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Philips Wouwerman, Auf dem Pferdemarkt

Philips Wouwerman, Auf dem Pferdemarkt

Öl auf Holz. 31 x 38 cm.

Monogrammiert unten links: Phl W (Phl ligiert).

Provenienz

Honoré-Camille-Lénor Grimaldi, Prince de Monaco und Duc de Valentinois. - Seine Versteigerung, Paris, 4.7.1803, Lot 48 (für 725 francs). – Jean-Baptiste-Pierre Lebrun, Paris. – J. F. Tuffin, London. – Seine Versteigerung, Christie´s, London, 11.4.1818, Lot 101 (für 131,5 pounds). – Thomas Vardon, London. – John Smith, London, 1826. – Sir Charles Bagot, Bt., London 1829. – Seine Versteigerung, Christie´s, London, 18.6.1836, Lot 46 (für 172,4 pounds). – Edward William Lake, London. - Seine Versteigerung, Christie´s, London, 11.7.1845, Lot 111 (für 304,10 pounds). – Verkauft an Nieuwenhuys. – Baron de Varange, Paris 1852. – Comte d´Yvon, Paris. – Auguste Courtin, Paris. – Seine Versteigerung, Paris, 29.3.1886. – Niederländische Privatsammlung. – Robert Noortman Gallery, London 1979/1980. – Privatsammlung. – Johnny van Haeften, London. – Deutsche Privatsammlung.

Literatur

John Smith: A Catalogue Raisonné of the Works of the Most Eminent Dutch, Flemish, and French Painters, London 1829-35, Bd. 1, S. 278, Nr. 286; Supplement-Band, S. 174, Nr. 103. - Cornelis Hofstede de Groot: Beschreibendes und kritisches Verzeichnis der Werke der hervorragendsten holländischen Maler des XVII. Jahrhunderts, Esslingen 1908, Bd. 2, S. 314, Nr. 197. - Kurt J. Müllenmeister: Meer und Land im Licht des 17. Jahrhunderts, Bremen 1981, Bd. 3, S. 105, Abb. 541. - Ekkehard Mai (Hg.): Das Kabinett des Sammlers. Gemälde vom XV. bis XVIII. Jahrhundert, Köln 1993, S. 282-284, Nr. 112. – Birgit Schumacher: Philips Wouwerman. The Horse Painter of the Golden Age. Doornspijk 2006, Bd. 1, S. 210-211, Nr. A106; Bd. 2, Abb. 100.

Verso ein Sammlersiegel sowie die Nummer 051, auf dem Rahmen die eingeritzte Nummer 6708.

Losnummer: 1578


„This is a beautiful little gem of the choicest quality.“ - „Dies ist ein schönes kleines Schmuckstück von ausgesuchter Qualität." Mit diesen enthusiastischen Worten beschreibt John Smith dieses Gemälde von Philips Wouwerman (Smith, 1829-35, S. 278). Smith musste es wissen: Er war einer der führenden Londoner Kunsthändler des frühen 19. Jahrhunderts, zudem Verfasser des monumentalen mehrbändigen „A Catalogue Raisonné of the Works of the most Eminent Dutch, Flemish and French Painters“; vor allem aber war er selbst einer der Besitzer dieses Gemäldes, dessen Provenienz so typisch ist für zahlreiche Werke Wouwermans.

Es befand sich Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich, im Besitz des Fürsten von Monaco. Im frühen 19. Jahrhundert gelangte es auf den Londoner Kunstmarkt, der in Folge der französischen Revolution einen einzigartigen Boom erlebte. Bei den sukzessiven Versteigerungen erzielte es immer höchste Preise, bei der Versteigerung der Sammlung Edward William Lake etwa erbrachte es den zweithöchsten Zuschlag, nach einem Werk Nicolaes Berchems, das sich heute im Musée du Louvre befindet. So steht dieses Werk exemplarisch für den anhaltenden posthumen Erfolg Philips Wouwermans: „Er ist ein glücklicher Künstler“, so schrieb bereits der Kunsthistoriograph Arnold Houbraken über Wouwerman und konstatierte: „Es ist richtig, dass seine Bilder nach seinem Tod viel höhere Preise erreichten, als je in seinem Leben.“



Das Zentrum der Komposition bildet ein Schimmel, der einem wohlgekleideten Kunden vorgeführt wird. Die zentrale Gruppe wird umringt von weiteren Händlern, Käufern und Tieren, im Hintergrund sieht man Stände und Kutschen, die vom geschäftigen Treiben auf dem Markt zeugen. Wouwerman demonstriert hier seine malerischen Qualitäten, deretwegen er so geschätzt wurde: die dezente Brillanz des Kolorits, die elegante Komposition oder die feine Wiedergabe der Atmosphäre.

Wouwerman hat das Thema des Pferdemarktes vor allem in seinem Spätwerk, in den 1660er Jahren, behandelt, auch das vorliegende Gemälde ist um 1665 zu datieren. Der Künstler entwickelte zwei kompositorische Varianten für das Thema: Zum einen die panoramaartige Landschaft, in der eine Vielzahl von Reitern, Pferden und Figuren zu sehen ist und der Blick des Betrachters über eine weite Ebene schweift (vgl. etwa London, Wallace Collection, Inv.-Nr. P65). Zum anderen die in ihrem Format kleinere Variante, in der sich eine Gruppe von Figuren und Tieren um ein Pferd gruppiert, wie es beim vorliegenden Gemälde der Fall ist. Eine vergleichbare Komposition, mit einem ebenfalls nach hinten austretenden Pferd im Zentrum, hat Wouwerman ein knappes Jahrzehnt zuvor gemalt; statt eines Marktes bildet hier eine Gaststätte den architektonischen Hintergrund des Werks (Montpellier, Musée Fabre, Inv.-Nr. 836-4-75).


Veranstaltungshinweise:

Am 17.11.2018 Auktion 1118: Gemälde und Zeichnungen Alter Meister / Skulptur - Kunst des 19. Jahrhunderts


Schätzpreis: 130.000 - 150.000  EURO

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