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Rom in frühen Photographien – Sammlung Orsola und Filippo Maggia

Frédéric Flachéron, Tempel des Jupiter und Septimius-Severus-Bogen, Forum Romanum

Abermals wird Lempertz in der kommenden Saison Werke aus einer bedeutenden Privatsammlung in einem gesonderten Katalog offerieren: Achtzig seltene, bestechend schöne Ansichten Roms und der Campagna Romana aus der Mitte des 19. Jahrhunderts kommen in unserer Auktion am 7. Dezember zum Aufruf. Die überwiegend als außergewöhnlich gut erhaltene Salzpapierabzüge vorliegenden Bilder der bekanntesten antiken Baudenkmäler der Ewigen Stadt dürften nicht nur für Liebhaber von Objekten aus der Frühzeit der Photographie von Interesse sein, sondern – ebenso wie die der romantischen Landschaftsmalerei verwandten Aufnahmen der unberührten Umgebung Roms – gattungsübergreifend auch italienbegeisterte Kunstfreunde ansprechen.

Als zentrale Station der „Grand Tour“ des europäischen Adels und Sehnsuchtsort des sich etablierenden Bildungsbürgertums avancierte Rom um 1800 zu einem Zentrum des internationalen Kunstbetriebs. Eine kaufkräftige Klientel aus Reisenden, Pilgern und Kunstliebhabern sorgte für den florierenden Handel mit bildnerischen Reproduktionen der antiken Architekturen und Kunstwerke. Bis etwa zur Mitte des Jahrhunderts hatten die zahlreichen in der Stadt ansässigen Maler, Kupferstecher und Lithographen die große Nachfrage der Reisenden nach Ansichten der Sehenswürdigkeiten Roms bedient. Nach der Erfindung der Photographie im Jahr 1839 dauerte es kein Jahrzehnt, bis man die Kamera als das geeignetste Medium zur Schaffung detailgetreuer und topographisch exakter Darstellungen der „città eterna“ entdeckte. Und so wurde Rom um 1850 zum Schmelztiegel einer frühen, sehr produktiven Photographenszene, deren Mittelpunkt die „Scuola Romana di Fotografia“ bildete. Sämtlich künstlerisch ausgebildet, schufen die aus unterschiedlichen Herkunftsländern stammenden „Pittori-Fotografi“, darunter Giacomo Caneva, Frédéric Flachéron und Eugène Constant sowie James Anderson und Robert Macpherson, um nur einige zu nennen, photographische Ansichten Roms und seiner Umgebung auf höchstem ästhetischem Niveau.

Die von Orsola und Filippo Maggia über Jahrzehnte mit großer Sachkenntnis zusammengetragene Sammlung historischer Rom-Photographien ist einer der wenigen und auch bedeutendsten ihrer Art weltweit.

Auktion 1161
07. Dez. 2020, 17 Uhr (Lot 800 – 879)

Rom in frühen Photographien. Sammlung Orsola und Filippo Maggia.
Vorbesichtigung

27. Nov. bis 6. Dez.

Katalog online / Live-Auktion
http://www.lempertz.com/kataloge.html

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1161: Photographie. Rom in frühen Photographien - Sammlung Orsola und Filippo Maggia

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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