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Schönes aus dem Schaezlerpalais – Kunstobjekte aus der Sammlung Gutmann

Zwei Sake-Flaschen, Meissen, um 1730

Historische Sake-Flaschen aus Meißen, kostbare Altmeister-Gemälde, Sammlungen, die Geschichten erzählen und Erschwingliches für YOUNG COLLECTOR’S: Mit besonders vielfältigen Kunstobjekten in allen Sparten lädt NEUMEISTER am 29. Juni 2022 zur Sommerauktion ein. Insgesamt kommen rund 500 Lots zum Aufruf. „Jedes für sich eine gute Investition. Gerade in Zeiten hoher Inflationsraten empfiehlt es sich, in wertbeständige Kunst zu investieren“, so Katrin Stoll, Geschäftsführende Gesellschafterin bei NEUMEISTER. Neugierig geworden? Hier ein Vorgeschmack!

Schönes aus dem Schaezlerpalais – Kunstobjekte aus der Sammlung Gutmann aus der Augsburger Karl und Magdalene Haberstock Stiftung

Dass neben materiellen, auch inhaltliche Wert zählen, zeigen zehn restituierte Kunstobjekte aus der berühmten Gutmann-Sammlung, die sich bislang im Augsburger Schaezlerpalais befanden. Der Bankier Eugen Gutmann (1840– 1925) gründete 1872 die Dresdner Bank, die unter seiner Führung schnell zu einer der größten deutschen Geldinstitute aufstieg. Eugen Gutmann war ein bedeutender Kunstsammler, dessen Interesse vornehmlich deutscher Gold- und Silberschmiedearbeiten des 16./ 17. Jahrhunderts galt. Nach seinem Tod erbte sein Sohn Friedrich (Fritz) dessen berühmte Kunstsammlung und brachte sie in sein Anwesennach Heemstede, Holland. Nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht im Sommer 1940 wurden Fritz Gutmann und seine Ehefrau wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt, verloren ihr Vermögen und waren gezwungen, die Sammlung des Vaters sowie ihre eigenen Kunstgegenstände zu verkaufen. Ab 1941 bereitete das Ehepaar Gutmann seine Flucht vor. 1942 übergab Fritz Gutmann seine Sammlung den Kunsthändlern Karl Haberstock und Julius Böhler in Kommission. Die Sammlung wurde daraufhin nach München gebracht. Das Ehepaar Gutmann wurde 1943 deportiert und kam 1944 in Theresienstadt bzw. Auschwitz ums Leben.

Erst in den vergangenen Jahren konnte ein Teil der Provenienzen geklärt und nach Restitutionsverhandlungen zu Beginn der 2000 Jahre ein Teil der Kunstgegenstände an die Erben zurückgegeben werden. Nach aufwändigen Recherchen konnten nun die hier in dieser Auktion angebotenen Kunstgegenstände als eindeutig aus dem ehemaligen Besitz Fritz Gutmanns identifiziert und eine faire und gerechte Lösung mit den Gutmann-Erben im Sinne der Washingtoner Prinzipien vom Dezember 19981 getroffen werden.

Highlights aus der Sammlung Gutmann sind ein Paar Sake-Flaschen (Lot 21, Schätzpreis 20.000 – 25.000 EUR), Meissen, um 1730 mit buntem Kakiemondekor in Eisenrot, Blau, Seladongrün und Gold. Vergleichbare Stücke befinden sich in der Dresdner Porzellansammlung. Besondere Erwähnung verdienen auch ein paar Gewürzschälchen, Meissen, um 1745 ( Lot 23 Schätzpreis 1.800 – 2.000 EUR), runde Korbschalen mit Sulkowski-Flechtwerk auf Volutenfüßen mit buntem Kakiemondekor mit Reisstrohgarben. Ein Paar Meissener Koppchen, um 1735/1739 (Lot 22 Schätzpreis 1.400 – 1.800 EUR), zeigen auf seegrünem Fond ausgesparte, goldgerahmte Kartuschen mit Kakiemondekor und blauer und roter Wachtel. Beeindruckend aus derselben Sammlung ist ein, um 1800 gefertigter, Mahagoni- Damenschreibtisch, Nachfolge David Roentgen (Lot 131 Schätzpreis EUR 6.000 – 8.000) mit dreiteiligem Aufsatz, Jalousieverschluss und Galeriebekrönung.

