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Fidus, Nachtflutwellen am Moldefjord, 1895/1930

Fidus, Nachtflutwellen am Moldefjord, 1895/1930

Öl auf Leinwand. 1895/1930.
80 x 119 cm.
Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert und datiert.

Losnummer: 8515


Zum Sinnbild der unberührten Natur wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts die nordischen Landschaften, insbesondere die wilden Gegenden Norwegens mit Felsen, Fjorden, Wasserfällen und dunklen Wäldern hatten es vielen Künstlern angetan. Und kein Geringerer als Kaiser Wilhelm II. hat mit seiner Liebe zu Norwegen den damaligen Fjordtourismus begründet.

Als Fidus 1883 Amalie Reich kennenlernte, wurde auch seine Sehnsucht nach dem Norden entfacht. Sie hatte in Stockholm als Hauslehrerin gearbeitet und machte Fidus mit schwedischer Dichtung bekannt. Bereits 1894 ergriff Fidus die Chance, nach Norwegen zu reisen: Ein reicher junger Hamburger namens Schmersahl, der die Sphinx-Bilder auf Fidus’ erster Einzelausstellung im Hamburger Kunstgewerbe-Museum gesehen und sehr geschätzt hatte, bot ihm das Geld für eine Nordlandreise an. Fidus fuhr mit einem kleinen norwegischen Segelschiff durch arktische kahle Hochklippen, bis nach Molde, am Nordufer des Moldefjords gelegen. Es entstanden zwei großformatige Landschaftsbilder "Morgengrauen" und "Morgendämmerung am Moldefjord". Ein Jahr später, 1895, kurz bevor Fidus seine zweite Reise zum Varangerfjord unternahm, entstand das bisher in der Literatur unbekannte Gemälde "Nachtflutwellen am Moldefjord". Unsere Arbeit von 1930 wiederholt diese Komposition. Fidus‘ Eindrücke waren überwältigend, er schreibt: "An hohen Berggipfeln vorbei fahren wir in einen seeartig weiten Fjord mit ferngerücktem alpinem Rundblicke, dem paradiesisch sanft u. grün ansteigenden Molde entgegen, im Scheine der Abendsonne (...) Im weiten Fjorde liegen lange Riffinseln mit kleinen Föhren bewaldet, und rechts öffnet sich die Einfahrt zum märchenschönen Romsdalsfjord" (Frecot /Geist/Kerbs, S. 90). In unserem Gemälde feiert Fidus regelrecht die nördliche Fjordlandschaft: In der erfrischend erscheinenden, klaren Gischt der hohen Wellen, aus denen eine schlanke Gestalt auf dem Felsen liegend, hervorgeht, der rauen Schroffheit der Felsen und der Intensität der Farbnuancen in tiefen Blau- und Grüntönen erahnt der Betrachter noch heute seine Faszination für den Norden.

Provenienz: Galerie Commeter, Hamburg, Nr. 289 (mit dem alten Klebetikett verso)

Literatur: siehe Frecot/Geist/Kerbs, S. 322, 5.1, 1895/6


Veranstaltungshinweise:

Am 27.11.2020 bis 28.11.2020 116. Auktion: Moderne Kunst Teil I + II . Fidus – Auf der Suche nach dem Licht


Schätzpreis: 12.000,-  EURO

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