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Bedeutende große Tischuhr Atlas mit Himmelsglobus  von Alexis Falize

Bedeutende große Tischuhr Atlas mit Himmelsglobus von Alexis Falize

Silber, versilberte Bronze, rosso antico-Marmor. 14-Tage-Läufer mit Rechenschlagwerk, englischer Ankerhemmung, bimetallischer Kompensationsunruh, Stundenschlag auf Glocke. Vollplastische, in ziseliertem Silber gearbeitete Figur des knienden Atlas, den großen Himmelsglobus auf seinen Schultern tragend, montiert auf einen hohen Feldsockel aus rotem Marmor. Beweglicher Ziffernring, "cercle tournant", mit 24 Stunden-Einteilung, ein frontaler großer Stern als Anzeige der aktuellen Uhrzeit. Hinten unter dem Ziffernring die hinter Schieberiegeln verborgenen Aufzugslöcher. Marken: Auf dem rechten Knöchel des Atlas tête de sanglier und cygne, auf dem Wendekreisrand cygne, auf dem oberen Teil der Weltkugel, in der Nähe des Giraffenkopfes, tête de sanglier und die Marke von Falize (schwer erkennbar), auf dem unteren Teil der Weltkugel, unter dem kleinen Kreuz, in der Nähe des Sagitarius, tête de sanglier und cygne, auf dem rechten Handgelenk des Atlas cygne, auf dem Haar des Atlas die Marke von Falize. H 41,7 cm.
Paris, um 1860.

Losnummer: 1733


Das Motiv der beeindruckenden Tischuhr ist der 1556 ausgegrabene römische Atlas aus Marmor, der sich heute den Sammlungen des Museo Archeologico Nazionale in Neapel befindet. Die überlebensgroße Skulptur mit dem Himmelglobus auf dem Rücken wurde wenige Jahre später, 1562, von Kardinal Alessandro Farnese erworben.
Die berühmteste Uhr mit Atlas, Himmelsglobus und cercle tournant-Mechanik stand ursprünglich im Palais von Claude Le Bas de Montargis, dem Schatzmeister von König Louis XIV. Der Entwurf wird André-Charles Boulle und Gilles-Marie Oppenord zugeschrieben, das Uhrwerk stammt von Jacques III Thuret. Diese Uhr gelangte im Verlauf des 19. Jahrhunderts in das Conservatoire des Arts et Métiers in Paris, wo sie vielleicht als unmittelbares Vorbild für das hier vorgestellte Exemplar von Alexis Falize diente.
Der 1811 in Liège geborene Alexis Falize war der Gründer eines der bedeutendsten Pariser Ateliers für Goldschmiedearbeiten und hochwertigen Schmuck. Seine Karriere begann im Alter von 22 Jahren als Verkaufsassistent bei François Mellerio in der Rue de la paix. Dort wurde seine Begabung, neue Modell zu entwerfen, schnell entdeckt und auch gefördert. Nach fünf Jahren machte er sich selbstständig, 1840 erwarb er ein eigenes Atelier in der Avenue de l'Opéra. 1841 meldete er seine Punze an, die Initialen AF. 1878 wurde das Geschäft auf seinen Sohn Lucien übertragen. Alexis Falize verstarb 1898.

Provenienz

Sotheby's Paris am 26. April 2017, Lot 124.
Aus einer bedeutenden italienischen Sammlung.

Literaturhinweise

Zu Falize s. Purcell, Falize. A Dynasty of Jewelers, London 1999, S. 48 ff.
S.a. Ronfort (Hg), André Charles Boulle 1642 – 1732. Ein neuer Stil für Europa, Paris 2009, Kat. Nr. 13.


Veranstaltungshinweise:

Am 17.11.2023 Auktion 1230: Porzellan, Fayence, Silber, Kunstgewerbe, Möbel


Schätzpreis: 110.000 - 130.000  EURO

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