In der Sparte des Kunsthandwerks ist eine französische Portaluhr mit Zentralsekunde, Louis -XVI, um 1785, (Benoît) Giraud (Lot 141 Schätzpreis 4.000 – 5.000 EUR) besonders erwähnenswert. Sammler gotischer Skulpturen dürften begeistert von einer Hl. Barbara, die wohl in Salzburg um 1480 entstanden ist und hinsichtlich Komposition, Faltenschema und Kopftypus mit einer Mondsichelmadonna gleicher Größe im Londoner Victoria & Albert Museum so eng verwandt zu sein scheint, dass man eine Zusammengehörigkeit beider Skulpturen annimmt (Lot 112 Schätzpreis 28.000 – 32.000 EUR). Stilistisch verwandt ist sie weiteren nach Salzburg zu lokalisierenden Heiligenfiguren der Zeit um 1480, so den weiblichen Heiligen der Pfarrkirche in Fridolfing, einer Mondsichelmadonna im Kunstmuseum Magdeburg sowie einer hl. Katharina im Bayerischen Nationalmuseum München.

Aus dem Besitz des Bankiers und Orientkenners Arthur von Gwinner (1856 – 1931) stammen Maurische Majolika-Fliesen (Lot 4 Schätzpreis 7.000 – 8.000 EUR), Teil einer dreiteiligen Kaminumrandung aus der Alhambra Granada. Der Dekor, der im 15./16 Jh., während der ausklingenden Nasriden-Dynastie, in Cuenca-Technik erstellten Fliesen, zeigt verschiedene Rankenmuster in Grün, Blau, Ocker und Mangan auf weißem Grund.

Von historischem Interesse dürfte die, um 1875 entstandene Prunkplatte „Char de la Ville“ von KPM Berlin sein (Lot 12 Schätzpreis 4.500 – 4.800 EUR), dessen Spiegel von Karl Grünwedel (1815 – 1895) mit der Darstellung des „Historischen Festzug der Maria Leszczynska aus Polen, Gemahlin des französischen Königs Ludwig XV“ bemalt wurde. Karl Grünwedel und die Firma Hannes & Wieninger lieferten seit ca. 1868 Porzellanmalereien für die Ausstattung der Schlösser (Herrenchiemsee und Linderhof) König Ludwigs II.

Für Liebhaber erlesener Textilien dürfte eine besonders schöne Tapisserie (Lot 145), gefertigt in Flandern im 16.Jh., mit bildfüllenden ineinander verschlungenen Blattranken und Blüten sowie eingestreuten Vögeln sein, die mit 20.000 – 24.000 EUR geschätzt wird.

Besonders groß ist diesmal das Angebot Ostasiatischer Kunst, vorwiegend Porzellan, das seit jeher in Europa sehr „angesagt“ ist. Historische Deckelvasen, Schalen, Platten und Teller warten darauf, von neuen Besitzern ins Herz geschlossen zu werden. Erwähnenswert sind acht Porzellanfiguren, „Daoistische Unsterbliche“ (Lot 84 Schätzpreis 1.800 – 2.000 EUR), China, Qing, um 1800, bemalt mit bunten Schmelzfarben in Stil der famille rose. Ein dreiteiliges Porzellan-Set mit exzellenter Provenienz, aus der Hever Castle Collection - Sammlung Dr. Ignazio Vok, bestehend aus einer Kumme und zwei Tellern (Lot 73 Schätzpreis 3.500 – 4.000 EUR), China, Qing, Kangxi, beeindruckt mit Powder-blue-Glasur und Golddekor sowie ausgesparten Reserven mit buntem Schmelzfarbendekor mit Blumenstauden, diversen Vögeln bzw. Tieren, Landschaften, Fischen und Glückssymbole.

Die Sommerauktion hält eine besonders schöne und vielfältige Offerte an Vasen bereit. Besonders erwähnenswert eine farblose Opalglas-Vase mit schwarzem Überfang und geätztem Dekor, entworfen von Josef Hoffmann, um 1912 für Joh. Loetz Wwe., Klostermühle (Lot 44 Schätzpreis 4.000 – 6.000 EUR). Sammler von Murano-Glas wird Ercole Baroviers Entwurf der „Laguna Gemmata“ Vase von 1935/36 aus farblosem, dickwandigem Glas mit Pulvereinschmelzungen in Blau (Lot 55 Schätzpreis 4.000-6.000 EUR) faszinieren.

