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Baselitz: Motivumkehr und Fingermalerei – Mit „Waldweg“ kommt zeitgenössische Museumskunst in die Auktion

Georg Baselitz, Waldweg, 1974. Öl auf Leinwand, 190 x 97 cm. Schätzpreis: € 700.000 - 900.000

München, 12. Mai 2022 (KK) – Zeitgenössische Museumskunst kommt mit Georg Baselitz „Waldweg“ bei Ketterer Kunst in der diesjährigen Juni-Auktion im Rahmen des Evening Sales am 10. Juni um 17:30 Uhr in München zum Aufruf. Der Schätzpreis liegt bei € 700.000 - 900.000.

Die große, schlank gestreckte Leinwand vermittelt das Gefühl des schmalen Waldwegs. Das Werk entstand 1974 in Forst an der Weinstraße und gehört zur Serie der berühmten „Fingermalereien“, die äußerst rar sind und deshalb Spitzenpreise auf dem internationalen Auktionsmarkt erzielen. Das zutiefst deutsche Motiv eines Birkenwegs ist auch durch seine Motivumkehr kunsthistorisch von großer Bedeutung.

„Georg Baselitz schafft mit seinen Werken in den 60er und 70er Jahren einen neuen Weg für die gegenständliche Kunst, ihre malerische Kraft zu entfalten. Seine Waldmotive, zumal wenn sie auf dem Kopf stehen, haben Baselitz weltbekannt gemacht. Sie setzen nämlich einen Kontrapunkt zu amerikanischer Pop Art und französisch verwurzeltem Informell“, erklärt Dr. Sebastian Neusser, Kunsthistoriker und Director bei Ketterer Kunst. „Mit der Distanzierung vom Motiv schafft Georg Baselitz eine neue Form der Abstraktion, bei der das Sujet aber nicht verloren geht.“
Die inhaltliche Distanzierung geht bei „Waldweg“ einher mit der körperlichen Annäherung des Künstlers an die Malerei. Baselitz taucht hier seine Hände direkt in die Farbe und bringt das Bild mit Hilfe der Finger auf die Leinwand. Nichts soll zwischen dem Künstler und dem Werk stehen, nicht einmal der Pinsel. Eine frühe Fingermalerei wurde 1972 auf der Documenta V ausgestellt und fand überwältigende Resonanz („Fingermalerei-Birken“).

Georg Baselitz wurde als Hans-Georg Kern 1938 in Deutschbaselitz geboren. Er gilt heute als einer der größten deutschen Maler, Bildhauer und Grafiker und lebt in Salzburg. Als er im Jahre 1969 mit „Der Wald auf dem Kopf“ erstmals ein Bildmotiv auf der Leinwand um 180 Grad dreht, wird dies von vielen zeittypisch als künstlerische Provokation verstanden. Das Werk hat heute einen prominenten Platz im Museum Ludwig in Köln. Sechs Werke aus den späten 60er Jahre hat Baselitz dem Metropolitan Museum of Modern Art in New York geschenkt, die das Museum 2021 in einer Einzelausstellung „Georg Baselitz. Pivotal Turn“ präsentiert hat. Das Centre Pompidou in Paris hatte Baselitz von Oktober 2021 bis März 2022 eine umfassende Retrospektive gewidmet.

Georg Baselitz Meisterwerk ist in bester Gesellschaft in der kommenden Juni-Auktion. Im Bereich der KUNST NACH 1945 bestechen u.a. Gerhard Richters „Abstraktes Bild 665-4“ (Taxe: € 600.000-800.000), Cindy Shermans Fotografie “Untitled #282” (Taxe: € 450.000-550.000), Pierre Soulages “Peinture 54 x 73 cm, 26 septembre 1981” (Taxe: € 400.000-600.000) sowie Andy Warhols Farbserigrafie „Goethe“ (Taxe: € 180.000-240.000). Hochkarätiges ist u.a. auch von Horst Antes, Stephan Balkenhol, Eduardo Chillida, Katharina Grosse, Rudolf Hausner, Konrad Klapheck, Ernst Wilhelm Nay und Steven Perrino vertreten.

Die KLASSISCHEN MODERNE bietet spannende Werke wie z.B. von Emil Nolde, unter anderem das Ölgemälde „Rittersporn und Silberpappeln“ (Taxe: € 500.000-700.000), Max Beckmanns „Holländischer Radfahrerweg“ (Taxe: € 300.000-400.000) und André Derains „Arbres aux environs de Martigues“ (Taxe: € 100.000-150.000). Weitere wichtige Künstlernamen in dieser Abteilung sind Lovis Corinth, Karl Hofer, Käthe Kollwitz, Wilhelm Lehmbruck, Max Liebermann, Gabriele Münter, Pablo Picasso, Josef Scharl und Renée Sintenis.

Besondere Werke aus „DIE MALER DER BRÜCKE – SAMMLUNG HERMANN GERLINGER“ sind Erich Heckels „Kinder“ (Taxe: € 600.000-800.000), Max Pechsteins Ölgemälde „In der Hängematte“ (Taxe: € 300.000-400.000) und Ernst Ludwig Kirchners „Wintermondnacht“ (Taxe: € 250.000-350.000), sowie weitere Werke der Brücke Künstler.
Vorbesichtigung
18./19. Mai Galerie B. Knaus, Frankfurt
21.-23. Mai Ketterer Kunst, Düsseldorf
25./26. Mai Galerie Herold, Hamburg
28. Mai- 2. Juni Ketterer Kunst, Berlin
04.-10. Juni Ketterer Kunst, München

Auktion in München
10. Juni
Kunst nach 1945 / Contemporary Art / Evening Sale /
Sammlung Hermann Gerlinger
11. Juni
Kunst des 19. Jahrhunderts / Klassische Moderne


Ketterer Kunst (www.kettererkunst.de und www.ketterer-internet-auktion.de) mit Sitz in München und Dependancen in Hamburg, Berlin und Düsseldorf sowie einem weltweiten Netz an Repräsentanten u.a. in den USA und Brasilien wurde 1954 gegründet. Der Fokus des Auktionshauses liegt auf Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts sowie Wertvollen Büchern. In seinem Marktsegment ist Ketterer Kunst die Nummer 1 nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Europäischen Union. Ketterer Kunst ist Spezialist für deutsche Kunst, aber auch für zahlreiche internationale Künstler, die in Europa stark nachgefragt und bei Ketterer Kunst Rekordpreise erzielen. Laut Jahresbilanz 2021 der artprice database ist Ketterer Kunst einziges und umsatzstärkstes Familienunternehmen in den weltweiten Top 15.

Kundeninformation:

Ketterer Kunst
Joseph-Wild-Str. 18
81829 München
Tel. +49-(0)55244-0
Fax: +49-(0)55244-177
E-Mail: infomuenchen@kettererkunst.de


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Quelle: © Ketterer Kunst Auktionen

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