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Schöne Steigerung

Johann Moritz Rugendas-Los banos de Miraflores

Hamburger Oktober-Auktion von Ketterer Kunst erzielte den Erlös von € 1,4 Millionen

Hamburg (kk) - Recht zufrieden zeigte sich Robert Ketterer, Geschäftsführer von Ketterer Kunst, anlässlich seiner Versteigerung im Hamburger Meßberghof 1 am 29. Oktober 2004. Die Auktion Alte und Moderne Kunst / Maritime Kunst sowie die Sonderauktion Romantik und Biedermeier - Meister und Schüler, die den Erlös von rund € 1,4 Millionen einspielten, lockten nicht nur ein großes Publikum in den Saal, sondern sorgten mit rund 100 telefonisch und fast 300 schriftlich bietenden Käufern für eine spannungsgeladene Atmosphäre.

„Es freut mich besonders, dass wir mit diesem Erlös sogar unser bisher bestes Ergebnis, das wir in diesem Segment mit Objekten bis € 50.000 erzielten, um rund € 200.000 übertreffen konnten.“, so der Firmenchef. „Dazu trug sicherlich auch mein Bruder Jacob maßgeblich bei, der im zweiten Teil der Versteigerung erstmals als Auktionator auftrat und diese Aufgabe ganz vortrefflich meisterte.“

Mit einer Verkaufsquote von mehr als 80 Prozent und einem Erlös von € 43.000 für die Radierungen und Zeichnungen von Heinrich Vogeler begann die Auktion bereits vielversprechend. Besonders heiß umkämpft war neben den Radierungen „Der Barkenhoff“ (Taxe: € 1.100, Erlös: € 2.925) und „Verkündung“ (Taxe: 1.400, Erlös: € 2.457) vor allem die mit € 1.500 geschätzte Idylle „Im Mai“. Ein Privatsammler aus Berlin honorierte die Arbeit mit € 3.744 und konnte somit die Taxe mehr als verdoppeln.

Im Anschluss begeisterten Lorenz Petersen und Peter Chr. Holm die Liebhaber Maritimer Kunst. Neben ihrem Ölgemälde „Hamburger Brigg „A. Borsig“ auf See“ (Erlös: € 4.095), ging auch ihre „Hamburger Brigg „August & Julius“ und Bark „Fortunata“ aus Altona“ mit einem Erlös von € 5.850 (Taxe: € 4.000) an einen norddeutschen Sammler.

Derselbe konnte sich mit dem Erlös von € 3.510 auch John Henry Mohrmanns „Dänischer Frachtdampfer „Nikolai“ vor Antwerpen“ sichern. Ebenfalls in den hohen Norden wanderte Claus Bergens „Dreimastbark auf hoher See“, die für den Erlös von € 4.446 verkauft wurde sowie das mit einem Erlös von € 8.190 teuerste Objekt dieser Abteilung, William Howard Yorkes „Hamburger Bark „Lohengrin“ vor der englischen Küste“.

Im Bereich der Alten Kunst, die einen Gesamterlös von rund € 140.000 verbuchen konnte, glänzte vor allem Harmensz. van Rijn Rembrandts Radierung „Abrahams Opfer“ (Taxe: € 8.000), die sich ein amerikanischer Händler von der Westküste für den Erlös von € 17.550 sicherte. Derselbe setzte sich auch bei Rembrandts „Der blinde Fiedler“ (Erlös: € 4.095) aus dem Jahr 1631 durch, bei dem er die Taxe auch mehr als verdoppelte.

Ebenfalls in die USA wurde Francisco de Goyas „Los Desastres de la Guerra“ abgesetzt. Bei der mit € 6.000 eingeschätzten Folge von 80 Radierungen aus dem frühen 20 Jahrhundert reüssierte ein Händler mit dem Erlös von € 7.605.

In Europa verblieben Willem Witsens „Boote im winterlichen Hafen von Amsterdam“. Ein niederländischer Händler zeigte besonderes Interesse und ließ den Erlös bis auf € 5.850 klettern.

Die Moderne Kunst, die etwa die Hälfte der angebotenen Arbeiten absetzte und einen Erlös von rund € 1 Million erzielte, wird von Albert Marquets “Cour de ferme à la Percaillerie” und Fritz Winters Ölgemälde “Verblühend” mit einem Erlös von je € 21.060 angeführt. Während ersteres von einem süddeutschen Händler errungen wurde, setzte sich bei letzterem ein westdeutscher Sammler durch.