Im Bereich der Angewandten Kunst des 20. Jahrunderts sind ein Paar Sessel „PK 20“, 1968 von Poul Kjaerholm entworfen, von Fritz Hansen in den 1970er Jahren ausgeführt, hervorzuheben (Lot 62 Schätzpreis 8.000 – 10.000 EUR). Die auf dem verchromten Stahlgestell monogrammierten Freischwinger laden Design-Fans mit braunem Lederbezug und Nackenrolle zum Entspannen ein.

Ein Höhepunkt in der Sparte der Altmeister-Gemälde ist ein Werk des Niederländers Pieter de Ring, einem Schüler des berühmten Stilllebenmalers Jan Davidsz. de Heem, der für besonders „appetitliche“ Kunstwerke bekannt ist. Sein Stilleben mit Hummer und Austern (Lot 284), das statt mit einer klassischen Signatur mit seinem charakteristischen Goldring mit pyramidal geschliffenem Diamanten gekennzeichnet und in der Datenbank des RKD in Den Haag mit der Abbildungsnummer 37472 dokumentiert ist, ist mit 20.000 – 25.000 EUR taxiert. Ein Highlight für Liebhaber spätgotischer Malerei ist sicherlich das Werk „Die Hll. Wolfgang und Jakobus der Ältere“ (Lot Schätzpreis 25.000 – 30.000 EUR), das von einem unbekannten Meister im beginnenden 16. Jahrhundert am Oberrhein geschaffen wurde.

Von Sebastian Rechenauer dem Älteren werden aus einer süddeutschen Privatsammlung vier Gemälde mit Darstellung der „Vier Jahreszeiten“ (Lot 308 Schätzpreis 15.000 – 18.000 EUR) angeboten. Fresken und Altarbilder des Künstlers, der vorwiegend mit seinen sakralen Werken im Inntal, südlich von Rosenheim, Bekanntheit erlangte, finden sich beispielsweise in den Kirchen St. Martin in Flintsbach oder Mariae Himmelfahrt in Brannenburg. Hier beeindruckt Rechenauer mit einem profanen Sujet.

Wie schön und spannend man sich seinerzeit ein Bild von der Welt machte, zeigen in der Sommerauktion zwei prächtige Atlanten (Lot 248 Schätzpreis 15.000 – 20.000 EUR und Lot 249 Schätzpreis 30.000 – 35.000 ), die Ende des 17. Jahrhunderts in Paris von Alexis-Hubert Jaillot und Pierre Mortier, den fähigsten Meistern ihrer Zeit erstellt worden sind, darunter auch der teuerste See-Atlas, der im 17. Jahrhundert in Amsterdam hergestellt wurde. Lange schlummerten diese Schätze in einer österreichischen Schlossbibliothek. Die prächtig ausgestatteten Folianten mit bester Provenienz sind wie geschaffen, um sich in eine andere Welt zu träumen.

Italien-Sehnsucht wird seit jeher bei NEUMEISTER über die Kunst geweckt. Und auch die Gemälde der Sommerauktion werden die Herzen italophiler Kunstliebhaber höherschlagen lassen. Ein Schwerpunkt: Venedig. Die Lagunenstadt ist mit hochklassigen Werken venezianischer Malerei vertreten, allen voran „Die Auffindung des Mosesknaben“ (Lot 276), die in der Werkstatt Paolo Caliaris, gen. Veronese entstand und mit EUR 20.000 – 30.000 taxiert ist. Freunde antiker Mythologie wird die Federzeichnung „Nessos und Deïaneira“ von Giovanni Domenico Tiepolo ansprechen (Lot 259 Schätzpreis 10.000 – 12.000 EUR), der das Hauptaugenmerk auf die bewegte Darstellung des vor Kraft strotzenden Nessos legt, welcher die sich heftig wehrende Deïaneira zu entführen versucht. Mit großer Begeisterung hat sich Ludwig (Louis) Mecklenburg venezianischen Motiven zugewandt. Sein stimmungsvolles, 1849 datiertes Gemälde (Lot 323 Schätzpreis 12.000 – 15.000 EUR) zeigt den Blick auf den Bacino mit Santa Maria della Salute im Abendlicht – ein echter Serenissima-Klassiker.

