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Sensationelle Verkaufsquoten, Millionenzuschläge und Rekorde

Max Liebermann, Reiter in der Allee bei Sakrow, 1924

Zahlreiche Rekorde prägten die diesjährigen Sommerauktionen: Mit den 1.465.000 EUR* für das wunderbare Spätwerk „Reiter in der Allee bei Sakrow“ von Max Liebermann wurde nicht nur die Million geknackt und die Schätzung (500.000 – 700.000 EUR) verdoppelt, es ist auch die bislang höchste Summe, die via Internet auf einer Auktion in Deutschland geboten wurde.

In der kuratierten Abendauktion „Von Emil Nolde bis Neo Rauch“ konnte Grisebach zahlreiche Weltrekorde verzeichnen: Heinrich Vogelers ikonisches Werk „Träume II (auch ,Frühling‘ oder ,Erwartung‘)“ fand für 649.000 EUR* (SP: 200.000 – 300.000 EUR) einen neuen Besitzer in Berlin, der neue Weltrekord für den neusachlichen Maler Carl Grossberg liegt nun bei 649.000 EUR* (SP: 300.000 – 400.000 EUR), das einzige Selbstporträt des Künstlers ging ins Rheinland), und Konrad Luegs „Bockwürste auf Pappteller“ holten mit 437.500 EUR* (SP: 80.000 – 120.000 EUR) den Rekord für den Künstler. Einen Spitzenpreis erzielte auch Konrad Klaphecks „ähnliche Eltern“, das museale Werk ging nach einem langen Bietgefecht im Saal und an den Telefonen für 575.000 EUR* (SP: 200.000 – 300.000 EUR) in eine deutsche Privatsammlung. Das kleine Ölgemälde „Umgeschlagenes Blatt“ (1966) von Gerhard Richter bestätigte mit einem Ergebnis von 745.000 EUR* die Schätzung (600.000 – 800.000 EUR), die marktfrische und frühe Verwischung „Heidi“ des Künstlers konnte die Taxe weit hinter sich lassen und erzielte nach einem internationalen Bietgefecht starke 550.000 EUR* (SP: 280.000 – 350.000 EUR).

Fernando Boteros „Walking Woman in Profile“ fand für 550.000 EUR* (SP: 350.000 – 450.000 EUR) einen neuen Liebhaber in Norddeutschland, Alexej von Jawlenskys „Sommertag in Ascona“ wurde für 425.000 EUR* (SP: 200.000 – 300.000 EUR) verkauft, und Franz Marcs „Grüne Studie“ von 1908 ging für 412.500 EUR* (SP: 300.000 – 500.000 EUR) in ein süddeutsches Museum. Ein weiteres Spitzenresultat erzielte das 1921 geschaffene „Selbstporträt“ aus der wichtigsten Schaffensphase von Arthur Segal, welches für 375.000 EUR* (SP: 150.000 – 200.000 EUR) nach Frankreich ging.

Zu einem weiteren Highlight der sechs Auktionen an drei Auktionstagen wurde die Versteigerung der Sander Collection. Nach einem atemberaubenden Bietgefecht erklomm das „Wandbild für einen Fotografen“ von Franz Wilhelm Seiwert mit 1.225.000 EUR* (SP: 400.000 – 600.000 EUR) ein weiteres Mal die Millionengrenze und gleichzeitig den Weltrekord für den Künstler. Dieses Hauptwerk Seiwerts von 1925 wird künftig im Art Institute in Chicago zu sehen sein. Mit einer Verkaufsquote von über 200 Prozent für diese Auktion konnten auch hier sehr erfolgreiche Resultate verzeichnet werden wie zum Beispiel die 156.250 EUR* für Heinrich Hoerles „Selbstbildnis“ von 1931 (SP: 60.000 – 80.000 EUR) oder die 150.000 EUR* für die Papierarbeit „Vordermann“ des Künstlers (SP: 40.000 – 60.000 EUR). Franz Wilhelm Seiwerts „Stark abstrahierte Halbfigur“ wurde für 118.750 EUR* (SP: 30.000 – 40.000 EUR) zugeschlagen.

Auch die Auktion Zeitgenössische Kunst kann beeindruckende Preissteigerungen vermelden: Die Arbeit „Study for Bedroom Painting #71 (Double Drop-Out)” von Tom Wesselmann verdoppelte mit 187.500 EUR* ihre Schätzung (70.000 – 90.000 EUR), die Gouache „Zwei Frauen” von 1958 von Joseph Beuys konnte die Taxe (80.000 – 120.000 EUR) mit einem Resultat von 125.000 EUR* ebenfalls hinter sich lassen. David Hockneys Farblithografie „Lithograph of Water Made of Thick and Thin Lines, a Green Wash, a Light Blue Wash, and a Dark Blue Wash“ war hart umkämpft, zahlreiche Bieter verdreifachten die Schätzung (40.000 – 60.000 EUR) auf 125.000 EUR*.

Das Spitzenlos der Auktion Kunst des 19. Jahrhunderts, Adolph von Menzels’ „Morgens früh im Nachtschnellzug“ aus dem Jahr 1877, kletterte auf 206.250 EUR* (SP: 80.000 – 120.000 EUR). Auf großes Interesse stieß auch das Gemälde „Templerschloß“ aus dem Jahr 1915 von Eugen Bracht, welches für 187.500 EUR* in die Sammlung Sander nach Darmstadt geht (SP: 25.000 – 35.000 EUR). Der „Mädchenkopf (genannt die ‚Malresl‘)“ von Wilhelm Leibl (162.500 EUR*) und Max Pietschmanns monumentales Gemälde „Fischzug des Polyphem“ von 1892 (108.750 EUR*) gingen beide in deutsche Privatsammlungen. Erfreuliche Preissteigerungen erzielten zudem „Die blaue Grotte“ von August Kopisch mit 47.500 EUR* (SP: 7.000 – 9.000 EUR), und „Die Klagemauer in Jerusalem“ von Carl Friedrich Heinrich Werner ging nach einem internationalen Bietgefecht für 52.500 EUR* (SP: 12.000 – 15.000 EUR) in den europäischen Handel.

In der Photographie-Auktion sorgten die drei Abzüge von Otto Steinert für Aufsehen: „Verspielter Punkt“ und „Ohne Titel (Photogramm mit Bällen und Kreisen)“ erzielten jeweils 22.500 EUR* (SP: 5.000 – 7.000 EUR resp. 7.000 – 9.000 EUR) das „Luminogramm II“ (Lampen der Place de la Concorde, Paris) vervielfachte mit 21.250 EUR* ebenso die Schätzung (5.000 – 7.000 EUR). Erfolgreich verkauft wurden auch die drei Arbeiten „Yves Marie Asleep, May“, „John St. Clair Swimming, April“ und „Two Lemons and Four Limes, Santa Monica“ von David Hockney: Erst nach langen Bietgefechten fanden die jeweils auf 1.200 – 1.600 EUR geschätzten Arbeiten für 11.875 EUR*, 14.375 EUR* und 10.625 EUR* ihre neuen Besitzer (Privatsammlung Hessen / Handel, Frankreich / Süddeutsche Privatsammlung). Die Stadtansicht Thomas Struths, „West 44th Street New York“ von 1978, erzielte als teuerstes Los der Photoauktion am Ende 30.000 EUR* und ging in eine amerikanische Privatsammlung.

Insgesamt konnte Grisebach dank bester Kauflaune im ersten Halbjahr 2021 24,3 Millionen Euro erzielen.

* Alle Ergebnisse inkl. Aufgeld

Quelle: © Villa Grisebach Auktionen GmbH

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