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Wiener Kunst Auktionen - Jan van Goyen "Flusslandschaft mit fünf Kühen auf einem Ufervorsprung"

Wiener Kunst Auktionen - Jan van Goyen "Flusslandschaft mit fünf Kühen auf einem Ufervorsprung"

58. Kunstauktion im Kinsky Kunst Auktionen

vom 05.04.2006 bis 06.04.2006

Auktionshaus im Kinsky GmbH

Freyung 4

AT-1010 Wien

Telefon: +43 (0)1 532 420 0

Telefax: +43 (0)1 532 420 0-9

E-Mail: office@imkinsky.com

URL: www.imkinsky.com

58. Kunstauktion

Mittwoch, 5. April 2006
Antiquitäten, Beginn 15 Uhr

Donnerstag, 6. April 2006
Alte Meister, Beginn 15 Uhr
Gemälde des 19. Jahrhunderts, Beginn 17 Uhr

Mit einer vielfältigen Auswahl an Alten Meistern, Gemälden des 19. Jahrhunderts und Antiquitäten wird im Kinsky das Auktionsjahr 2006 eröffnet. Eingeleitet wird die Auktion am 5. April mit einem umfangreichen Angebot an Antiquitäten, am folgenden Tag werden Alte Meister und Gemälde des 19. Jahrhunderts offeriert.

Weitere Infos:

Alte Meister

Hervorragendes Spitzenstück der Sparte „Alte Meister“ ist ein Gemälde des holländischen Malers Jan van Goyen: die „Flusslandschaft mit fünf Kühen auf einem Ufervorsprung“ ist ein charakteristisches Werk der tonalistischen Phase des Malers und wird von den Experten im Kinsky auf € 100.000-150.000 geschätzt.

Ein bezaubernde kleine Ansicht Venedigs mit der Pietà Kirche von Giacomo Guardi, dem Sohn des berühmten venezianischen Vedutisten Francesco, besticht durch die typisch venezianische, weiche, rauchig-luftige Malweise (€ 50.000-100.000).

Ansprechend ist auch eine malerisch fein ausgeführte Flusslandschaft von Herman Saftleven, die zu jenen topografisch nicht lokalisierbaren „Flussphantasien“ mit realistischen Anklängen gehört, für die Saftleven bekannt ist (€ 20.000-30.000).

Besonders erwähnenswert ist auch ein großes Gemälde von Stephan Kessler, einem der wichtigsten österreichischen Vertreter der Zeit des Übergangs von der Renaissance zum Barock. Kesslers mit barocker Opulenz vorgetragene alttestamentarische Szene aus dem Buch Daniel („Daniel und König Cyrus im Tempel Bels“) kommt mit € 20.000-40.000 unter den Hammer.

Großen Anklang sollten nicht zuletzt auch zwei kleinformatige, als Pendants konzipierte „Rheinische Landschaften“ von Franz de Paula Ferg finden, deren Detailreichtum in der Darstellung der Landschaft ebenso überzeugt wie die lebhafte Figurenstaffage (€ 15.000-20.000).


Gemälde des 19. Jahrhunderts

Als Höhepunkt des Gemälde-Offerts wird ein Meisterstück der malerischen Brillanz Ferdinand Georg Waldmüllers präsentiert: „Das Bildnis der Familie Gierster“ hat Waldmüller 1838 geschaffen, in jener Periode, als er am Höhepunkt seiner Porträtmalerei stand (€ 200.000-400.000). Ehemals in Besitz der Industriellen- und Bankiersfamilie Popper befand sich das Gemälde jahrzehntelang im Historischen Museum der Stadt Wien (Wien Museum), bis es vor kurzem an die rechtmäßigen Eigentümer restitutiert wurde.

Von bemerkenswerter Provenienz ist auch Ferdinand Georg Waldmüllers „Kinderporträt des Grafen Esterhazy“: einst in der Sammlung Bloch-Bauer wird das Bildnis des kleinen Grafen Esterhazy im Rahmen der Auktion mit € 120.000-250.000 dotiert.

Ursprünglich zur Sammlung des Kaiserhauses zählte die stimmungsvolle „Hirschjagd mit Hunden und Melder“ von Friedrich Gauermann - das Gemälde ist mit € 100.000-200.000 taxiert.

