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Otto Dix, Leonie III, 1923

Otto Dix, Leonie III, 1923

Original-Farblithographie auf geripptem Büttenpapier. 47,3 x 37,2 cm (59,6 x 46,1 cm). Unter Glas gerahmt. Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert sowie unterhalb der Darstellung gewidmet 'Für die Kochschen Nov. 23'. Eines von insgesamt 65 Exemplaren beider bekannten Farbvarianten, die lt. Karsch etwa gleich häufig vorkommen. Verlegt bei Karl Nierendorf, Berlin. - Im ehemaligen Passepartout-Ausschnitt leicht gebräunt mit Lichtrand. Der breite Rand stellenweise mit kleineren, restaurierten Randmängeln.

Losnummer: 221


Karsch 58/III a

Provenance
Ehemals Süddeutsche Privatsammlung

Bei der vorliegenden Farblithographie handelt es sich um eines der berühmtesten Blätter aus dem graphischen Werk von Otto Dix. Das Bildnis "Leonie" entstand in drei Fassungen, wobei "Leonie III" hier in der Farbvariante mit 2 Steinen in Dunkelgrün und Karminrot gedruckt ist. Die andere Variante der dritten Fassung bereichert die Darstellung noch um einen gelbgrünen Stein zur Kolorierung des breitkrempigen Hutes mit dem filigranen Spitzenüberwurf. Motivisch verwandt ist aus diesem Jahr die ganz in Schwarz gefasste "Nächtliche Erscheinung" (Karsch 64).

"Mit der lithographischen Serie von 1923 betrat Dix technisches Neuland. Wieder kamen ihm die aus der Malerei, speziell der virtuos behandelten Aquarelltechnik, sowie aus der engen Distanz zur Realität ermittelten Qualitäten zugute: formale Sicherheit und elementare Lebendigkeit. Nierendorf hatte sich zur Edition der in Auflagen bis zu 100 Drucken abgezogenen Blätter entschlossen, um den im Krisenjahr 1923 problematisch gewordenen Graphikmarkt zu aktivieren. Dix begriff seine Chance; er blieb dem Medium der Steinzeichnung nichts schuldig. [...] Die figurale Komposition und das Bildnis im weiteren Sinne ersetzen die szenische Vielfalt der Radierungen. [...] Hier biß sich Dix, der Menschenjäger, an Physiognomien fest, die wie Monumente der Verwüstung und des Zerfalls sein Personal artikulieren. Als genüge ihm das Schwarzweiß nicht, als suche er größere, direktere Lebensnähe, ging er die Farblithographie mit ihren gesteigerten Wirkungsmöglichkeiten an. 'Leonie' und 'Kupplerin', mit ihrem monströsen Talmiflitter und ihren giftig-süßlichen Tönen fast genüßlich in Szene gesetzt, sind die erstaunlichsten Zeugnisse dieser technischen Disziplin, die im graphischen Spätwerk von Dix einen breiten Raum einnehmen wird." (Hans Kinkel in: Florian Karsch (Hg.), Otto Dix. Das graphische Werk, Hannover 1970, S. 14/15)


Veranstaltungshinweise:

Am 28.11.2014 Auktion 1043: Moderne Kunst


Schätzpreis: 22.000 - 28.000  EURO

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