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ART FORUM BERLIN

ART FORUM BERLIN 2004 - Die Internationale Messe für Gegenwartskunst

vom 18.09.2004 bis 22.09.2004

ART FORUM BERLIN

Messedamm 22

DE-14055 Berlin

Telefon: +49 (0)30 3 038-2074

Telefax: +49 (0)30 3 038-2060

E-Mail: info@art-forum-berlin.de

URL: www.art-forum-berlin.de

Teilnehmer - Sonderausstellung "Made in Berlin" - AFB Talks - Programm:

Zum zweiten Mal findet das ART FORUM BERLIN an seinem Wunschstandort, in den eleganten Ermisch-Hallen direkt am Haupteingang Nord (Masurenallee) der Messe Berlin, statt. Pressestimmen aus dem Vorjahr:

"Ein Gewinn ist zudem der Umzug in die Hallen 18 – 20. Zu beiden Seiten der monumentalen Lobby aus den dreißiger Jahren erschließen sich die Galerien mit kurzen Wegen, vielen Querverbindungen." (Berliner Zeitung, 1.10.2003)

"Ein entscheidender Faktor zur Attraktivitätssteigerung war der Umzug des Art Forums letzten Herbst in die atmosphärisch und ästhetisch deutlich überzeugenderen Tageslichthallen im Zentrum der Messe." (Informationsdienst Kunst, 302, Mai 2004)

Rund 120 Galerien und Editeure aus 17 Ländern Europas, den USA, Israel und Australien kommen mit einer qualitativ hochwertigen Auswahl aktueller Arbeiten ihrer Künstler nach Berlin. Präsentiert werden Newcomer, von ihnen entdeckt und gefördert, sowie Protagonisten, die bereits anerkannt und am Markt bestätigt sind. Nach der formalen Konsolidierung im letzten Jahr erfolgt nun die inhaltliche. Mit einer konzisen Auswahl internationaler Galerien, die alle Spektren der aktuellen Kunstproduktion abdeckt, steht das 9. ART FORUM BERLIN vor einer spannenden und vielversprechenden neuen Ausgabe.

Die international besetzte Jury aus Kuratoren und Galeristen hat die vom Beirat des ART FORUM BERLIN im vergangenen Jahr begonnene und von der Messe Berlin GmbH als Veranstalter mitgetragene Neustrukturierung weiter vorangetrieben. Ihr gehörten in diesem Jahr die Galeristen Karin Günther (Galerie Karin Günther, Hamburg), Georg Kargl (Galerie Georg Kargl, Wien), Stella Lohaus (Stella Lohaus Gallery, Antwerpen) und Bob van Oursow (Galerie Bob van Oursow, Zürich) sowie die Kuratoren Yilmaz Dziewior
(Kunstverein Hamburg) und Sune Nordgren (The National Museum of Art, Oslo) an. Als Vertreterin des internationalen Galerienbeirats des ART FORUM BERLIN saß Patricia Asbaek (Galerie Asbaek, Kopenhagen) dem internationalen Zulassungsausschuss vor.

