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Joaquín Torres-García, Construcción con sol y luna, 1948

Joaquín Torres-García, Construcción con sol y luna, 1948

Öl auf Karton, auf Leinwand aufgezogen. 81,2 x 51,8 cm. Gerahmt. Unten rechts schwarz monogrammiert und datiert 'JTG 48'. - Links am Rand eine leichte Stauchung, sonst in gutem, farbfrischem Zustand.

Losnummer: 69


Der in Montevideo, Uruguay, geborene Joaquín Torres-García ist einer der wenigen Künstler, der aus den Erfahrungen mit der präkolumbianischen Kunst und den Mitteln der europäisch geprägten geometrischen Abstraktion einen – wie er es nannte – „Universalismo Constructivo“ entwickelte. In der „Escuela Oficial de Bellas Artes“ in Barcelona ausgebildet, lebte er anschließend in New York, Genua und Nizza bevor er 1926 nach Paris zog, wo er 1930 mit Michel Seuphor, Piet Mondrian, Hans Arp und Le Corbusier die Gruppe „Cercle et Carré“ gründete und die entscheidenden künstlerischen Anregungen aufnahm. Dort verband er erstmals die damals aktuellen, abstrakten Tendenzen mit den Motiven und Zeichen der prähistorischen und primitiven Kunst seiner Heimat und fand so zu einem eigenen, konstruktivistischen Stil. Aus finanziellen und politischen Gründen kehrte er 1934 nach Montevideo zurück, wo er eine weitere Künstlergruppe gründete, Zeichenunterricht gab und mit offiziellen Aufträgen auch endlich künstlerische Anerkennung erfuhr.
Die Arbeit „Construcción con sol y luna“ von 1948 ist eines der letzten Werke von Torres-García. Die streng gegliederte Komposition mit einer schematisch aufgefassten Figur in der Mitte sowie Mond und Sonne zu beiden Seiten diente ihm als Vorarbeit für ein Glasfenster in seinem Haus in Montevideo. In späten Gemälden wie diesem arbeitete er mit einem strengen, meist im Goldenen Schnitt aufgeteilten Raster, in das er altamerikanisch inspirierte Motive, darunter die Sonne, Fische, Gefäße und Herzen, einfügte und aufeinander bezog. Die Farbigkeit mit Rot, Blau und Gelb dürfte von peruanischen Stoffen herrühren.

Werkverzeichnis

De Torres 1948.06

Provenienz

Privatsammlung New York; Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

Literaturhinweise

Mario H. Gradowczyk, Joaquín Torres-García. Artistas de América. Buenos Aires 1985, S. 78, Nr. 56, mit Abb.; Ernesto Sabato, Redecouvrir la vertu de l'emerveillement, c. 1990, S. 6; Cecilia de Torres, Joaquín Torres-García: An Online Catalogue Raisonné (www.torresgarcia.com), Nr. 1948.06, mit Farbabb.

Ausstellung

Montevideo 1965 (Amigos del Arte), Arte Constructivo: Joaquín Torres-García, Kat. Nr. 16/17; Paris 1990 (Galerie Marwan Hoss), Hommage à Torres-García: Oeuvres de 1928 à 1948, S. 66, mit Farbabb. (mit rückwärtigem Etikett)


Veranstaltungshinweise:

Am 01.12.2023 Auktion 1233: Evening Sale - Moderne Kunst + Zeitgenössische Kunst


Schätzpreis: 200.000 - 300.000  EURO

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