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Hans-Christian Schink: Arbeiten seiner neuesten und spektakulärsten Reihe auf der Art-Cologne

Hans-Christian Schink: Arbeiten seiner neuesten und spektakulärsten Reihe auf der Art-Cologne

Hans-Christian Schink (*1961) hat sein Werk in den letzten Jahren international etabliert. Zur Art Cologne stellt Galerie Rothamel Arbeiten seiner neuesten und spektakulärsten Reihe vor. Mit geradezu archaischen Mitteln, aber hoher Virtuosität geht Schink einem der großen Mysterien der Fotografie nach. Die schwarz-weißen Silbergelatine-Prints wurden bislang noch nie gezeigt.

VIELE der alten Götter waren Sonnengötter, und Pharao Echnaton huldigte dem Aton allein. Die Sonne ist ein ewiges Faszinosum. Sie bestimmt den Tagesablauf, definiert die Jahreszeiten und bietet dem Leben die Existenzgrundlage.

Wesen der Kunst ist es, Augenfälliges neu darzustellen. In welchem Licht bildet ein Künstler die Sonne ab, damit sie aus ungewohnter Sicht neu (er)scheint?
Natürlich in ihrem eigenen.

Für seine neue, noch nicht abgeschlossene Fotoserie bedient sich Hans-Christian Schink eines Phänomens, das bereits 1857 von William Henry Jackson beschrieben wurde – der Solarisation. Fotografiert man die Sonne mit langer Belichtungszeit, erscheint sie auf dem Abzug nicht weiß, sondern schwarz.

Bislang war die Solarisation nur eine Randglosse der Fotografiegeschichte. Große Fotografen wie Minor White oder Hermann Krone beschränkten sich auf technische Experimente oder nutzten zufällige Ergebnisse. Schink setzt nun diesen Effekt gezielt für seine Absichten ein.

Zum einen interessiert Schink die Auseinandersetzung mit der von Anbeginn des Mediums existierenden Frage nach der besonderen Wahrnehmung der Realität durch die Fotografie als dem „Verfahren, reelle, vom Licht erzeugte Bilder chemisch festzuhalten.“

Ebenso ursprünglich ist der zweite wichtige Aspekt der Serie – die angehaltene Zeit, das Verhältnis von Stillstand und Bewegung.

Der scheinbare Lauf der Sonne über den Zeitraum von exakt einer Stunde erscheint als schwarzer, fremdartiger Streifen mit je nach Breitengrad und Jahreszeit unterschiedlichem Neigungswinkel. Die Landschaften, dem starken Gegenlicht eine Stunde lang ausgesetzt, wirken auf den Silbergelatine-Abzügen unwirklich und statisch.

Fast fünf Jahre beschäftigt sich Schink inzwischen mit dieser Idee. Parallel zu seinen bekannten Serien aus Kalifornien, Peru und Vietnam unternahm er immer wieder Versuche der adäquaten technischen Umsetzung. Doch erst mit der Entdeckung eines geeigneten Films und der Entscheidung, alle aus der extremen Beanspruchung des Materials resultierenden Zufälle und Unregelmäßigkeiten zu akzeptieren, nimmt die Serie seit zwei Jahren langsam Gestalt an.

Abbildung:
Hans-Christian Schink, 2/23/2006 4:04 pm - 5:04 pm N: 34° 03.712' W: 118° 20.979', 2006, Silbergelatine-Abzug

Künstlerbiographie(n) und Kunstwerke:
Hans-Christian Schink

Veranstaltungen zum Bericht:
Galerie Rothamel - ART COLOGNE 2006

www.art-cologne.de

Quelle: © Galerie Rothamel - Erfurt

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