Der Anteil ausländischer Galerien ist in diesem Jahr gegenüber den Vorjahren leicht gesunken. Damit bestätigt das ART FORUM BERLIN den internationalen Trend zu Messen mit verstärkter lokaler Prägung. Besonders auffällig ist dies in London, Paris oder New York zu beobachten; Städte, die wie Berlin über starke Szenen vor Ort verfügen. In Berlin beträgt der Anteil internationaler Galerien trotzdem über 45 Prozent. Verschoben hat sich ebenfalls das Verhältnis von Alt- zu Neuausstellern. Mehr als 80 Prozent der Teilnehmer hat in den vergangenen Jahren, seit 1996, mindestens einmal am ART FORUM BERLIN teilgenommen. Eine so hohe Quote an Wiederkehrern konnte die noch junge internationale Messe für Gegenwartskunst noch nie verzeichnen. Unter den Galerien, die entweder seit Jahren zum ersten Mal oder nach einem oder mehr Jahren zum ART FORUM BERLIN wiederkommen, sind so prominente Galerien wie Patrick Painter (Santa Monica), Johnen und Schöttle (Köln/Berlin), Thaddaeus Ropac (Paris), die Hamburger Galerie Sfeir-Semler, Luis Campana (Köln ) oder Chelouche und Noga aus Tel Aviv. Besonders freuen kann man sich auf die hohe Zahl an Berliner Top-Galerien, die beim neunten ART FORUM BERLIN vertreten sind. Die hohe Dichte und den harten Konkurrenzkampf unter den lokalen Galerien belegen die 34 zugelassenen Berliner Aussteller. Damit stellt die Kunstmetropole das stärkste lokale Kontingent. Die nordischen Länder sind mit zehn Teilnehmern auch in diesem Jahr wieder am stärksten vertreten. Allein sieben Galerien sind aus den Niederlanden dabei, acht aus den USA. Slowenien ist in diesem Jahr mit zwei Positionen vertreten, Litauen, Polen und Ungarn mit jeweils einer Galerie. Die Teilnehmer in der Übersicht:
20.21 Galerie Edition, Essen | Adamski, Aachen | Mikael Andersen, Copenhagen | Anhava, Helsinki | Arndt & Partner, Berlin | Arnes y Röpke, Madrid/Cologne | ART AFFAIRS, Amsterdam | art agents, Hamburg | Asbaek, Copenhagen | Anita Beckers, Frankfurt/M. | Guido W. Baudach, Berlin | Bo Bjerggaard, Copenhagen | Bleich-Rossi, Graz | BOCHYNEK, Dusseldorf | Ellen de Bruijne, Amsterdam | Bugdahn und Kaimer, Dusseldorf | Buro Empty, Amsterdam | büro fur kunst, Dresden | Luis Campana, Cologne | carlier | gebauer, Berlin | Chelouche, Tel Aviv | Mehdi Chouakri, Berlin | CONTEMPORARY FINE ARTS, Berlin | Michael Cosar, Dusseldorf | CRONE, Berlin/Hamburg | Erika Deak, Budapest | Volker Diehl, Berlin | DÖRRIE PRIESS, Hamburg | Dogenhaus, Leipzig | EIGEN + ART, Berlin/Leipzig | Thomas Erben, New York | de Expeditie, Amsterdam | Fahnemann, Berlin | La Ferronnerie, Paris | Fiebach & Minninger, Cologne| Finesilver, San Antonio | Frank, Paris | c/o Atle Gerhardsen, Berlin | GIMM EIS, Copenhagen | griedervonputtkamer, Berlin | Haas & Fuchs, Berlin | Lisi Hämmerle, Bregenz | Reinhard Hauff, Stuttgart | Heinz Holtmann, Cologne | Daniel Hug, Los Angeles | I-20, New York | IBID Projects, Vilnius/London | Michael Janssen, Cologne | Rodolphe Janssen, Bruxelles | Johnen + Schöttle, Cologne/Berlin | Judin Belot, Zurich | Galleri K, Oslo | Kamm, Berlin | Georg Kargl, Vienna | KICKEN Berlin | Kirkhoff, Copenhagen | kleindienst, Leipzig | Martin Klosterfelde, Berlin | Koch und Kesslau, Berlin | Johann König, Berlin | Krobath Wimmer, Wien | Kuckei + Kuckei, Berlin | Stella Lohaus, Antwerp | Urs Meile, Luzern | Karlheinz Meyer, Karlsruhe | Meyer Riegger, Karlsruhe | Milliken, Stockholm | MKgalerie.nl, Rotterdam | müllerdechiara, Berlin | Christian Nagel, Cologne/Berlin | Michael Neff, Frankfurt/M. | NEU, Berlin | Noga, Tel Aviv | Giti Nourbakhsch, Berlin | Nordenhake, Berlin | ALEXANDER OCHS, Berlin/Beijing | Patrick Painter, Santa Monica | David Pestorius, Brisbane | Pierogi, Brooklyn | Gregor Podnar, Ljubljana | Produzentengalerie Hamburg, Hamburg | Thomas Rehbein, Cologne | rekord, Berlin | Rhodes + Mann, London | Markus Richter, Berlin | Roebling Hall, Brooklyn | Ronmandos, Rotterdam | Thaddaeus Ropac, Paris/Salzburg | Schipper & Krome, Berlin | Thomas Schulte, Berlin | Michael Schultz, Berlin | Schuster, Frankfurt/M./ Berlin | Senda, Barcelona | Sfeir-Semler, Hamburg | Sies + Hoke, Dusseldorf | Sima, Nurnberg | Skuc, Ljubljana | Sølvberget, Stavanger | Springer & Winckler, Berlin | Olaf Stüber, Berlin | Taik, Helsinki | Tanit, Munich | Barbara Thumm, Berlin | Tsatsis, Thessaloniki | Vedanta, Chicago | VOUS ETES ICI, Amsterdam | Klara Wallner, Berlin | Gitte Weise, Sydney | Barbara Weiss, Berlin | Brigitte Weiss, Zurich | Johann Widauer, Innsbruck | Barbara Wien, Berlin | Wohnmaschine, Berlin | Thomas Zander, Cologne | Zderzak, Krakow | Zink & Gegner, Munich | Zurcher, Paris | Zwinger, Berlin EDITIONEN / FINE ART PUBLISHERS: Borch Jensen, Berlin/Copenhagen | Bernhard Knaus, Mannheim | Multiple Box, Hamburg | Photography now, Berlin | TEXTE ZUR KUNST, Berlin