Heinrich Bürkel steuert zum italienischen Themenfeld eine charakteristische, heiter erzählerische „Campagnalandschaft mit ziehenden Landleuten“ bei (Lot 320 Schätzpreis 10.000 – 15.000 EUR). Johann Georg von Dillis ein Motiv aus dem Botanischen Garten in Palermo (Lot 264 Schätzpreis 500 – 600 EUR), wohl um 1817 während einer Italienreise des Künstlers im Gefolge von Kronprinz Ludwig von Bayern entstanden, die ihn über Rom und Neapel auch nach Sizilien führen sollte.

Gewohnt stark vertreten ist die Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. So werden Werke von Albrecht Adam, mit einem Bildnis eines österreichischen Offiziers zu Pferde (Lot 315 Schätzpreis 12.000 – 15.000 EUR), ), Wilhelm Trübner mit einer dramatischen „Gigantenschlacht“ (Lot 392 Schätzpreis 10.000 – 15.00 EUR) und Friedrich Voltz, dem bedeutendsten Tiermaler seiner Zeit, mit einem Hirten und seiner Herde am Ufer des Starnberger Sees bei aufziehendem Gewitter (Lot 358 Schätzpreis 5.000 – 7.000 EUR) aufgerufen. Hohe Erwartungen gelten dem Gemälde „Der Brautschmuck“ von Ferdinand Max Bredt (Lot 394 Schätzpreis 15.000 – 20.000 EUR), seit 1880 Schüler von Wilhelm Lindenschmit d. J. an der Münchner Akademie. Inspiriert durch Reisen nach Griechenland, in das Osmanische Reich, nach Italien und Tunesien, schuf der Künstler bevorzugt Frauendarstellungen in orientalischen Szenerien, mit denen er seine größten Erfolge verbuchen konnte.

NEUMEISTER möchte Neueinsteiger ermutigen, erschwingliche Kunst zu finden und bei Auktionen ein Objekt der Begierde zu erwerben. Unter dem Label YOUNG COLLECTOR’S werden in der Sommerauktion im Bereich der Klassischen Moderne und Contemporary Art Druckgraphiken vorwiegend französischer Künstler, wie Georges Braque, Henri Matisse, Pablo Picasso u.a. angeboten. Erwähnenswert sind hier zwei Lots mit jeweils zwei Farbserigraphien aus der Mappe „Octal“ von Victor Vasarely (Lot 516 und 517) aus dem Jahr 1972, die mit moderaten EUR 800 – 1.200 geschätzt sind.

Zu den Highlights des druckgrafischen Portfolios der Auktion zählt Henri Matisse Farbige Aquatintaradierung „Espagnole à la mantille“ (Lot 542 Schätzpreis 10.000 – 20.000 EUR) von 1925, nach dem Gemälde „Espagnole“, die in einer Auflage von insgesamt nur 200 Exemplaren vorliegt. Hohe Erwartungen gelten Pablo Picassos farbigem Linolschnitt „La Dame à la Collerette“ (Lot 550) von 1963, der Jaqueline, die zweite und letzte Ehefrau des Künstlers zeigt. Die, in einem von nur 50 Exemplaren vorliegende Graphik, ist mit geschätzten 3.000 – 4.000 EUR eine gute Wertanlage. Aus der Mappe „Hommage à Picasso“ mit 68 Graphiken in verschiedenen Techniken stammt Cy Twomblys Farboffsetlithografie von 1973 (Lot 525), für die 4.000 – 6.000 EUR erwartet werden.

Highlights und gute Investitionen mit teils enormen Steigerungsraten im Bereich der Zeitgenössischen Kunst sind Werke von Georg Herold und Walter Pichler (Lot 520 Schätzpreis 1.500 – 2.000 EUR). Georg Herold zeigt, wie man mit Dachlatten und Kaviar Kunst machen kann. Mit einem in der Auktion zum Aufruf gelangenden, signierten und nummerierten Objekt aus dem Jahr 1986/87 aus verschraubten Holzlatten, stellt der Künstler den Kunstbetrieb sarkastisch in Frage (Lot 523 Schätzpreis 3.000 – 4.000 EUR). Werke von Gerhard Richter, einem der bedeutendsten Künstler des 20./21. Jhs. dürfen in der Auktion nicht fehlen: Mit den beiden Lichtdrucken „Schattenbild I“ (Lot 512) und „Schattenbild II“ (Lot 513), nach den gleichnamigen Ölbildern von 1968, werden für jeweils 6.000 – 8.000 EUR interessante Graphiken für den jungen Sammler angeboten.

