Die Kunst, online zu lesen.

Home



News

Gelungener Frühlingsauftakt

Francoise - Pablo Picasso

Hamburger Auktion von Ketterer Kunst
erzielte den Erlös von € 1,5 Millionen


Hamburg (kk) - Sehr zufrieden zeigte sich Robert Ketterer, Geschäftsführer von Ketterer Kunst, anlässlich seiner Versteigerung im Hamburger Meßberghof 1 am 18. März 2005. Die Auktion Alte und Moderne Kunst / Maritime Kunst, die den Erlös von rund € 1,5 Millionen einspielte, lockte nicht nur ein großes Publikum in den Saal, sondern sorgte mit rund 400 telefonisch und über 900 schriftlich bietenden Käufern für eine spannungsgeladene Atmosphäre. Insgesamt wurden circa 60 Prozent der fast 1300 Objekte verkauft.

„Es freut mich besonders, dass wir mit diesem Erlös sogar unser bisher bestes Ergebnis, das wir in diesem Segment mit Objekten bis € 50.000 erzielten, um rund € 100.000 übertreffen konnten.“, so der Firmenchef.

Der höchste Einzelzuschlag fiel in der Abteilung Moderne Kunst. Pablo Picassos „Françoise“ konnte ihre Schätzung von € 22.000-26.000 auf einen Erlös von € 32.800 steigern. Ein Sammlerpaar aus dem Rheinland gewann das heftige Bietgefecht gegen den Saal, drei schriftliche Aufträge und sechs weitere Telefonbieter.

Heiß umworben von gut einem Dutzend Interessenten war ein in den schönsten Frühlingsfarben leuchtendes „Weiße Narzissen“ von Karl Schmidt-Rottluff. Ein norddeutscher Geschäftsmann konnte sich schließlich bei einem Erlös von € 28.000 durchsetzen.

Friedrich Karl Gotsch erreicht um 1957 den Höhepunkt seines malerischen Schaffens, „der ihn in die vordere Reihe der deutschen Maler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stellt.“ (J.P. Hodin). Diese Tatsache, ebenso wie die kontrastreichen, ausdrucksstarken Komplementärfarben wusste wohl auch eine Sammlerin aus der Schweiz zu schätzen. Sie honorierte sein „Dänisches Fischermädchen“ (Schätzung: € 18.000-20.000), das eben in diesem Jahr entstand, mit einem Erlös von € 24.600.

Für erfreulich hohe Steigerungen sorgten neben Le Corbusiers „Divinité marine“ (Schätzung: € 4.000-6.000), für die ein westdeutscher Händler den Erlös von € 17.500 bereitstellte, zwei Werke von Arnulf Rainer. Während seine Ölkreide-Arbeit „O.T.“ (Schätzung: € 4.000-6.000) bis auf einen Erlös von € 12.900 kletterte und einem süddeutschen Händler zugesprochen wurde, konnte die in Gelb, Rot und Weiß gefertigte Arbeit „Ohne Titel“ (Schätzung: € 5.000-7.000) ihre Taxe mit dem Erlös von € 18.700 mehr als verdreifachen. Sie wanderte über den großen Teich nach Kalifornien.

In deutschen Landen verblieb Carl Hofers “Braunkohlebergbau bei Senftenberg”. Das Ölgemälde aus dem Jahr 1932 erbrachte den Erlös von € 16.400 und konnte damit seine Taxe verdoppeln.

Mehr als das Doppelte der Schätzung war auch einem Londoner Händler Salvador Dalís Portfolio “Alchimie des philosophes” von 1976 wert. Er gewährte den Erlös von € 14.000 und griff damit genauso tief in die Tasche wie ein Sammler aus Westdeutschland, der sich für Heimrad Prems um 1961 entstandene, unbetitelte Arbeit stark machte.

Ein Berliner Sammler versechsfachte die Schätzung von € 2.000 - 2.200 für Max Liebermanns “Stillleben mit Obst und Selbstporträt” auf € 13.500. Er ließ dabei neben dem Saal vier weitere Telefonbieter und fünf schriftlich bietende Konkurrenten hinter sich.

Mehr als das Dreifache seiner Schätzung von € 4.000-6.000 erforderte ein “Stillleben mit Früchten und Gläsern” von Alfred Justitz. Ein Sammler aus der Tschechischen Republik zeigte hier großen Einsatz und hob das Ölgemälde auf einen Erlös von € 12.900.

Das Angebot der Modernen Kunst wurde durch eine kleine Kollektion von 21 Radierungen von
Heinrich Vogeler, die sich großer Nachfrage erfreuten, abgerundet: Die Arbeiten wurden zu mehr als 90 Prozent und mit einem Gesamterlös von € 21.000 abgesetzt. Besonders beliebt waren zwei Werke, die passend zur Jahreszeit zum Aufruf kamen. Das Mappenwerk „An den Frühling“ erlöste € 6.200 und das Blatt mit dem Titel „Frühling“ € 3.500. Damit konnte letzteres seine Schätzung von € 1.600 mehr als verdoppeln.

