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Rudolf Riemerschmid, Der Kräutersammler

Rudolf Riemerschmid, Der Kräutersammler

Öl auf Leinwand. 93 x 115 cm. Unten links monogrammiert "RR (ligiert)", verso auf dem Keilrahmen das Ausstellungsetikett "Sezession / Nürnberg 1906" des Jubiläums der Bayerischen Landes-, Gewerbe-, Industrie- und Kunstausstellung sowie ein weiteres Klebeetikett "Hermes / N°1118 / Frankfurt a. Main".

Losnummer: 6189


Die Hintergrundszenerie hat eine statuarische Ruhe: der See hat keinen Wellengang, der Himmel keine Vögel, die Landschaft keine Zivilisation, nichts soll von dem bärtigen Mann im Vordergrund ablenken, der auf Knien den Waldboden nach Kräutern absucht. In einem von Gräsern, Sträuchern und Bäumen bewachsenem Waldstück, zupft er mit bloßer Hand die kleinen Zweige aus der Erde. Die Malweise des Vordergrunds steht der des Hintergrunds diametral gegenüber, führt Riemerschmid hier die zarten Gräser des Waldbodens, die Struktur der Baumrinde, das Blattwerk oder den Faltenwurf des Mantels mit sorgfältigster Akribie aus und belebt dadurch die Szenerie. Diese formalen Gegensätze erzeugen eine faszinierende Spannung ohne große Aktion des Geschehens und verleihen dem Gemälde eine nahezu graphische Aura, die Riemerschmid dem Design der englischen Arts-and-Crafts Bewegung entlehnt.
Riemerschmid studiert ab 1888 an der Münchner Akademie der Bildenden Künste Malerei. Ab 1890 ist er als freier Kunstmaler in München tätig und gestaltet eine Vielzahl von Plakaten und anderen gebrauchsgraphischen Arbeiten. 1898 schließt er sich mit einer Gruppe junger Künstler zu einem in Deutschland neuartigen Werkstatt- und Betriebssystem, den „Vereinigte Werkstätten für Kunst und Handwerk“, zusammen. Angelehnt an die Arts and Crafts-Bewegung etabliert sich der Werkbund bald zu einem führenden Unternehmen für Möbel und Raumausstattung. Nach 1900 arbeitet Riemerschmid intensiv mit seinem späteren Schwager Karl Schmidt, dem Leiter der Dresdener, seit 1912 „Deutschen Werkstätten“ zusammen. Hier avancierte er bald zum führenden Entwerfer. 1907 gehört Riemerschmid zu den Mitbegründern des Deutschen Werkbunds in München. 1926 wurde er schließlich als Nachfolger Martin Elsaessers zum Leiter der Kölner Werkschulen berufen (siehe Gruhn-Zimmermann, Antonia: "Riemerschmid, Richard" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 598-599 [Online-Version]).

Provenienz: Aus altem süddeutschen Adelsbesitz.

Ausstellung: Jubiläumsausstellung: Bayerische Landes-, Gewerbe-, Industrie- und Kunstausstellung, Katalog zur Ausstellung, Nürnberg 1906.

Literatur: Jubiläumsausstellung: Bayerische Landes-, Gewerbe-, Industrie- und Kunstausstellung, Katalog zur Ausstellung, Nürnberg 1906, S. 28, Kat. Nr. 353.


Veranstaltungshinweise:

Am 28.11.2019 114. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen. Primavera - Aquarelle des Biedermeier von Franz Blaschek. Portraitminiaturen


Schätzpreis: 18.000,-  EURO

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