Eine kleine Vorschau
Eigen + Art Berlin/Leipzig kommt mit einer Mischung etablierter und junger Künstler zum 9. ART FORUM BERLIN. Der junge Leipziger Maler Matthias Weischer, der bis zu deren Auflösung zur Produzentengalerie Liga gehörte, wird jetzt von Gerd Harry Lybke vertreten. Man wird gespannt sein, wie sich seine Karriere im Konzert der Großen weiter entwickelt. Galerie Frank aus Paris bringt Charles Sandison, Shooting Star des letzten ART FORUM BERLIN, mit, während Judin Belot aus Zürich u.a. Arbeiten von Yang
Fudong (Shanghai), Ellen Cantor und Jonathan Monk zeigen wird. Arndt & Partner, Berlin, werden auf dem ART FORUM BERLIN ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Johann König (Berlin) zeigt eine Skulptur in Form eines Schiffsrumpfs von Andreas Zybach. Ausgangspunkt dafür ist ein unrealisiertes Projekt Le Corbusiers zum Thema "Architektur und Verkehr". Stella Lohaus stellt mit Dennis Tyfus und Gert Robijns zwei neue Positionen belgischer junger Kunst vor: Malerei und Skulptur vor dem Hintergrund surrealistischer Tradition, schwankend zwischen Comic-Strip, Traum und bitter-banalem Alltag. Finesilver aus San Antonio (Texas) lässt Joel Morrison (geb. 1976) eine Skulptur bauen, während die Berliner Produzentengalerie rekord mit einem Wechselkonzept des Kollektivs präsent sein wird. Michael Neff aus Frankfurt bringt Paola Pivi und ihre "Zebras im Schnee", eine großformatige Foto-Installation, mit nach Berlin.