Gut eingebettet in eine opulente Offerte von mehr als 200 Werken in der Abteilung Alte Kunst war eine Arbeit von Hans Frederik Gude. Seine „Norwegische Flusslandschaft“ verbuchte mit einem Erlös von € 28.000 den höchsten Einzelzuschlag in dieser Abteilung. Fünf telefonische Bieter wetteiferten mit dem Saal und dem Auktionsbuch, bis ein skandinavischer Händler die Schätzung mehr als verdreifachte und damit den Zuschlag davontrug.

Vervierfachen konnte ein Ölgemälde von Wilhelm Busch seine Schätzung von € 6.000-8.000. Die Unterhaltung eines Bauernpaars verleitete hier einen Galeristen zum Erlös von € 25.800.

Ebenfalls eine schöne Steigerung erfuhr das “Kircheninterieur mit zwei Kavalieren im Gespräch” (Taxe: € 8.000-10.000) von Johannes Bosboom mit dem Erlös von € 17.500. Hier überbot der holländische Handel nicht nur den Saal und einen schriftlichen Interessenten, sondern auch drei telefonisch gegenwärtige Kollegen.

Die Spannung im Auktionssaal steigerten neben Otto Dills Ölgemälde “Kutschen, Reiter und Fußgänger auf der Lichtentaler Allee (Baden-Baden)” (Schätzung: 8.000-10.000, Erlös: € 14.000), das das besondere Interesse eines süddeutschen Sammlers weckte, besonders zwei Arbeiten von Antonietta Brandeis. Um ihren “Blick auf San Marco, Venedig” und “Blick auf den Dogenpalast, Venedig” stritten jeweils gut ein halbes Dutzend Telefone mit dem gut gefüllten Auftragsbuch und dem Saal. Den Sieg trug schließlich ein norditalienischer Privatmann davon, der für diese malerischen Szenen € 9.900 respektive € 10.500 übrig hatte.

Die Liebhaber Maritimer Kunst sorgten bereits zu Beginn der Auktion für gute Stimmung. So bestätigte eine Neukundin aus der Schweiz mit einem Erlös von € 7.400 die Schätzung der ersten Nummer im Katalog. Sie orderte einen nach Iwan Konstant. Aiwasoffski entstandenen „Segler auf stürmischer See (Schwarzes Meer“).

Ein Unternehmer aus Norddeutschland zeigte sich bei zwei maritimen Glanzstücken erfolgreich. Er erwarb Jacob A. H. Böttgers „‘Caroline Amalie von Apenrade, geführt durch Capitän Otto Friedr. Drescher‘ vor Cuxhaven.“ für den Erlös von € 8.200 und Ange-Joseph Antoine Rouxs Aquarell mit der Katalognummer 32 für den Erlös von € 7.600.

Der Nachverkauf zur Auktion läuft bis einschließlich 15. April 2005. Weitere Informationen sind im Internet unter www.kettererkunst.de erhältlich oder auf telefonische Anfrage unter 040-374961-0.

Ketterer Kunst hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 als eines der wichtigsten Kunst- und Buchauktionshäuser etabliert. Dem Stammhaus im Münchener Prinz-Alfons-Palais kommt mit zwei jährlichen Auktionen Klassiker des XX. Jahrhunderts eine führende Rolle zu. Im Hamburger Meßberghof widmet man sich zwei Mal jährlich der Alten und Modernen Kunst/Maritimen Kunst. Außerdem kommen hier zweimal pro Jahr Wertvolle Bücher - Autographen - Manuskripte - Dekorative Graphik zum Aufruf. Vorträge und Benefizauktionen finden ebenfalls immer wieder statt.

Hamburg, den 21. März 2005


Für weitere Presseinformation oder Bildmaterial:

Ketterer Kunst Michaela Derra
Prinzregentenstraße 61
81675 München
Telefon: 089-55244-152
Fax: 089-55244-166
E-mail: m.derra@kettererkunst.de

Ansprechpartner für
Alte und Moderne Kunst / Maritime Kunst
Barbara Guarnieri Tel. 040-374961-28
Ruth Tenschert Tel. 040-374961-22
Fax: 040-374961-16
E-mail: infohamburg@kettererkunst.de



Diese Meldung sowie Bilder zum Download finden Sie auch unter http://www.kettererkunst.de/d/presse/presse-n-292.shtml

www.kettererkunst.de

Quelle: © Ketterer Kunst Auktionen

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an





Ketterer Kunst Auktionen

English Site Ketterer Kunst Auktionen

News

English Site News

Termine

English Site Termine







Copyright © '99-'2022
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum



Zum Seitenanfang Auktionen

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce