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Auktionen 169/170

Martin Kippenberger

AUKTION 169:

Am Anfang der zweitägigen Versteigerung steht eine Sammlung alter Reiseliteratur mit Reiseberichten - überwiegend vom 15.-18. Jahrhundert - sowie Atlanten. Einer der umfangreichsten jemals erschienenen Atlanten kam aus dem Amsterdamer Verlag des J. Blaeu. In den Jahren 1649-55 erschien die große sechsbändige Ausgabe des „Theatrum Orbis Terrarum“ mit insgesamt 406 kolorierten Kupferstichkarten (Taxe € 75.000).

Die in insgesamt 220 Katalognummern angebotene Reisebibliothek enthält viele seltene Werke aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Ein Schwerpunkt der in den Berichten beschriebenen Länder liegt im Nahen und Fernen Osten. Einige Beispiele deutscher Reisebücher aus dem 17. Jahrhundert sollen zur Verdeutlichung dienen:
Breuning von Buchenbach „Orientalische Reiß“, 1612 (€ 1800); O. F. von der Gröben „Orientalische Reisebeschreibung“, 1694 (€ 2000); H. Megiser „Beschreibung der Insul Madagascar“, 1609 (€ 1500); A. Olearius „Beschreibung der neuen orientalischen Reise“, 1647 (€ 2000); W. Schouten „Ostindische Reise“, 1676 (€ 900); J. J. Struys „Denkwürdige Reisen“, 1678 (€ 1800); J. C. Wagner „Beschreibung der Königreiche Ungarn, Türkei und China“, 3 Bde in 2, 1684-89 (€ 9000). Aus der Reihe der Ostindischen Reisen von J.Th. und J. L. de Bry aus den Jahren 1598-1613 werden insgesamt 7 Bände angeboten. Außerdem mehrere Ausgaben der Beschreibungen von Afrika, Amerika und Asien von O. Dapper. Ein umfangreicher Bestand von 83 Teilbänden der „Bibliothek der neuesten Reisebeschreibungen“ aus den Jahren 1800 bis 1811 ist auf 5000 € geschätzt. Über China gibt es die beiden Prachtwerke von A. Kircher „China monumentis“ aus dem Jahr 1667 (€ 2500) und das vierbändige Werk von J.B. Du Halde „Déscription géographique de la Chine“, Paris 1735 (€ 8000).

Ein prachtvolles Ansichtenwerk aus dem 19. Jahrhundert sei abschließend genannt: Der Niederländer Abram Salm veröffentlichte 1872 in 24 großformatigen farbigen Lithographien die von ihm gezeichneten Landschaftsansichten der indonesischen Insel Java (€ 12.000).

Die mit Kupferstichen illustrierten naturwissenschaftlichen Werke von Maria Sybilla Merian faszinieren seit Anfang des 18. Jahrhunderts. Sie hat auf eigene Kosten Reisen bis nach Suriname unternommen und vor Ort Insekten und Blumen studiert. Angeboten wird ihre niederländische Ausgabe des Werkes über die europäischen Insekten, wobei in dieser Ausgabe die 184 Kupferstiche noch unzerschnitten in Gruppen auf Folioblättern arrangiert sind (€ 10.000). Ein vollständiges und schön erhaltenes Exemplar des Pflanzenwerkes von Abraham Munting aus dem Jahr 1696 dürfte sicherlich das Interesse der Bieter wecken (€ 6000). Munting hat selbst die Zeichnungen der Pflanzen angefertigt, viele davon im botanischen Garten in Groningen, der von seinem Vater gegründet worden war.

In der Abteilung Geschichte soll das Augenmerk auf zwei Titel gelenkt werden: Die Geschichte der geistlichen und weltlichen Orden ist in dem Werk von Hippolyt Helyot dargestellt. Angeboten wird die vollständige deutsche Ausgabe in 8 Bänden mit 812 Kupfertafeln. Das aus adligem Vorbesitz stammende Exemplar zeichnet sich durch die sorgfältige und detailreiche Kolorierung der Kupfer aus (€ 6000). Der Jesuit Athanasius Kircher hat sich zeitlebens mit vielen Themen beschäftigt und zahlreiche reich illustrierte und dadurch heute noch sehr gefragte Werke veröffentlicht. Ein Sammelband enthält sein Werk über die Arche Noah und den Turmbau zu Babel mit eindrucksvollen Kupferstichen. Dargestellt sind die Konstruktionsphasen der Arche und der innere Aufbau der Arche (€ 5000).