Eine der wenigen angebotenen Fotografien stammte von László Moholy-Nagy. Sein Gelatinesilberabzug “Katze” entstand ca. 1926 und sorgte vor allem im Großraum Berlin für Aufmerksamkeit. Für den Erlös von € 16.380 ließ ein Händler aus der Hauptstadt den Saal und einen weiteren telefonischen Bieter hinter sich.

Im Gegensatz dazu war bei Pablo Picassos 1933 entstandener Radierung ein Sammler aus der Schweiz erfolgreich. Mit seinem Einsatz von € 12.870 verteidigte er “Le repos du sculpteur II” erfolgreich gegen mehrere Bieter aus den USA und Deutschland.

An der Spitze der mit rund 50 Arbeiten recht großen Horst Janssen-Offerte stand sein Aquarell „(Sich) Regen bringt Segen“, welches nun ein westdeutscher Sammler für den Erlös von € 11.349 sein Eigen nennt. Insgesamt wurden über 60 Prozent der Werke des Hamburger Künstlers veräußert.

Ähnlich hoch war die Verkaufsquote auch bei der Sonderauktion Romantik und Biedermeier - Meister und Schüler, die einen Gesamterlös von fast € 150.000 verbuchen konnte. Wie zu erwarten war, sorgte besonders eine Arbeit von Johann Moritz Rugendas für Spannung im Auktionssaal. Die Telefone glühten, als das mit € 30.000 taxierte Ölgemälde „Badende am Strand von Chorillos bei Miraflores (Lima)“ für günstige € 32.760 nach Frankreich verkauft wurde.

Exzessiven Bieteifer provozierte die im Oval ausgeführte Arbeit von Peter von Hess. Die Höhenfahrt seines Ölgemäldes „Kleine Marina bei Capri“ aus dem Jahr 1848 wurde erst bei einem Erlös von € 12.870 von einem Sammler aus Süddeutschland gestoppt, der damit seinen hartnäckigen italienischen Konkurrenten auf den zweiten Platz verwies.

Weitere interessante Zuschläge in der Sonderauktion verbuchte neben Johann Heinrich Rambergs Aquarell “Flußgott liebkost ein nacktes Mädchen in seiner Wassergrotte” mit dem Erlös von € 5.265 (Taxe: € 4.500) unter anderem auch Carl Steffecks Ölgemälde “Schimmel, Hund und Bursche” mit dem Erlös von € 5.148 (Taxe: € 3.500) sowie eine “Studie aus Italien” von Ernst Fries (Taxe: € 1.500, Erlös: € 4.914).

Der Nachverkauf zur Auktion läuft bis einschließlich 30. November 2004. Weitere Informationen sind im Internet unter www.kettererkunst.de erhältlich oder auf telefonische Anfrage unter 040-374961-0.

Ketterer Kunst hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 als eines der wichtigsten Kunst- und Buchauktionshäuser etabliert. Dem Stammhaus im Münchener Prinz-Alfons-Palais kommt mit zwei jährlichen Auktionen Klassiker des XX. Jahrhunderts & Münchner Schule eine führende Rolle zu. Im Hamburger Meßberghof widmet man sich zwei Mal jährlich der Alten und Modernen Kunst/Maritimen Kunst. Außerdem kommen hier zweimal pro Jahr Wertvolle Bücher - Autographen - Manuskripte - Dekorative Graphik zum Aufruf. Vorträge und Benefizauktionen finden ebenfalls immer wieder statt.

Hamburg, den 1. November 2004

Für weitere Informationen:

Ketterer Kunst
Alte und Moderne Kunst / Maritime Kunst
Barbara Guarnieri
Tel. 040-374961-28
Ruth Tenschert
Tel. 040-374961-22
Fax: 040-374961-16
E-mail: infohamburg@kettererkunst.de

Diese Meldung sowie Bilder zum Download finden Sie auch unter http://www.kettererkunst.de/d/presse/presse-n-288.shtml

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 335 Modern Art

http://www.kettererkunst.de/d/aktuell/highlights288.shtml

Quelle: © Ketterer Kunst Auktionen

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