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Hier fühlen sich große Künstlerinnen und Künstler wohl

August Macke, Kinder mit Ziege im Wald, 1912


Im Evening Sale der diesjährigen Herbstsaison bei Lempertz führen uns in der Moderne Max Liebermann in seinen Garten am Wannsee und Paula Modersohn-Becker nach Worpswede. August Macke stellt uns Kindern aus seinem Bonner Viertel vor und Emil Nolde zeigt, was die Stimmung in seiner Heimat an der Nordsee so besonders macht. In der Zeitgenössischen Kunst lädt uns David Hockney auf die Terrasse eines Grand-Hotels ein.

Wo man sich wohlfühlt, da blüht die Kreativität. Für Max Liebermann war der Garten seiner Villa am Wannsee so ein Ort, hier entstand eine Vielzahl seiner Gemälde. 1909 hatte er dort das letzte freie Seegrundstück gekauft und seine Villa mit Garten angelegt. Künstlerisch lag um 1928 hier sein Blick besonders auf dem Nutzgarten an der Straßenseite des Hauses. Neben dem Gärtnerhaus, in dem heute die Tickets zum Liebermann-Museum zu haben sind, fand er in den üppigen Beeten und Rabatten die Sujets, die ihn in dieser Zeit besonders fasziniert haben. Ein bedeutendes Beispiel der hier entstandenen Werke sind die „Blumenstauden am Gärtnerhaus nach Osten“ (Lot 9, SP € 380/420.000), die am 1. Dezember bei Lempertz versteigert werden.

In Worpswede malte Paula Modersohn-Becker 1904 „Sitzender Junge mit Strohhut unter Birken“. In den Menschen der ländlichen Region fand sie Inspiration und ihre bedeutendsten Motive. 1917 befand sich das Gemälde im Besitz des Expressionisten Bernhard Hoetger. Nicht zuletzt durch Paula Modersohn-Becker war auch er dem Reiz des Ortes erlegen und in die Künstlerkolonie umgezogen.

In unmittelbarer Nähe seines Bonner Wohnhauses sah August Macke die beiden Kinder, die in seinem musealen Gemälde „Kinder mit Ziege im Wald“ (Lot 28, SP € 700.000 – 800.000) erscheinen. In der Hochphase seines Schaffens entsteht 1912 ein Werk, in dem die Kinder inmitten einer äußerst dynamischen und von aktuellen Kunstströmungen aus Frankreich und Italien beeinflussten Umgebung einen Ruhepunkt bilden.

So sehr fühlte sich Emil Hansen seiner Nordfriesischen Heimat verbunden, dass er seinen Namen dem seines Geburtsortes zu Emil Nolde anpasste. Charakteristisch für diese Landschaft an der Nordsee sind die raschen Wetterwechsel und der weite Himmel. Beides fängt Nolde in seinem dramatischen Landschaftsbild „Nachmittagswolken, Friesland“ (Lot 22, SP € 1 – 1,2 Mio.), meisterhaft ein. Bereits ein Jahr nach seiner Entstehung befand sich das Gemälde in Besitz des Hannoveraner Sammlers Bernhard Sprengel.

Aus dem Angebot der Zeitgenossen sticht unter anderem eine eindrucksstarke Zeichnung von David Hockney heraus. Nachdem er der lang genug in den USA gewesen war, entdeckte er auf einer Rundreise Europa für sich neu. Dabei entstand eine Serie von Zeichnungen seiner bevorzugt mondänen Unterkünfte. Ein besonders schönes Beispiel entstand auf der „Grand Hotel Terrace, Vittel“ (Lot 51, SP € 300/400.000).

Josef Albers hatte seine künstlerische Heimat im Quadrat gefunden. So heißt nicht nur das Museum, das den Nachlass und das Wirken des Künstlers und Kunsttheoretikers pflegt. Vor allem hat sich Albers über 26 Jahre künstlerisch mit diesem Motiv auseinandergesetzt, so in seiner „Study for Homage to the Square“ (Lot 40, Schätzpreis € 250/350.000). Seine Begeisterung für Mathematik mag den Anstoß gegeben haben, als Maler haben ihn dagegen die Farben interessiert. Die orthogonale Struktur gibt den Farben den stabilen Rahmen, in dem sie miteinander arbeiten.

Mit seiner Reichstagverhüllung hat Christo der Stadt Berlin und ihren Menschen 1995 ein großes Geschenk gemacht. Wer dabei war, erinnert sich bis heute gern an dieses Ereignis. Vorangegangen war allerdings eine jahrzehntelange Planung. Aus dem Jahr 1977, als Berlin bei weitem nicht so im Fokus stand wie zur tatsächlichen Verhüllung 1995, stammt die großformatige Zeichnung „Wrapped Reichstag“ (Lot 21, Schätzpreis € 100/150.999) – ein früher Entwurf Christos für eines seiner populärsten Projekte. Nicht nur das Format und die frühe Entstehung machen dieses Blatt besonders, auch als Unikat sticht es aus den meisten Artefakten, die heute noch von Christo gesammelt werden können, heraus.

Die im Wind wogenden Felder seiner Mecklenburgischen Heimat spielen für Günther Uecker eine wesentliche Rolle. Sie haben ihn zu seinen Nagelbildern inspiriert, die heute zu den höchstgehandelten Werken der deutschen Nachkriegskunst zählen. Das „Feld“ (Lot 48, Schätzpreis € 150/200.000) von 1993 lässt diesen Bezug unmittelbar erkennen.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1233: Evening Sale - Moderne Kunst + Zeitgenössische Kunst

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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