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Gropius & Meyer und KPM an der Spitze

Vase mit zwei Berliner Ansichten, KPM Berlin, um 1837

Lempertz Berlin hat neben den seit vielen Jahren sehr erfolgreichen Preußen-Auktionen ein neues Format präsentiert: Berlin Salon. Angeboten wurden hochwertigste Designobjekte, Inkunabeln des modernen Möbelbaus. Die Auktionen von Anfang Mai haben insgesamt sehr erfreuliche € 1 Mio. Euro eingespielt.

Als Highlight ragte das museale, komplette und original erhaltene Herrenzimmer von Walter Gropius und Adolf Meyer heraus. Dieses Unikat wurde 1923 in den Bauhaus-Werkstätten produziert. Das einzige Möbelensemble der Epoche, das sich nicht in Museumsbesitz befindet ist von einem deutschen Privatsammler für € 113.000 erworben worden. Das Lot beinhaltete auch den Briefwechsel von Gropius/Meyer mit dem Auftraggeber, Georg Hanstein, und die Pläne der einzelnen Objekte im Maßstab 1:1 (Lot 300, € 100/150.000). Sehr erfolgreich war auch ein musealer Sessel von Patriz Huber aus dem Jahr 1901, der von € € 6/9.000 bis auf € 25.000 hochgetrieben wurde.

In der Preußen-Auktion, die 297 Lots umfasste, darunter den ersten Teil der Sammlung der 2017 verstorbenen Kunsthistorikerin Dr. Annedore Müller-Hofstede, wurde Lot 56 zum Höhepunkt dieser Sammlung: Fünf Teile eines Services mit Dresdner Gemäldekopien sprang von € 6/8.000 bis auf € 27.500 (Lot 56).

Ein weiteres Highlight der Auktion wurde eine KPM-Vase mit zwei Berliner Ansichten aus dem Jahr 1837, die von € 22/25.000 von einem deutschen Sammler bis auf € 66.000 getrieben wurde (Lot 180).

Aus den zahlreichen Objekten der Bestellungen Friedrichs II. für seine Hofhaltung ragte mit € 47.500 ein Leuchterpaar aus dem "Neuen Silbernen Service" heraus, das Friedrich II. nach Beendigung des Zweiten Schlesischen Krieges bei Lieberkühn in Auftrag gab. Das Service, das später noch zahlreiche Ergänzungen erfuhr, umfasste ursprünglich 50 bis 60 Gedecke, wobei jedem Platz an der Tafel einer der kleinen, einflammigen Leuchter zugeordnet war. (Lot 7, € 38/40.000).

Prachtvolle Einzelstücke stammten aus der Regierungszeit Friedrich Wilhelms III. Ein Reifkronleuchter mit Prismenbehang aus der Holzbronzefabrik Carl August Mencke, um 1825 – 35 nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel stieg auf € 37.500 (Lot 163, € 20/30.000) und eine zweiseitig mit Mythologien bemalte publizierte Vase der KPM Berlin von 1815 – 16 erzielte € 30.000 (Lot 139, € 20/25.000). Von Schinkel wurde ebenfalls eine „Sammlung von Dekorationen auf den beiden Kgl. Theatern zu Berlin“ aufgerufen. Von den in zwei Leinenkassetten aufbewahrten 32 losen Blätter waren 28 koloriert; sie stiegen von € 17/20.000 bis auf € 34.000 (Lot 134).

Bei den Gemälden reüssierte ein Porträt König Friedrich Wilhelm II. von Preußen von Johann Heinrich Schröder mit € 24.000 (Lot 109, € 8/12.000). € 25.000 spielte ein unvollendetes Portrait der Kronprinzessin Luise von Preußen, der späteren Königin Luise, von Johann Friedrich August Tischbein ein (Lot 111, € 20/25.000).

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1193: Preußen - Berlin Salon

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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