Ein anderes Highlight des Angebots hing ebenfalls lange im Wien Museum, auch dieses Bild gehört zu den Beispielen der jüngeren Restitutionsgeschichte: „Die Straße in Arco“ von Robert Russ bringt die Sensibilität des Malers für Lichteffekte und das Auflösen der Farbe eindrucksvoll zur Geltung (€ 70.000-100.000).
Nicht minder beachtenswert ist das zweite angebotene Bild von Robert Russ: bestechend schön vermag dieser in der „Ansicht von Sirmione am Gardasee“ das Flimmern der Atmosphäre im südlichen Licht einzufangen (€ 70.000-120.000).

Besonderen exotischen Reiz hat eine orientalisierende Genreszene von Carl Leopold Müller. Trotz ihres skizzenhaften Charakters ist diese Vorstudie für ein großes Ölbild ungewöhnlich ausgewogen komponiert und von überzeugender koloristischer Raffinesse (€ 35.000-50.000).

Sehr gute Resonanz darf schließlich auch für ein spätes Aquarell von Rudolf von Alt mit der Darstellung der Votivkirche erwartet werden
(€ 30.000-50.000).

Ausgewählte Gemälde von Tina Blau, Josef Danhauser, Hugo Darnaut, Thomas Ender, Theodor von Hörmann, Johann Matthias Ranftl, Johann Baptist Reiter, Alfred Zoff u. v. a. runden das Angebot des Abends ab.

Antiquitäten

Eine bemerkenswerte Rarität des Antiquitäten-Sortiments stellt eine „Segenrolle“ des beginnenden 18. Jahrhunderts dar, die ursprünglich dem Wiener Erzbischof Franz Ferdinand von Rummel gehörte. Im deutschsprachigen Raum kennt man neben diesem Exemplar nur fünf vergleichbare „Segenrollen“ aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die den Träger vor Gefahren bewahren sollten (€ 50.000-100.000).

Ein Schwerpunkt des Angebots liegt diesmal auf einer Reihe besonders schöner Tapisserien: Zwei prächtige, feinst ausgeführte Wandteppiche mit Szenen aus dem trojanischen Krieg, die in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden, wandern mit einem Schätzwert von € 30.000-50.000 über das Auktionspult.

Ein anderes gesuchtes Sammlerstück wird mit einem um 1810 zu datierenden Standspiegel, der Josef Danhauser zugeschrieben werden kann, präsentiert (€ 14.000-28.000).

Anspruchsvolle Sammler von Bronzen dürfen sich über eine reiche Auswahl italienischer Kleinbronzen aus der Renaissance freuen und Liebhaber von Schmiedeeisen werden sich von einem prächtigen Schmiedeeisenleuchter aus dem 17. Jahrhundert begeistern lassen (€ 7.000-14.000).

Dass qualitativ Hochrangiges mitunter auch zu „Schnäppchen-Preisen“ erworben werden kann, beweist eine umfangreiche Sammlung von Briefbeschwerern und Biedermeiergläsern, unter anderem auch von Anton Kothgasser – die Schätzpreise bewegen sich auf einem Niveau von
€ 500-10.000.

Nachdem man mit Kuriositäten und ungewöhnlichen Sammlerstücken aus dem Mittelalter und der Renaissance bei der letzten Auktion sehr erfreuliche Erfolge feiern konnte, liegt ein Akzent der Sparte auch diesmal wieder auf Liebhaberstücken der besonderen Art: eine Pesthaube etwa kann für € 3.500 den Besitzer wechseln, ein Folterbrett für € 2.800, ein Groteskenhelm wiederum wird auf € 7.000-12.000 geschätzt.

Zur Auktion erscheinen wie immer schön gestaltete Kataloge mit detaillierten Beschreibungen aller Exponate. Der vollständige Katalog ist auch unter www.imkinsky.com zu finden.

Vorbesichtigung:
Täglich ab 28. März 2006, Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-17 Uhr, So 12-17 Uhr

Für zusätzliche Informationen oder Pressefotobestellungen wenden Sie sich bitte an Frau Mag. Gudrun Kutschi (kutschi@imkinsky.com oder Tel. +43 1 532 42 00-11)



Presseberichte zur Veranstaltung:
58. Kunstauktion im Kinsky Kunst Auktionen

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 Jan van Goyen

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