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Galerie Academia Salzburg - Poet´s chair

Galerie Academia Salzburg - Poet´s chair

JAUME PLENSA - FREUD´S CHILDREN

vom 24.07.2003 bis 18.09.2003

Mario Mauroner Contemporary Art Salzburg-Vienna

Weihburggasse 26

AT-1010 Wien

Telefon: +43 (0)1 904 200 4

Telefax: +43 (0)

E-Mail: office@galerie-mam.com

URL: www.galerie-mam.com

Skulpturen, Objekte und Arbeiten auf Papier.
es erscheint ein Katalog zur Ausstellung.

Weitere Infos:

JAUME PLENSA : "FREUD'S CHILDREN"

Festspielausstellung 2003

MARIO MAURONER CONTEMPORARY ART and SCULPTURE GARDEN
und
GALERIE ACADEMIA SALZBURG-RESIDENZ


JAUME PLENSA , der mit dieser zweiteiligen Ausstellung (Residenz und MAM Ignaz Rieder Kai 9) erneut seine unglaubliche Perfektion im Umgang mit den verschiedensten Materialien beweist, dekliniert exemplarisch sein künstlerisches Gundanliegen: FRAGEN - die richtigen Fragen zu stellen.
Im Hof der Residenz machen überlebensgroße, ineinandergeschachtelte Buchstaben aus Aluminium auf die Ausstellung des 1955 in Barcelona geborenen Katalanen.aufmerksam. Sie sind eine gleichsam Architektur gewordene Idee, daß jede Frage einen eigenen Raum um sich schafft. Aus vier Buchstaben komponiert hat jedes Wort wiederum vier Seiten, welche ihrerseits wieder eine durch vier Seiten gebildete neue Frage beinhalten. Mit diesem Konzept von Modulen und Repetition gelingt es Plensa ein Gefühl von Unendlichkeit in doppeltem Sinn - nämlich nach Innen und Außen - zu schaffen. Während Plensa im Außenraum die gestaltenden Mittel unseres Miteinander, unserer Kommunikation, Sprache und Schrift seziert, mehrdeutig vexiert und zu einem neuen Puzzle fügt , wendet er sich im Raum unserem verborgenen Innersten zu:
Aus dem Abgrund des "ancient Basement" dringt sanftes Geplaudere wie das von alten, nimmermüden Brunnen in schattigen Gärten und Höfen. Zwei Gesichter, ein Mann und eine Frau blicken uns ein-dringlich an. Aus ihren kristallenen Augen, dem "Spiegel der Seele", lesen wir die Erfahrung und Ge-schichte von Generationen. Ein unstillbarer Strom von Tränen, rinnt über die Wangen von "Freud's
Children".Sind es Tränen der Freude oder des Schmerzes, Tränen des Abschieds oder des Wieder-sehens ?
Im zentralen Gewölbe verweist Plensa auf die "Pychopathologie des Alltags". Subtil hat er Teile direkt vom Körper oder Behältnissen abgeformt und in Bronze gegossen. Die weiße Patinierung erzeugt im Betrachter eine geradezu klinische Distanz. Die einzelnen Skulpturen stehen wie Präparate und medizinische Geräte im blendend weißen, sachlichen Licht eines hochsterilen Seziersaales. In "Ich, Vater, Mutter, Bruder, Schwester und der Beschwörung "Blood love me"....." beschäftigt sich PLENSA mit den abenteuerlichsten Teilen unserer familiären Beziehungsgeflechte, die Sigmund Freud in seiner Lehre, der der Künstler "komprimiert" eine halb geöffnete Schublade zuweist, erstmals am Beginn unseres Jahrhunderts beim Namen genannt hat. Der Prolongation dieser Konflikte in der gesellschaft-lichen Realität - ob nun in der großen Weltpolitik oder im engen Kreis der Familie begegnet PLENSA mit seiner fein verschlüsselten Mahnung, die "orphan and war" als unzertrennliches Paar Schuhe darstellt.
Wunderbar intime, tagebuchartige Zeichnungszyklen ergänzen und verdeutlichen die geistige Entstehungsgeschichte dieser Skulpturengruppen.

Im vergangenen Jahr war JAUME PLENSA (und Jannis Kounellis) die ehrenvolle Aufgabe anvertraut worden, auf der noch jungen Afrika - Biennale DAKAR'T den alten Kontinent Europa zu vertreten.
Die vom Künstler für die diese Biennale geschaffene erste Version von "FREUD'S CHILDREN" ist nun zum ersten Mal in Europa in den Räumen von MARIO MAURONER CONTEMPORARY ART am Ignaz Rieder Kai 9 ausgestellt. Sie besteht aus insgesamt 32 individuellen Behältnissen, die von Menschen verwendet werden, um das kostbare Wasser aus Brunnen oder Quellen zu schöpfen. Aus den Gefässen selbst schöpfen Hände das lebenserhaltende Naß, andere wieder lassen es durch ihre Finger rinnen. Täglich vergeudet von den einen, wertvoll wie ein Schatz für die anderen. Menschengesichter blicken uns an. Aber PLENSA verwendet Wasser nicht nur wegen der anregenden Vielfalt von metaphorischen Assoziationen, sondern erschließt uns zusätzlich seine magisch faszinierende Klangwelt.
Im Untergeschoß erzeugen drei in verschiedene (rot, gelb und grün) primäre Lichtfarben getauchte "Poets Chairs" magische Räume des Zweifels und der Ungewissheit und rufen uns die fragilen und persönlichsten Teile unseres ICH ins Bewußtsein. Diese Orte des Zweifels, der Hoffnungen und Träume sind zwar unsere normale Umgebung, in der wir alle aufwachsen, aber speziell der "kleine Poet", der in jedem von uns steckt, ist Ihnen besonders ausgesetzt und so ist dieser Ort einer, an dem sich nicht nur individuell verschiedene Haltungen zeigen, sondern den wir auch mit Gleichgesinnten teilen können.



Künstlerbiographie(n) und Kunstwerke:
Jaume Plensa

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Bilder zur Veranstaltung:

Poet´s chair

Poet´s chair




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