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Spitze: Hochbedeutender Silberner Nürnberger Renaissancepokal

Musealer Renaissance-Pokal mit Farbfassung, Nürnberg, Andreas Roßner, 1592-1601

Das alles überstrahlende Highlight wurde ein hochbedeutender Nürnberger Renaissancepokal mit seltener Farbfassung von Andreas Roßner aus der Zeit um 1592 – 1601. Das Interesse an diesem sehr raren Objekt war enorm und löste eine langanhaltendes, hartnäckiges Bietgefecht aus, das eine private Sammlung erst mit dem erheblich über der Taxe liegenden Einsatz von € 338.000 für sich entscheiden konnte (Lot 703, € 80/90.000). Ein Renaissance-Deckelhumpen, wohl süddeutsch um 1550 spielte € 40.000 ein (Lot 700, € 20/24.000). Unter den acht Pokalen der deutschen Renaissance und des Barock aus einer italienischen Privatsammlung ragten mit € 29.000 ein Nürnberger Doppelscheuer aus den Jahren um 1612 – 1632von Caspar II Beuthmüller ein um 1590 – 1600 gearbeiteter Nürnberger Renaissance-Pokal von Hans Petzolt für € 25.000, sowie mit € 20.000 ein Augsburger Muschelpokal von Hans Otto aus den Jahren 1663 – 1666 heraus (Lots 715/714/716).

Schmuck

Die Schmuck-Auktion war mit einer Zuschlagsquote von über 80% und nach Wert von über 125% sehr erfolgreich. Starkes internationales Bieterinteresse löste ein afrikanisches Collier aus natürlichen roten Korallen aus. Auf € 1.2/1.500 geschätzt, wurde das Collier nach einem heftigen Bietgefecht bis auf € 37.500 hochgetrieben (Lot 174).

Weiteres Highlight war ein Blütenring mit einem natürlichen Diamantsolitär 3,06 ct in „Fancy Brown greenish yellow“, der € 15.000 einspielte (Lot 144, € 12.000). Um 1933 schuf Jean Després, dessen angebotenen Arbeiten international sehr gesucht waren, einen bemerkenswerten Art Déco-Ring, der von € 2.5/3.000 von einem amerika-nischen Bieter bis auf ebenfalls € 15.000 getrieben wurde (Lot 53). Zwei private Sammlungen mit Arbeiten der rheinischen Goldschmiede Mechthild Baumann und Alexander Alberty war sehr gut beboten. Piero Dorazios abstrakt dekorierte Goldemail-Puderdose wurde bei € 10.000 übernommen (Lot 101, € 6/8.000).

Bedeutende Mörser aus der Sammlung Schwarzach II

Nach dem außergewöhnlichen Erfolg der Auktion des ersten Teils der bedeutendsten europäischen privaten Mörsersammlung im Frühjahr vergangenen Jahres hat Lempertz nun den zweiten Teil dieser einzigartigen Sammlung Schwarzach versteigern. In einem Spezialkatalog 144 ausgewählte Bronzemörser aus einer ca. 1000-jährigen Zeitspanne zwischen dem 8. und 18. Jh. präsentiert.

Ein Fokus lag auf den besonders aufwendig gearbeiteten und reich verzierten islamischen Mörsern. 23 Objekte repräsentierten die Vielfalt der frühen Hochkultur vom 10. bis zum 13. Jahrhundert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt, wie auch schon beim ersten Teil der Offerte, auf den deutschen und niederländischen Mörsern – insgesamt 70 Lose. Zum Höhepunkt wurde ein Henning Bussenschutte zugeschriebener, bedeutender bronzener Braunschweiger Ellenbogenmörser aus erstes Viertel des 15. Jh., der mit € 45.000 seine Taxe von € 8/10.000 bei weitem übertraf (Lot 545).

Kunstgewerbe

Im Kunstgewerbe werden mehrere bemerkenswerte größere und kleinere Sammlungen, darunter die sehr bemerkenswerte Kopenhagener Privatsammlung (der ein eigenes Kapitel im Katalog gewidmet war) mit Möbeln, Silber und Dekorationsobjekten von sehr hoher Qualität mit insgesamt 55 Lots offeriert. Eines der Highlights war mit € 37.500 ein um 1830 in Paris entstandenes, Pierre-Philippe Thomire zugeschriebenes Paar Empire-Tischkandelaber aus dem Château de Neuilly (Lot 949, € 30/40.000). Ein, wohl in Russland Ende des 18. Jh. gearbeitetes seltenes Paar Gondelstühle mit zoomorphem Dekor stieg mit € 31.000 weit über seine Taxe (Lot 948, € 4/6.000).

Bei den Porzellanen reüssierte eine bedeutende Meissengruppe: Der indiskrete Harlekin aus der Zeit um 1740; das Modell wird Johann Joachim Kaendler zugeschrieben; es gibt keine einzige weitere Ausformung mit Bäumen. Deutscher Handel musste € 88.000 investieren, um den siegreichen Zuschlag zu erhalten (Lot 893, € 40/50.000). Aus der beachtlichen Fülle einer pfälzischen Privatsammlung mit schönsten Nymphenburger Porzellanen mit insgesamt 29 Objekten ragten acht Teller und Platten aus dem Umkreis des Hofservices aus den Jahren um 1760 – 65 heraus; die Bemalung ist Johann Zächenberger zuzuschreiben. Höhepunkte bildeten zwei prachtvolle Platten aus dem Umkreis des Hofservices für € 14.000 resp. € 15.000 (Lots 850/851, € 5/8.000).

Bei den 13 Losen aus einer belgischen Privatsammlung glänzte mit € 75.000 eine um 1630 – 1650 entstandene und dem Umkreis Gianlorenzo Berninis oder Alessandro Algardi zugeschriebene bedeutende Büste eines Ritters des Ordens vom Goldenen Vlies heraus (Lot 975, € 60/80.000). Zudem wurden 21 klein- und großformatige Marmorreliefs aus italienischem Besitz versteigert. Einer der Höhepunkte waren zwei Reliefplaketten mit Opferszenen, Italien, wohl Rom, Mitte 19. Jh., die für € 50.000 von einem italienischen Sammler übernommen wurden (Lot 1029, € 40.000 – 60.000).

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1151: Schmuck & Dosen
Auktion 1152: Kunstgewerbe und bedeutende Mörser aus der Sammlung Schwarzach II

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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