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Äußert seltene Meissener Teekanne

Meissener Famille verte Teekanne mit K.P.M.-Marke, um 1722/25

Lempertz hat diesmal wegen mehrerer bedeutender Privatsammlungen einen Spezialkatalog Porzellan und Keramik herausgegeben – insbesondere wegen der Sammlungen Hiemisch und der in den vorangegangen drei Auktionen sehr erfolgreich versteigerten Porzellane von Renate und Tono Dreßen. Die Sammlungen Hiemisch und Dreßen Teil 4 sind insbesondere wegen der Fülle hervorragend bemalter Meissener Porzellanobjekte aus der Epoche nach dem Siebenjährigen Krieg, also nach 1763, herausragend.

Aus weiteren europäischen Sammlungen stammen frühe Meissenporzellane, Objekte der Kaiserlichen Manufaktur in Wien und aus Sèvres. Highlight der Auktion ist eine äußerst seltene, hochbedeutende, 1725 datierte Meissener Famille verte Teekanne mit K.P.M.-Marke, eines von drei bekannten Exemplaren aus der Zeit 1722 – 25 (Lot 1034, € 200/250.000).

Der Kunstgewerbekatalog präsentiert auch fast 200 Silberobjekte. Highlight sind vier silberne Tafelleuchter für Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen für den täglichen Gebrauch (Lot 515, € 80/100.000); ferner Kunstkammerstücke, Möbel und seltene Sammlerstücke. Erwähnenswert ist insbesondere das Jean Claude Duplessis zugeschriebene imposante große Paar Wandleuchter, Paris, um 1750 – 60, H 79,5 cm (Lot 819, € 60/80.000).

Das Schmuck-Angebot umfasst 271 Positionen und ist traditionell chronologisch aufgebaut. Den antiken Steinschnitten mit Gemmen und Kameen folgt der historische Schmuck. Einer der Höhepunkte ist eine granulierte Feingold-Parure im Stil von Castellani, 1990 von der römischen Goldschmiede Porro nach Wünschen des Sammlers angefertigt und mit den zwei Hälften eines über 100-karätigen Smaragds gefasst, den er von seinen Reisen mitgebracht hatte (Lot 177, € 25/35 000). Aus dem Kölner Familienbesitz von François Kramer, der Mitte des 19. Jh. in Paris als Hofjuwelier der französischen Kaiserin Eugenie Karriere machte, stammt ein hochkarätiger Armreif mit kolumbianischen Smaragden und Diamanten, der im Originaletui angeboten wird (Lot 77, € 20/25.000).

Ein besonderer Schwerpunkt der Auktion ist das reiche Angebot an Künstlerschmuck. Darunter zwei äußerst seltene Beispiele des deutschen Expressionismus: im Werkverzeichnis von Wietek aufgeführte Broschen aus getriebenem Silberblech, die Karl Schmidt-Rottluff 1910/11 für die befreundete Oldenburger Künstlerin Emma Ritter schuf, aus deren Nachlass sie stammen (Lots 104/105, € 6/8.000 & 4/6.000).

Die berühmte Kölner Goldschmiedin Elisabeth Treskow fertigte 1971 für ihre Schwester einen Halsschmuck mit Granulation und reichem Farbsteinbesatz, der sich bis heute im Besitz der Familie befand und im Kölner Katalog publiziert ist (Lot 110, € 8/10.000). Des weiteren sind Friedrich Becker, Fritz Deutsch, Gebrüder Hemmerle, Marianne & Peter Heyden, Georg Hornemann, Otto Jakob, Arnaldo Pomodoro und Albert Sous mit mehreren Arbeiten vertreten.

Hochkarätiges bietet die Abteilung Schmuck nach 1945. Stellvertretend seien genannt: Ein loser Diamantsolitär 5,34 ct im Alt-Schliff (Lot 215, € 25/30.000) und eine Frankfurter Clipbrosche, üppig gefasst mit Diamant-Baguettes und mit drei natürlichen Burma-Rubinen (Lot 220, € 10/15.000).

Lempertz Auktion 1183_Schmuck
18. Nov. 2021, ab 15.00 Uhr, Köln

Lempertz Auktion 1184_Kunstgewerbe
19. Nov., ab 16.00 Uhr, Köln

Vorbesichtigung
Köln, 12. bis 18. Nov.

Kataloge online / Live-Auktion
http://www.lempertz.com/kataloge.html

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1183: Schmuck
Auktion 1184: Kunstgewerbe, Porzellan und Keramik

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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