Wir kommen nun zum ältesten Stück des Auktionsangebotes: Mitte des 13. Jahrhunderts entstand eine auf dünnem Pergament geschriebene Bibel im Taschenformat von ca. 17 x 12 cm. Paris war zu der Zeit das Zentrum der Herstellung derartiger Bibeln. Der Lehrbetrieb an der Sorbonne hatte zu einer Vereinheitlichung der lateinischen Vulgata mit standardisierten Kapitelzählungen geführt. Durch die Schrift in einer nur wenige Millimeter hohen Minuskel, der sogenannten Perlschrift, und der Benutzung von hauchdünnem Pergament war es möglich, kleine handliche Bibeln als Studienausgaben zu produzieren. Das vorliegende Manuskript stammt, ebenso wie eine Gruppe von Stundenbüchern und illuminierter Handschriften, aus dem Nachlass eines Sammlers, der Venator & Hanstein zur Versteigerung anvertraut wurde. Das Interesse des Sammlers galt neben Handschriften auch Drucken des 15. und 16. Jahrhunderts, von denen in der Versteigerung eine große Anzahl angeboten werden können.

Ein lateinisches Stundenbuch, das um 1400 wohl in Nordfrankreich entstanden ist, besticht durch seine qualitätvolle und ungewöhnliche Miniaturenausstattung (€ 12.000). Es folgen dann drei weitere bis zum Ende des 15. Jahrhunderts entstandene Stundenbücher.
Herausragend ist ein Psalterium für die Dominikanerinnen von St. Katharina in Nürnberg, das um 1500 entstanden ist (€ 20.000). Ebenfalls aus Nürnberg stammt ein mit 1624 datierter Psalter, der vom Schreibmeister Caspar Mannich verfertigt wurde. Bemerkenswert sind hier die in feinster Mikrografie geschriebenen Psalmentexte (€ 5000).

Insgesamt können in der Auktion in 148 Katalognummern gedruckte Bücher aus dem 15. und 16. Jahrhundert angeboten werden. Außergewöhnlich umfangreich ist das Angebot von Werken, die in Kölner Druckereien entstanden sind, dabei seltene Stücke, die weltweit nur in wenigen Exemplaren überliefert sind. Einige besondere Ausgaben sollen genannt werden:
Von Jacobus von Voragine und teils ihm zugeschrieben, erfreute sich über Jahrhundert im Mittelalter das Leben der Heiligen. In der Versteigerung können zwei Drucke des Werkes angeboten werden. Eine mit 285 Holzschnitten illustrierte niederdeutsche Ausgabe ist in Lübeck 1507 erschienen (€ 18.000), eine lateinische Ausgabe 1483 in Venedig (€ 3000).

Einer der ersten Bibliophilen und einer der großen italienischen Dichter des Mittelalters war Francesco Petrarca. Im Angebot ist eine Sammlung seiner „Canzoniere e Trionfi“, gedruckt 1474 in Padua, die weltweit nur in etwa 20 Exemplaren überliefert ist (€ 20.000). Ein Sammelband mit Werken von Petrarca und Boccaccio in deutschsprachiger, mit Holzschnitten illustrierten Ausgabe ist 1541 in Augsburg erschienen (€ 3000).

Ein weiterer berühmter Bücherfreund war Kaiser Maximilian I. Das von ihm in Auftrag gegebene Werk über die Abenteuer des Ritters Tewrdannckhs, welches seine eigene Brautfahrt zu Maria von Burgund im Stil alter Heldensagen erzählt, ist mit 118 Holzschnitten illustriert. Als Besonderheit ist zu bemerken, dass das hier angebotene Exemplar ehemals aus der Sammlung des Bibliophilen von Nostitz stammt (€ 10.000).

Ein in Augsburg 1507 erschienener Passionstraktat von Ulrich Pinder ist mit 77 Holzschnitten von Hans Schäufelein, Hans Baldung Grien und Hans Süß von Kulmbach illustriert (€ 15.000).
Ein bereits 1474 in Augsburg gedrucktes deutschsprachiges Plenarium, das die Evangelientexte und Episteln enthält, ist mit 56 Holzschnitten ausgestattet. Es gilt als eines der am reichsten illustrierten Bücher aus der Frühdruckzeit. Der Band stammt aus der Bibliothek von Otto Schäfer, Schweinfurt, und war von diesem bei dem Antiquar H.P. Kraus in New York erworben worden.

