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Hochbedeutendes Gemälde von Murillo

Bartolomé Esteban Murillo, Rosenkranzmadonna, um 1645/50

Lempertz versteigert in seiner Auktion Alte Meister in Köln ein hoch-bedeutendes Meisterwerk von Bartolomé Esteban Murillo: Die „Rosenkranzmadonna“ aus dem Kloster Carmen Calzado in Sevilla.

Lempertz freut sich, ein zentrales Werk der spanischen Barockmalerei für die kommende Auktion Alte Meister am 21. Mai ankündigen zu können: die „Rosenkranzmadonna“ von Bartolomé Esteban Murillo, deren außerordentliche malerische Qualität und kunsthistorische Bedeutung lange verkannt wurde.

Bei dem Gemälde mit prominenter Provenienz handelt es sich um die viel bewunderte, signierte Erstversion der „Rosenkranzmadonna“, die Murillo für das Kloster der Karmeliter in seiner Heimatstadt Sevilla geschaffen hat. Das Gemälde verblieb bis 1810 im Kloster, bevor es über einen Händler in den Besitz des englischen Sammlers Sir William Eden, Baronet of Auckland und Maryland, gelangte. Über mehrere Generationen hing es in Windlestone Hall, dem Stammsitz der Eden, wo es auch Anthony Eden, englischer Premierminister, gesehen haben wird. Entsprechend wird das Gemälde im angelsächsischen Sprachraum bis heute als „Eden Madonna“ bezeichnet.

Das Werk traf in Sevilla im Kloster, aber auch später in England auf Ausstellungen spanischer Kunst auf große Bewunderung. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts geriet seine Bedeutung in Vergessenheit, was auch dazu führte, dass es im Jahr 2008 unerkannt als bloße Werkstattreplik versteigert wurde. Dies hing maßgeblich damit zusammen, dass Ludwig Mayer, ein Spezialist für spanische Malerei, das Gemälde im frühen 20. Jahrhundert zunächst Murillo zuschrieb, um es später zu einer Werkstattkopie herunterzustufen. Mayer hielt fälschlicherweise die unsignierte Version im Palazzo Pitti in Florenz für die Erstfassung für das Kloster, was mittlerweile durch Archivfunde widerlegt ist.

Die Signatur auf dem Gemälde; die Provenienz, die sich über England bis nach Sevilla in das Kloster zurückverfolgen lässt; überdies die Ergebnisse moderner technologischer Pigmentanalysen sprechen dafür, dass es sich beim vorliegenden Gemälde um jenes eigenhändige Meisterwerk Murillos für das Kloster in Sevilla handelt, das um 1645/50 entstanden ist. Davon ist zumindest die jüngere Murillo-Forschung um Ignacio Cano (Museo de Bellas Artes de Sevilla) überzeugt. Für Murillo muss der Auftrag von großer Bedeutung gewesen sein, denn er hatte sich im Kloster mit keinem geringeren als Diego Velázquez zu messen, der dort mit zwei Werken vertreten war.

Lange Zeit befand sich diese „Rosenkranzmadonna“ Murillos in der Sammlung des Dirigenten und Pianisten José Iturbi. Es wurde mit dessen Nachlass im Jahr 2008 in Los Angeles versteigert und gelangte in eine mexikanische Privatsammlung. Nun kommt es als bedeutendes eigenhändiges Werk Bartolomé Esteban Murillos, einem führenden Vertreter des Goldenen Zeitalters der spanischen Malerei, in der Auktion Alter Meister bei Lempertz zum Aufruf, mit einem Schätzpreis von 1.000.000 – 1.500.000 EUR.

Lempertz Auktion 1197__Alte Kunst
21. Mai 2022, ab 11.00 Uhr, Lempertz Köln

Vorbesichtigung
Köln, 14. – 20. Mai

Katalog online / Live-Auktion

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1197: Alte Kunst und 19. Jahrhundert

www.lempertz.com/de/auktionskataloge.html

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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