ART FORUM BERLIN Talks 2004
Breitgefächert und vielfältig wie nie präsentiert sich das Programm der ART FORUM BERLIN Talks 2004. Zweimal täglich laden renommierte Künstler, Kuratoren, Sammler und Wissenschaftler aus aller Welt ihr Publikum zu lebhaften Diskussionen ein . Dabei dreht es sch um Themen wie "Kunststädte im Dialog: New York - Berlin", "Kunst und Literatur " und, - in Kooperation mit e-flux, "Publizieren ohne Grenzen: Neue Wege für Kunstmagazine". In der seit 2001 ausgerichteten Reihe "Europe United" wird in diesem Jahr die zeitgenössische Kunstszene Tschechiens im Spannungsfeld zwischen nationalen Ansprüchen und europäischer Kulturpolitik zur Diskussion gestellt. Moderiert wird diese Veranstaltung wie in den Vorjahren von Manfred Eichel, Chefkorrespondent Kultur des ZDF. Das ART FORUM BERLIN freut sich, dass diese Reihe dank der großzügigen Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn) und in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung nun seit vier Jahren bestehen kann. "Die Zukunft der Fotografie IV" rückt nach Berliner Positionen in den Vorjahren internationale Strömungen und Tendenzen in den Vordergrund. Die Kunst der afrikanischen Diaspora ist gekennzeichnet durch die vielfältigsten Strömungen und Verbindungen transatlantischer schwarzer Kulturen. Anlässlich der Ausstellung "Black Atlantic" im Haus der Kulturen der Welt findet auf dem ART FORUM BERLIN eine interdisziplinäre Podiumsdiskussion zum Thema statt. Der Kunstbetrieb der erweiterten Europäischen Union ist Thema einer weiteren Veranstaltung. Erfahrungen und Erwartungen von Protagonisten aus dem institutionellen und kommerziellen Bereich bilden die Grundlage der Auseinandersetzung: eine Gesprächsrunde zu non-profit-art-institutions in den neuen EU-Ländern und neue Wege im internationalen Austausch von Förderinstitutionen. Die Diskussion wird in Zusammenarbeit mit dem "Kulturjahr der Zehn" und dem AdKV – Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine veranstaltet und von der Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn) unterstützt.

