. Neben allen Medien der Zeitgenössischen Kunst sowie großartigen Werken der Klassischen Moderne, fasziniert die Sammlung, die Olbricht in seinem Berliner Privatmuseum „me Collectors Room“ präsentierte, durch zahlreiche Wunderkammer-Objekte. Unangefochtenes Highlight bei den Gemälden: Daniel Richters gewaltiges und kritisches Werk „Das Recht“ mit einem Ergebnis von 438.600 Euro. Im Bereich der Wunderkammer fasziniert die Vielfalt der Highlights, was dem Geist dieser meisterhaften Sammlung gerecht wird.

Prof. Dr. Dr. Thomas Olbricht ist der große Universalsammler unserer Zeit. Mit circa 500 Objekten bot die Auktion eine Reise durch die ganze Welt und Zeit, an der über 1.300 Bieter, darunter 1.000 Online-Bieter (davon 60 % Neukunden) aus 31 Ländern teilgenommen und diese Auktion zu einem überragenden Erfolg gemacht haben. Sie schließt mit einem Ergebnis von knapp 5 Mio. Euro ab.

Im Bereich der Zeitgenössischen Kunst stellte das Werk „Das Recht“ von Daniel Richter, der zu den relevantesten zeitgenössischen Künstlern gehört, die wichtigste Arbeit in dieser Auktion (Lot 368). Das Gemälde ist eines der frühen Werke aus Richters zweiter Werkphase, in der seine Sujets zunehmend figürlicher werden. Die Arbeit schockiert den Betrachter nur auf den ersten Blick. Nichts ist, wie es scheint, versinnbildlicht das Pferd doch den untergehenden Nationalsozialismus. Das Werk bereicherte zahlreiche Ausstellungen und wechselt nun für 438.000 Euro in eine deutsche Privatsammlung.

Dem Bann der Neoninstallation von John M. Armleder (1948) konnte sich ein Österreicher, dem die Arbeit 193.500 Euro wert war, nicht entziehen (Lot 323). Die Größe der Arbeit „O.T. (target)“ ist auf dem Auktionsmarkt bisher einzigartig. Sie bestätigt Armleder als einen der einflussreichsten europäischen Konzeptkünstler der Gegenwart.

Auch George Condo wird seinem Ruf als einer der erfolgreichsten und interessantesten amerikanischen Künstler gerecht. Das Ölgemälde „Sreaming Couple“ überzeugte einen deutschen Käufer mit seiner Farbkraft und den für den Künstler so typischen überzeichneten Figuren (Lot 418/ Ergebnis: 322.500 Euro).

Sarah Morris machte sich ihren Namen mit großformatigen und gitterartigen Gemälden (Lot 401). Die „Lichter der Großstadt“ mit ihren Reflexen und Spiegelungen fließen auch in die für 96.750 Euro verkaufte Arbeit „Universal (Los Angeles)“ mit ein.

Das Gemälde „Untitled (Think)“ von William N. Copley geht für 77.400 Euro in eine rheinische Privatsammlung (Lot 385). In dem spannenden Gemälde aus dem Jahr 1961 kollidieren zwei Welten. Der durch die Laterne erleuchteten Welt, in der ein Polizist mit erhobenem Knüppel die Ordnung wahrt, steht der dunklen Welt, der Nacht, gegenüber.

In der Auktion kamen mehrere Arbeiten von Cindy Sherman zum Aufruf. Die Künstlerin porträtiert sich in ihren Werken stets selbst, unterschiedliche weibliche Stereotypen verkörpernd. Ihr Werk „Untitled Film Still #39“wurde für 129.000 Euro in die USA verkauft.

Die faszinierende Vielfalt der Highlights aus den unterschiedlichen Bereichen der Wunderkammer lässt die Besonderheit der Sammlung, die ihre Taxe in Gänze nahezu verdreifacht hat, besonders zu Tage treten. Die Inspiration für seine Wunderkammer fand Olbricht in den Wundern der Natur, den Kuriositäten der Kunstgeschichte und den handwerklichen Meisterleitungen, die schon Könige und Fürsten faszinierte. So war im Bereich der MIRABILIA das unangefochtene Highlight ein Ei eines Elefantenvogels (Lot 192). Die ausgestorbene Familie dieser straußenähnlichen Vögel lebte bis ins 17. Jahrhundert auf Madagaskar endemisch. Diese ausgesprochene Seltenheit war seinem neuen Besitzer aus London 33.540 Euro wert.

Prof. Olbricht dehnt den Begriff der Wunderkammer in seiner Sammlung aus, indem er diese mit Stücken bis ins 20. Jahrhundert erweiterte. Designobjekte, wie der Mixed Banquett Chair vervollständigten den Sammlungsumfang (Lot 135). Dem neuen Besitzer war das surrealistische Highlight der brasilianischen Brüder Fernando und Humberto Campana aus dem Bereich MODERNES DESIGN 23.220 Euro wert. In Zeiten von Corona ist ein Herbsttag auf diesem Sofa auf jeden Fall sicherer als ein Nachmittag im Zoo.

Im Bereich der ARTIFICIALIA jagte ein Highlight das nächste. So erzielte der bedeutende Vanitaskopf eines Rosenkranzes aus dem 16./17. Jahrhundert ein Ergebnis von 21.930 Euro (Lot 59). Die kleine, fein geschnitzte Elfenbeinskulptur halb Gesicht, halb Schädel wurde einem Onlinebieter aus den Niederlanden zugeschlagen. Als weiteres Highlight folgte die Skulptur des Heiligen Vitus, die bereits in der Ausstellung „Rockers Island“ im Folkwang Museum 2007 der Öffentlichkeit präsentiert wurde (Lot 69). Sie überflügelte ihre Taxe um ein Vielfaches und kletterte dank großer internationaler Beteiligung auf ein Ergebnis von 33.540 Euro. Sein Pendant von Stephan Balkenhol (Märtyrer, 2003) erreichte ein Ergebnis von 45.150 Euro.

Zwei sogenannte Knochenschiffe aus dem 19. Jahrhundert verkörpern, wie so viele Objekte der Sammlung, eine beeindruckende Fusion von Kunst und Natur (Lot 106). Die napoleonischen Gefangenenschiffe mit 98 Kanonen sind ihrem neuen Besitzer 18.060 Euro wert. Faszinierend, wertvoll, historisch - so konnten die vier Memorial Ringe mit Bildnissen englischer Könige aus dem 17./18 Jahrhundert überzeugen (Lot 112). Sie waren reichlich vorbeboten und treten nun eine lange Reise zu den Cayman Islands an.

Dem Wunsch Olbrichts wurde dieses Auktion vollumfänglich gerecht: Die Objektmagie soll nun andere entzünden. Sie vergeht nicht, wenn man ein Objekt weitergibt, sie hält sich über die Besitzer hinaus….

Quelle: © Van Ham Kunstauktionen

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