Das rhythmische Wechselspiel zwischen den weiblichen Aktfiguren und die Bewegung ihrer ineinander verschlungenen Hände ist das zentrale Element der Komposition des Werkes „Moonlight“ des lettischen Künstlers Normunds Braslins (Lot 524), das mit 4.000 – 6.000 Euro taxiert ist. Im von Dr. Eva Karcher kuratierten Auktionsspecial FLORA ruft NEUMEISTER blühende Gegenwartskunst in üppiger Vielfalt auf. Von Interesse für junge Sammler dürften hier auch die Werke von Vera Mercer, Mauro Bergonzoli, Hubertus Hamm, Hans-Jörg Mayer und Judith Milberg sein.

Die Schmuckofferte der Sommerauktion hält eine Vielzahl von Glanzstücken parat. Hohe Erwartungen gelten einem Anhänger in Form eines Segelschiffes, der um 1850 von einem englischen Goldschmied aus einem Bergkristall, zarten Golddrähten und 36 barocken Naturperlen gefertigt wurde (Lot 158 Schätzpreis 12.800 – 15.000 EUR). Ein weiteres handwerkliches Meisterstück ist ein goldenes Zigarettenetui mit graviertem Flechtmuster und Saphiren von Van Cleef & Arpels aus den 1920/30er Jahren (Lot 246 Schätzpreis 7.500 – 9.000 EUR). In guter Auswahl stehen Cocktailringe in sommerlichen Farben zur Verfügung. Besonders fasziniert ein Alliancering, verziert mit einem tief himbeerfarbenen burmesischen Sternrubin im Cabochonschliff und Brillanten (Lot 226 Schätzpreis 7.000 – 10.000 EUR).

Ein Anhänger mit der Darstellung des Heiligen Michaels im Kampf mit dem Teufel, wohl Augsburg um 1610, nach einer Vorlage von Daniel Mignot, besticht durch seine handwerklich aufwändige Ausführung in mehrfarbigem Email, einem Rubin und kleinen Perlen (Lot 146 Schätzpreis 7.000 – 9.000 EUR). Anhänger mit figürlichen Motiven in architekturähnlichen Schweifwerkrahmen kamen im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts in Mode und blieben bis in die beiden ersten Dezennien des 17. Jahrhunderts präsent. Vergleichbare Anhänger befinden sich im British Museum in London. Ein Must have ist auch das historische Smaragd-Diamanten Collier (Lot 187 Schätzpreis 4.400- – 5.500 EUR). Es wurde in den 1930/1940er Jahren in England gefertigt. Mit 14 Diamanten im Altschliff, etwa 100 winzigen Diamanten sowie kolumbianischen Smaragdperlen in tiefer, sattgrüner Farbqualität wurde dieses Collier gerne zur Cocktail-Stunde getragen. Nun wartet es auf seinen nächsten großen Auftritt, vielleicht ja tatsächlich bei der nächsten Sommerparty. Schöner kann Geld kaum „angelegt“ werden.

Schmuckstücke mit Opalen, die aufgrund ihres feurigen Farbspieles seit jeher faszinieren, sind höchst selten geworden, da in den beiden letzten Jahrzehnten das Opalvorkommen und deren Förderung, vorwiegend in Australien um die Hälfte zurückgegangen ist. In der Sommerauktion bietet sich aber nun die Gelegenheit, besonders schöne und seltene Exemplare zu erwerben. Besonders erwähnenswert ist hier ein, auch als Brosche zu tragender Anhänger (Lot 156) mit einem Schwarzopal in ovalem Cabochonschliff und einem Brillant, der mit 4.000 – 5.000 EUR taxiert wird. Hohe Erwartungen gelten, auch aufgrund seiner fürstlichen Provenienz, einer Brosche in Form eines Drachens (Lot 206 Schätzpreis 5.000-6.000 EUR) von Andreas von Zadora-Gerlof, New York, mit zahlreichen Brillanten und drei Rubinen.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 405: Sommerauktion

Quelle: © Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

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