Im Folgenden können zwei weitere berühmte Bücher angeboten werden, nämlich ein sehr gut erhaltenes Exemplar des Turnierbuches von G. Rüxner in der 1532 erschienenen Ausgabe (€ 8000) und ein komplettes Exemplar der Weltchronik des Hartmann Schedel in der deutschsprachigen Ausgabe in altem Einband (€ 35.000).

Als letztes Werk aus dieser Abteilung sei auf einen Nürnberger Druck von 1510 hingewiesen. Es handelt sich um ein Missale für Reisende, das unter dem Titel „Vade mecum“ veröffentlicht wurde. Anfangs war es im Besitz von Wilhelm IV. Graf von Henneberg und wurde für ihn fantasievoll illuminiert; zuletzt war der Band Bestandteil der berühmten Sammlung von Estelle Doheny und wurde dort von unserem Einlieferer 1988 ersteigert(€ 10.000).

In der Abteilung mit Angeboten alter Kunstliteratur ragen hervor: Der „Liber veritatis“ von Richard Earlom nach den Bildern Claude Lorraines in einem fast kompletten Exemplar aus der Bibliothek der Familie Speck von Sternburg, mit deren Namenszug auf dem Deckel. In insgesamt 21 Heften erschien in den Jahren 1770-87 ein Werk über Gartenarchitektur von George Louis Le Rouge. Enthalten sind insgesamt fast 500 Kupferstiche mit Plänen von Gärten aller bedeutenden Residenzen Mitteleuropas. Das Werk avancierte zu einem Standardwerk und Musterbuch für Adlige und Gartenarchitekten. Komplette Exemplare haben sich nur wenige erhalten. In dem hier angebotenen Exemplar fehlen in einem Heft lediglich 12 Seiten Text (€ 25.000).

Höhepunkte der Altmeistergraphik sind Albrecht Dürers um 1513 entstandener Kupferstich „Das Schweißtuch, von zwei Engeln gehalten“ (€ 8000) und Rembrandts Radierung „Nackte Frau im Freien mit den Füssen im Wasser“ (€ 9000) in prachtvollem Abdruck aus der Sammlung König Friedrich Augusts II. von Sachsen. Von Rembrandts werden noch vier weitere Radierungen angeboten, darunter die „Heilige Familie mit Katze und Schlange“ (€ 3000).

Unter den insgesamt 11 angebotenen Holzschnitten und Kupferstichen von Albrecht Dürer seien der schöne Frühdruck des Kupferstichs „Pilatus wäscht sich die Hände“ (€ 3500) aus der kleinen Kupferstichpassion von 1512 sowie der sehr gut erhaltene Holzschnitt der „Flucht nach Ägypten“ aus derTextausgabe von 1511 des Marienlebens (€ 3500) erwähnt.

Auch die Kleinmeister sind wieder vertreten, beispielsweise mit Heinrich Aldegrevers Kupferstichen „Adam mit Ziege“ und „Eva mit Bär“ (€ 1600) und dem Kupferstich „Die Jungfrau mit dem Totenkopf“ (€ 900), eine anonyme Kopie nach Barthel Beham mit dem Monogramm Hans Sebald Behams, welche die Sammlerstempel der Herzöge von Arenberg, das Grafen Yorck von Wartenburg und Dr. Albert W. Blums trägt.

Ergänzt wird das Angebot der Altmeistergraphik unter anderem durch Jacques Callots große Radierung „La foire de l'impruneta (La grande Foire de Florence), première planche“ (€ 4000) aus dem Jahr1620, der schönen Folge „Die Tugenden“ (€ 3000) in 8 Blatt Kupferstichen von Antonius Eisenhoit sowie Stefano della Bellas Radierung „Nymphe, einen großen Hund am Halsband haltend“ (€ 1500), in einem frühen Abdruck mit Flächenton.

Im Bereich der Künstlergraphiken des 18. Jahrhunderts kommen unter anderem die Radierung „La Terrasse“ (€ 2000) von Antonio Canal, gen. Canaletto sowie Giovanni Domenico Tiepolos um 1750 entstandene Radierung „Die heilige Familie auf der Flucht überquert den See“ (€ 2000) zum Aufruf.
Mit Jean François Millets Radierung „La Cardeuse“ (€ 2000) von 1855/56, welche aus dem Vorbesitz von G. Alfred Barrion, Henri-Jean Thomas und Henri Marie Petiet stammt, wird das Angebot der Graphik des 19. Jahrhundert abgerundet.


