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Starkes Interesse für die Nachkriegs- und Zeitgenössische Kunst bei Grisebach

Günther Förg, Ohne Titel, 1987

Die Ergebnisse der Sommerauktionen in Berlin

Das teuerste Los der Auktion „Ausgewählte Werke“ kommt aus dem Bereich der modernen Kunst: August Mackes idyllische Szene „Mann auf Bank“ von 1913 ging zu einem Spitzenpreis von 1.105.000 EUR in eine norddeutsche Privatsammlung. Die expressionistischen „Sonnenflecken” von Max Pechstein wechselten für 500.000 EUR in eine süddeutsche Privatsammlung, während Max Beckmanns Gemälde - die kleinformatige Komposition „Hängematte“ - für reges Interesse aus dem In- und Ausland sorgte und von einem Bieter aus Süddeutschland erkämpft werden konnte (400.000 EUR). Lovis Corinths erotische „Maske im weißen Kleid“, ein Porträt seiner späteren Ehefrau Charlotte ging für 312.500 EUR in eine Berliner Privatsammlung.

Auffallend stark war das Interesse an Spitzenwerken aus dem Bereich Nachkriegs- und der Zeitgenössischen Kunst: ein hervorragendes Ergebnis konnte etwa mit den 550.000 EUR für Günther Förgs eindrucksvolle, 12-teilige Bleiarbeit „Ohne Titel“ von 1987 erzielt werden, die nach einem längeren Bietgefecht einem deutschen Sammler zugeschlagen wurde. Hans Hartungs herausragendes Werk „T 1985 – H 34“ von 1985 erfreute sich großer Beliebtheit und verdoppelte mit 287.500 EUR die untere Schätzung (Privatsammlung, Schweiz). Wertsteigerungen gab es auch für das charakteristische Gemälde „Gegen Abend I (Towards Evening I)“ von Per Kirkeby, welches für 275.000 EUR in eine süddeutsche Privatsammlung wechselte. Für Aufsehen sorgten die 237.500 EUR für Anselm Kiefers Collage „Jakobsleiter“ von 2003 (Privatsammlung, Norddeutschland) und die 193.750 EUR für Imi Knoebels Gemälde „Ohne Titel“ von 1984 – beide Werke verdoppelten die untere Schätzung. Gerhard Richters „War Cut II“ erzielte mit den 187.500 EUR einen Höchstpreis für die Vorzugsausgabe des Künstlerbuchs (Privatsammlung, Hessen). Diese Erfolgswelle zeigt, wie stark das Interesse und der Käufermarkt in der Nachkriegs- und Zeitgenössischen Kunst derzeit sind.

Einen erfolgreichen Auftakt bildete bereits die Versteigerung der Kunst des 19. Jahrhunderts: Besonders erfreulich war das rege Bietinteresse von öffentlichen Institutionen in dieser Auktion – elf aus der Folge von insgesamt vierzehn floralen Scherenschnitten von Philipp Otto Runge konnten von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erworben werden. Auf immenses Interesse stieß auch das berühmte Porträt der „schönen Münchnerin“ Helene Sedlmayr von Joseph Karl Stieler. Es ging zum Rekordpreis von 237.500 EUR an die Edith- Haberland-Wagner-Stiftung, München, die das Bild mit der Absicht erworben hat, es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und auszustellen (Schätzpreis EUR 80.000/120.000). Und auch das eindringliche, großformatige „Bildnis eines hessischen Bauernmädchens“ von Carl Bantzer vervielfachte seine Schätzung (EUR 35.000/45.000) und wurde für 118.750 EUR dem Frankfurter Städel Museum zugeschlagen.

Daniel von Schacky, Sprecher der Geschäftsführung und Partner:
„Ich freue mich über den starken Zuspruch im Bereich der Zeitgenössischen Kunst, er zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind und in Zukunft noch mehr Gewicht auf dieses Segment legen können.“

Der Umsatz für die erste Jahreshälfte beträgt 18 Millionen Euro.

Foto: Grisebach; © Hagemann

Veranstaltungen zum Bericht:
A 349 - Kunst des 19. Jahrhunderts
A 350 - Ausgewählte Werke

Quelle: © Villa Grisebach Auktionen GmbH

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