Neu in diesem Jahr: Die Sonderausstellung MADE IN BERLIN
Das ART FORUM BERLIN zählt zu den wenigen Messen in Europa und Amerika, die sich ausschließlich mit der Kunst der unmittelbaren Gegenwart beschäftigen. Vor dem Hintergrund der äußerst lebendigen Kunstszene der deutschen Hauptstadt setzt die Veranstaltung folgerichtig auf Aktualität und Internationalität. Auf Empfehlung des Internationalen Galerienbeirats und angeregt durch Paul Maenz ermöglicht das ART FORUM BERLIN ausschließlich den teilnehmenden Galerien, einzelne ihrer Künstler in einem neuen, attraktiven Rahmen präsentiert zu sehen. Vom früheren Direktor der Hamburger Deichtorhallen, Zdenek Felix, kuratiert, wird die Schau auf rund 1100 Quadratmetern in einer eigens eingerichteten "Kunsthalle auf Zeit" gleich neben dem Galerieparcours, 42 Künstler vorstellen. Völlig unabhängig davon, welcher Nationalität die Autoren und Autorinnen der ausgewählten Werke angehören und welcher Medien sie sich bedienen, stehen diese für die Vielfalt der zeitgenössischen Kunstszene in Berlin. Nicht primär der lokale Bezug, sondern die Intensität und Bedeutung der Arbeit im Kontext des aktuellen Diskurses stehen dabei im Vordergrund. Nach "Made in Berlin" sollen in den folgenden Jahren die Szenen weiterer Kunstmetropolen vorgestellt werden.
Beteiligte Künstler:
Franz Ackermann - Meyer Riegger, Karlsruhe
Tim Ayres - Markus Richter, Berlin / VOUS ETES ICI, Amsterdam
Anne Berning - Kuckei + Kuckei, Berlin
John Bock - Martin Klosterfelde, Berlin
Niels Bonde - Asbaek, Copenhagen
Monica Bonvicini - Mehdi Chouakri, Berlin
Matti Braun - Schipper & Krome, Berlin
Andre Butzer - Patrick Painter, Santa Monica
Bjorn Dahlem - Luis Campana, Cologne
Yannick Demmerle - Arndt & Partner, Berlin
Hannah Dougherty - Klara Wallner, Berlin
William Engelen - MKgalerie.nl, Rotterdam
Valerie Favre - Wohnmaschine, Berlin
Friederike Feldmann - Barbara Weiss, Berlin
Nina Fischer / Maroan El Sani - Eigen + Art, Berlin/Leipzig
Anton Henning - Arndt & Partner, Berlin
Andreas Hofer - Guido W. Baudach, Berlin
Ola Kolehmainen - Anhava, Helsinki
Michael Kunze - Thomas Rehbein, Cologne
Thomas Locher - Reinhard Hauff, Stuttgart / Georg Kargl, Vienna
Hans-Jorg Mayer - Christian Nagel, Berlin/Cologne
Jonathan Meese - Contemporary Fine Arts, Berlin
Bjarne Melgaard - CRONE, Berlin/Hamburg
Isa Melsheimer - Barbara Wien, Berlin
John Miller - Johann Widauer, Innsbruck
Ryuji Miyamoto - KICKEN, Berlin
Manfred Pernice - NEU, Berlin
Daniel Pflumm - NEU, Berlin
Daniel Richter - Contemporary Fine Arts, Berlin
Gerwald Rockenschaub - Thaddaeus Ropac, Paris & Salzburg / Georg Kargl, Vienna / Mehdi Chouakri, Berlin
Aura Rosenberg - 20.21 Galerie, Essen
Bojan Sarcevic - carlier I gebauer, Berlin
Markus Selg - Christian Nagel, Berlin/Cologne
Katharina Sieverding - Thomas Schulte, Berlin
Florian Slotawa - Sies + Hoke, Dusseldorf
Annika Strom - c/o Atle Gerhardsen, Berlin
Wawrzyniec Tokarski - Karlheinz Meyer, Karlsruhe
Corinne Wasmuht - Meyer Riegger, Karlsruhe
Michael Wesely - Fahnemann, Berlin
Amelie von Wulffen - CRONE, Berlin/Hamburg
Ralf Ziervogel - Barbara Thumm, Berlin
Thomas Zipp - Guido W. Baudach, Berlin

MADE IN BERLIN - Der Kurator

Zdenek Felix, geb. 1938 in Tschechien, lebt in Berlin. Zdenek Felix studierte an der Karlsuniversität in Prag Philosophie, Geschichte und Ästhetik. Nach seiner Promotion arbeitete er zunächst als Redakteur einer Kunstzeitschrift und war anschließend als Assistent an der Kunsthalle Bern und dem Kunstmuseum Basel tätig. 1976 wurde er zum Ausstellungsleiter des Museums Folkwang in Essen berufen. 1986 wechselte Felix zum Kunstverein München, dem er als Direktor fünf Jahre vorstand. Von 1991 bis 2003 war er Direktor der Deichtorhallen in Hamburg. Zdenek Felix lebt seitdem als freier Kurator in Berlin. Seit 1977 organisierte Felix zahlreiche Ausstellungen mit zeitgenössischen Künstlern und zu Themen der Gegenwartskunst, z. B. Mario Merz (1979), "Wahrheit ist Arbeit" (1984), Andy Warhol (1993) oder Cindy Sherman (1995). Er veröffentlichte eine Vielzahl von Artikeln in Katalogen und Büchern zur Kunst der Gegenwart.

MADE IN BERLIN - Interview mit Zdenek Felix

MADE IN BERLIN unterscheidet sich in vieler Hinsicht von vergleichbaren Begleitausstellungen auf Kunstmessen. Welche sind für Sie die entscheidenden?

Zdenek Felix: Von vergleichbaren Ausstellungen wie art unlimited bei der art basel unterscheidet sich MADE IN BERLIN dadurch, dass sie ein Thema hat. Sie konzentriert sich auf Künstler, die in Berlin leben, ein Stipendium oder ein Atelier hier haben, in das sie immer wieder gerne zur Inspiration zurückkehren, und zum anderen dadurch, dass sie von einem unabhängigen Kurator betreut wird. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit eines konzentrierten Blicks auf die Berliner Kunstszene. Selbstverständlich muss hinzugefügt werden, dass diese Ausstellung keine Bestandsaufnahme der Berliner Kunst insgesamt sein will, sondern einen, quasi durch die Vorauswahl der Galerien, gefilterten Blick frei gibt. D.h., die Galerien schlagen Künstler vor, und der Kurator wählt daraus aus. MADE IN BERLIN wird anhand einer relativ beschränkten Anzahl von Positionen, 42 in unserem Fall, Auskunft darüber geben, was in Berlin in den letzten Jahren, vielleicht auch Monaten, geschehen ist und wie dieses Geschehen in der sehr lebhaften Galerieszene umgesetzt wurde.

Welche Trends sehen Sie? Berlin gilt ja als Stadt der Malerei, nicht nur in der letzten Zeit. Sehen Sie dies in Ihrer Auswahl bestätigt, oder hat die Szene dieser Stadt mehr zu bieten?

Zdenek Felix: Natürlich kann diese Ausstellung nicht die ganze Breite der in Berlin produzierten Kunst zeigen. Sie will aber die Vielfalt der Positionen widerspiegeln. Die Ausstellung will keineswegs bestätigen, dass in Berlin seit Jahrzehnten die Malerei vorherrscht. Sie will sich auch nicht auf ein Medium konzentrieren. MADE IN BERLIN wird die verschiedenen Pole in dieser Kunststadt aufzeigen: Auf der einen Seite die rationell und konzeptionell orientierten Positionen, die etwa Manfred Pernice oder Daniel Pflumm vertreten. Auf der anderen Seite die post-post expressive Position von Künstlern wie Andreas Hofer oder Jonathan Meese bis hin zu den Künstlern aus dem Umfeld der Galerie Christian Nagel, die in der letzten Zeit künstlerisch widerborstige Kunst produzieren, die aber auch für das Klima in der Stadt charakteristisch ist.

Welche Medien werden wir in MADE IN BERLIN sehen können, welche nicht?

Zdenek Felix: Alle Medien werden in der Ausstellung vertreten sein! Es wird neben Malerei und Fotografie installative Kunst geben, Videos werden gezeigt, Zwischenbereiche berücksichtigt, die sich nicht auf ein Medium beschränken. Im Vordergrund aber stehen die Qualität und die Aktualität.

Ihre Künstlerliste zeigt ja weit mehr auf als nur den Berliner Hype der letzten Monate. Die Liste erscheint ausgewogen. Wird Berlins Szene erwachsen?

Zdenek Felix: Auf jeden Fall wage ich zu sagen, dass die Ausstellung ein Spektrum repräsentiert, welches bis vor kurzem zumindest in den Berliner Institutionen nicht gezeigt wurde.

MADE IN BERLIN ist demnach mehr als nur eine Erweiterung und Verlängerung des ART FORUM BERLIN?

Zdenek Felix: Wir verstehen das Projekt als wirkliche Ausstellung, und sie soll sich mit musealen Ausstellungen messen lassen können. Mit ihrer Architektur, die so entworfen ist, dass sie den künstlerischen Entwürfen entgegenkommt, flexibel eingesetzt werden kann, könnte MADE IN BERLIN in einer offiziellen Institution gezeigt werden. Dadurch und durch die Liste der Künstler und Werke wird diese Schau Anlass zu einer Diskussion über den Umgang mit der heutigen Berliner Szene geben.

Also eine Kunsthalle durch die Hintertür?

Zdenek Felix: Gewissermaßen, ja. Wir zeigen mit dieser Ausstellung ein fehlendes Glied in dem Komplex der Informationen über das zeitgenössische Geschehen in Berlin und versuchen, diese Lücke zu füllen.

Sponsoren und Partner

Zum zweiten Mal kooperiert das ART FORUM BERLIN in diesem Jahr mit dem Grand Hyatt Berlin. Als ein Partner des ART FORUM BERLIN unterstützt das bekannte Kunsthotel am Potsdamer Platz das Collectors Program. Darüber hinaus macht das Fünf-Sterne-Haus allen Kunstinteressierten, die das 9. ART FORUM BERLIN besuchen wollen, ein spezielles Angebot mit Übernachtung (inkl. Frühstück), Eintritt zur Messe und Katalog. (www.berlin.grand.hyatt.de). Juniorpartner des ART FORUM BERLIN ist in diesem Jahr erstmals das Madison Hotel am Potsdamer Platz. Das diskret hinter einer funktionalen Fassade verborgene Designhotel unterstützt mit seinem Engagement ebenfalls das Collector’s Program und die ART FORUM BERLIN Talks, die täglich während der Messe im Herbst stattfinden. (www.madison-berlin.de)

ŠkodaAuto Deutschland ist wieder Partner für den VIP-Shuttle Service und stellt Wagen ihrer Flotte zur Verfügung. "Der komfortable Weg" zur Kunst ist auch in diesem Herbst in guten Händen. (www.skoda-auto.de)

Der unabdingbare ART FORUM BERLIN Katalog bietet praktische Informationen und Abbildungen zu allen Austellern. Als "Katalog im Katalog" beinhaltet er zudem ein 80-Seiten Special zur Ausstellung "MADE IN BERLIN" mit ganzseitigen Farbabbildungen zu allen Künstlern und Texten des Kurators Zdenek Felix sowie von Ludwig Seyfarth und April Elizabeth Lamm. Der Katalog erscheint Anfang September im Weltkunst-Verlag, München und ist im Buchhandel und direkt über das ART FORUM BERLIN zu beziehen.

ART FORUM BERLIN 2004 wird von einem hochkarätigen Ausstellungsprogramm voller Highlights begleitet: Am 21. September eröffnet die mit Spannung erwartete Friedrich Christian Flick Collection in Berlins Hamburger Bahnhof - Museum für Ggenwartskunst und den angrenzenden Rieck-Hallen mit der größten Ausstellung, die das Haus je ausgerichtet hat. Die Meisterwerke des "MoMA in Berlin" sind noch bis zum 19. September in der Neuen Nationalgalerie zu sehen, der Martin-Gropius-Bau erwartet Sie mit Einzelausstellungen von Sophie Calle und Francis Alÿs und die Deutsche Guggenheim Berlin zeigt "Robert Mapplethorpe and the Classical Tradition". Eine detaillierte Übersicht aller Ausstellungen in Berlin und Umgebung finden Sie unter dem Menüpunkt Rahmenprogramm bei http://www.art-forum-berlin.de

ART FORUM BERLIN 2003 - Die Internationale Messe für Gegenwartskunst - findet zum neunten Male vom 18. bis 22. September 2004 auf dem Berliner Messegelände statt. Die offizielle Eröffnung durch den Schirmherrn des ART FORUM BERLIN, Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, ist am Freitag, den 17. September 2004.

Weitere Informationen: www.art-forum-berlin.de

Weitere Infos:

Weitere Informationen http://www.art-forum-berlin.de oder:

info@art-forum-berlin.com
Ph: +49 - 30 - 3038 1834
Fax: +49 - 30 - 3038 1830

maier@messe-berlin.de
Ph: +49 - 30 - 3038 1836
Fax: +49 - 30 - 3038 1838


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