AUKTION 170:

Das Angebot der Auktion 170 umfasst in 626 Losen Druckgraphiken, Papierarbeiten, Mappenwerke, Multiples und Kleinbronzen vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

Einen ersten Höhepunkt der Graphik der klassischen Moderne stellt der 1912 in kleiner Auflage erschienene Holzschnitt "Frauenkopf III" (Schätzpreis € 9000) von Emil Nolde dar. Von Lyonel Feininger kommen mit den beiden Graphiken "Fröhliche Schiffsreise" (€ 4500) von 1919 und "Gelmeroda" (€ 3000) von 1923 ebenfalls zwei früh entstandene Holzschnitte zum Aufruf.
Für Erich Heckels Holzschnitt "Zwei Sitzende am Strand" aus dem Jahr 1923 werden € 5000 erwartet.
Neben den Druckgraphiken werden auch Zeichnungen der klassischen Moderne angeboten, darunter ein "Stehender massiger Geiger" (€ 3000), 1910 von Ernst Barlach in Kohle und Tusche ausgeführt, sowie von George Grosz eine Vignette zu Daudet "Die Abenteuer des Herrn Tartarin von Tarascon" (€ 5000) in Tusche.

Von Käthe Kollwitz können in 27 Losnummern Druckgraphiken, darunter die Holzschnitte "Schlafende mit Kind" (€ 4000) und "Tod mit Frau im Schoß" (€ 3000) sowie zahlreiche Werke aus den Folgen "Ein Weberaufstand" und "Bauernkrieg" offeriert werden.

Von Pablo Picasso kommt die Lithographie "Centaure et Bacchante" (€ 6000) zum Aufruf und von Joan Miró die Farbaquatinta "Les Forestiers (gris)" von 1958 (€ 5000) sowie die Farblithographie "Series I - Red and Green" (€ 3500).

Eduard Bargheers Aquarell von 1944 zeigt den "Blick auf Florenz" (€ 3000) während die 1955 entstandene, bekannte Farblithographie von Otto Dix den Blick auf die "Hofkirche in Dresden" (€ 3500) gewährt.

Einige Landschaften und Ansichten finden sich auch unter den 26 Losnummern mit Zeichnungen und Druckgraphiken von Horst Janssen, darunter die schöne, in Tusche, Aquarell und Deckweiß ausgeführte Zeichnung "Verspricht Besserung (nach Guardi)" (€ 2000) vom 29.6.81.

Höhepunkte der Kunst der 1970er Jahre stellen Michelangelo Pistolettos Serigraphie auf einem Stahlspiegel "Colomba" (€ 12.000) von 1974 dar sowie aus dem gleichen Jahr eine einmalige Sammlung von eigenhändigen Briefen, Umschlägen, Postkarten, Illustrationen und Skizzen sowie (Foto-)Collagen von Martin Kippenberger (€ 60.000). Die umfangreiche Dokumentation beleuchtet eine frühe, bisher kaum bekannte Phase im Leben Kippenbergers, der bis Mitte der 70er Jahre an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg studierte, bevor er nach Florenz zog. Der Stil der Briefe ist überwiegend flüchtig, assoziativ und teils unzusammenhängend - ähnlich Tagebucheinträgen; die Skizzen und Zeichnungen sind meist als Cartoons ausgeführt, mit Ironie, Wortwitz und Bezügen zu seiner Lebenssituation.

Ein weiteres Highlight ist das Mappenwerk "Kinderstern" von 1989 mit 22 Blatt Graphiken verschiedener Künstler (€ 45.000). Das Portfolio entstand nach einer Idee und auf Initiative von Michael Domberger unter der Schirmherrschaft von Carl Herzog von Württemberg und dem damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth. Der Erlös aus dem Verkauf der 100 Exemplare - etwa zwei Millionen DM - wurde dem Förderkreis krebskranker Kinder zur Verfügung gestellt. Die Mappe enthält unter anderem Arbeiten von Keith Haring, Max Bill, Christo, Jörg Immendorff, Imi Knoebel, Sol LeWitt, Heinz Mack, Sigmar Polke, Pierre Soulages und Günther Uecker.

Weitere interessante Mappenwerke stellen "Surtsey" (€ 6000) von Dieter Roth mit 18 Hyalographien, Günther Ueckers "Leibbeschreibung eines Nagels" (€ 2500),eine Folge von Titelblatt und 8 Zinkographien mit Prägedruck, sowie HAP Grieshabers "Polnischer Kreuzweg" (€ 3000) mit 14 Blatt Farbholzschnitten auf Japan dar. Von Erté kommt die komplette Folge "Das Alphabet" (€ 6000) zum Aufruf.

Neben einem Exemplar der "Schweizer Alpen A2" (€ 15.000) kann von Gerhard Richter mit "Neun Objekte" (€ 10.000) ebenfalls ein Mappenwerk angeboten werden.
Sigmar Polke sticht mit der auf Keilrahmen aufgezogenen Farbserigraphie über Kunstleder "Sauberes Auto - Gute Laune" (€ 22.000), einer Zeichnung aus den späten 1960er Jahren (€ 8000) und einem überarbeiteten Cromalin "Ohne Titel (Obelisk Paris)" (€ 6000) hervor.

Weitere Höhepunkte sind zwei Farbserigraphien von Andy Warhol: "Cologne Cathedral" (€ 20.000) mit Diamantstaub und "Paloma Picasso" (€ 8000) ausder Mappe "America's Hommage à Picasso".

Unter den zeitgenössischen Werken ist der in kleiner Auflage von 14 Exemplaren im Jahr 2003 entstandene Holzschnitt "Gelber Enzian (Zinnober)" (€ 7000) von Franz Gertsch eine weitere Besonderheit.

Neben den Graphiken, Papierarbeiten und Mappenwerken ergänzen zahlreiche Plastiken unser Angebot, darunter die Bronzen "Surrealistischer Engel" und "Le Minotaure (Minotaurus)" von Salvador Dali (jeweils € 4500), ein Bronzerelief von Max Ernst (€ 2000) und ein Bronze-Torso von Günter Ferdinand Ris (€ 2000).
Eine kybernetische Skulptur von Wen-Ying Tsai (€ 3000) und Silikon-Lichtobjekte von Werner Bauer (400-800) runden das Angebot der plastischen Werke ab.

Am Ende der zweitägigen Versteigerung werden moderne illustrierte Bücher, moderne Kunstliteratur und Mappenwerke aufgerufen. Einige besondere Stücke sollen hier genannt werden:

Ein komplettes und einheitlich in Pergament gebundenes Exemplar der Zeitschrift Genius war früher in der Sammlung Hans L. Merkle. Die nur drei Jahre lang von 1919-21 erschienene Zeitschrift enthält insgesamt 16 Originalgraphiken (€ 3000).
Der Buchbinder Franz Weisse gehört zu den bedeutendsten deutschen Kunstbuchbindern der Frühzeit neben Ignatz Wiemeler und Otto Dorfner. Ein blindgeprägter weißer Schweinslederband für einen Hundertdruck mit Text von N. Lenau aus dem Jahr ist mit € 2000 taxiert. Einbände von Franz Weisse sind im Handel selten aufzufinden, da ein Großteil seiner Arbeiten während einer Bombennacht in Hamburg im Zweiten Weltkrieg vernichtet wurde.
In insgesamt 9 Katalognummern werden Werke von Melchior Lechter und von ihm illustrierte Bücher angeboten.

Einen kritischen Blick auf Klassifizierungssysteme stellt das Werk "Classifying the thousand longest rivers in the world" des Graphiker und Objektkünstler Alighiero Boetti dar, das 1977 in Mailand nach siebenjähriger Forschungsarbeit in limitierter Auflage veröffentlicht wurde (€ 12.000). Ein Jahr später erschien in St. Gallen eine von Jean Cassou herausgegeben Sammlung mit 21 Graphiken von Chagall, Max Ernst, Miró, Poliakoff in nur 115 Exemplaren (€ 8000).

Mit 12 Radierungen von David Hockney sind die Gedichte von A. Cavafy illustriert, die in London 1966-67 veröffentlicht wurden (€ 2000). Die Zusammenarbeit von Pablo Picasso mit A. Villers mündete in das Werk "Diurne" von 1962 mit 40 Kallotypien in einer Kassette (€ 6000).
Gegen Ende der Versteigerung werden Bücher und Kataloge von Gerhard Richter ausgerufen, dabei der berühmte Mönchengladbach-Katalog von 1974 "Graue Bilder" zum Schätzpreis von € 4500.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktionen 169/170 - Herbstauktionen 2022

www.venator-hanstein.de/kataloge/aktuelle-kataloge/

Quelle: © Venator & Hanstein

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