Die Kunst, online zu lesen.

Home



News

Vorbericht Auktionen 271 & 272

Großer Cloisonné-Email Kowsch, Moskau, Fedor Rückert, 1899-1903, H. 14,5 cm, L. 18 cm

Die Russische Spezialauktion birgt neben zahlreichen fein gemalten Ikonen aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert vor allem auch einige interessante Silberobjekte. Ein Prunkstück der Auktion ist der 18 cm lange Kowsch des Silbermeisters Fedor Rückerts. Das Trinkgefäß ist umseitig mit Blattranken und Blütenwerk aus fein schattiertem Cloisonné-Email verziert. Fedor Rückert arbeitete selbstständig in seiner eigenen Werkstatt, jedoch wurde der größte Teil seiner Produktion durch Fabergé vertrieben. Ein formgleicher Kowsch befindet sich im Staatlichen Historischen Museum in Moskau. Mit einem Startpreis von 5.000 € ist der Kowsch sehr attraktiv angesetzt. Im Bereich des russischen Porzellans ist eine Militär-Porzellanplakette der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur St. Petersburg aus der Periode Nikolaus I (1825-1855) hervorzuheben. Die ovale Plakette zeigt eine in feiner Aufglasurmalerei ausgeführte Darstellung eines Offiziers und drei pausierender Soldaten des Infanterie-Regiments (Taxe: 800 – 1.200 €). Im Rahmen der Auktion kommt ebenfalls eine kleine Sammlung an verschiedenen Judaica-Objekten zum Aufruf. Museal wirkt ein 96 cm hoher Chanukka-Leuchter mit neun Kerzenleuchtern (Taxe: 12.000 – 13.000 €).

In der Ikonensparte ist eine fein gemalte, doppelseitige Tabletka-Ikone aus dem späten 17. Jahrhundert hervorzuheben (Taxe: 11.000 – 13.000 €). Auf beiden Seiten werden die Heiligen und Heiligenfeste des Monats März, darunter die Synaxis der Erzengel wiedergegeben. Tabletki wurden in Pulten vor einer Ikonostase aufgelegt und von Gläubigen verehrt. Prunkvoll wirken zwei Ikonen mit Silberokladen, die den Christus Pantokrator und Johannes den Täufer aus einer Deesis-Reihe zeigen. Die Silberoklade aus der Stadt Astrachan sind mit bunten Blattranken, Blüten, geometrischen Motiven und Perlreihen aus Cloisonné-Email verziert. Die Ikonen sind jeweils auf 15.000 – 17.000 € geschätzt.

Die Auktion am Samstag wird mit der Porzellansparte eröffnet. Sehr prunkvoll wirkt die 62 cm hohe Amphoren-Vase der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin, die in sehr fein ausgeführter polychromer Malerei das Palais König Wilhelms I. von Preußen „Unter den Linden“ zu Berlin zeigt. Die so genannte Urbino-Vase ist mit 5.000 bis 7.000 € angesetzt. Ebenfalls von KPM stammt eine Jugendstil-Deckelvase (Weimar-Vase). Sie zeigt auf der Schauseite in sehr fein ausgeführter polychromer Aufglasurbemalung eine baumbestandene Flusslandschaft in goldradiertem Blüten- und Blattkranz (Taxe: 1.800 – 2.200 €).

Sehr farbenfroh strahlt ein großer Renaissance-Krug aus der Sammlung Leopold Wien. Der detailliert in Relieftechnik dekorierte Krug wurde in der Nürnberger Werkstatt von Paul Preuning gefertigt und ist auf die Mitte des 16. Jahrhunderts zu datieren. Die Qualität der Ausführung einer bedeutenden Werkstatt, das seltene Motiv sowie die namhafte Provenienz erhärten den musealen Charakter dieses Kruges (Taxe: 10.000 – 15.000 €).

Im Bereich der religiösen Kunst ist eine niederösterreichische Madonna mit Kind hervorzuheben. Die aus dem späten 15. Jh. stammende Skulptur ist mit 8.000 – 9.000 € angesetzt. Ein sehr frühes (um 1500) und sehr fein geschnitztes Holzrelief, das die Kreuzabnahme Christi zeigt ist mit 800 – 900 € sehr attraktiv geschätzt.

In der Silbersparte ist ein großer Historismus-Pokal mit drei Herzbechern (Ananaspokal) hervorzuheben. Der 55 cm hohe, sehr seltene Pokal ist mit 9.000 – 10.000 € angesetzt. Eine Leipziger Schraubflasche von dem Meister Gottfried Schmidt (Meister 1667) mit stark reliefiert getriebenen Blumen ist auf 8.500 – 9.500 € geschätzt. Im Bereich der Metalle des Art Decos wird eine kleine Sammlung verschiedenster Objekte der Hagenauer Werkstätte aus Wien zum Aufruf kommen.

Es glitzert und funkelt in der umfangreichen Offerte von über 500 Kostbarkeiten der Schmuck-Sparte. So kommen nicht nur begehrte Sammlerstücke aus verschiedenen Jahrhunderten, sondern auch hochwertige, zeitgenössische Schmuckstücke zum Aufruf. Daneben richtet sich das Augenmerk außerdem auf eine bemerkenswerte Auswahl an Edelsteinfiguren, die in feinster Handwerkskunst ausgeführt worden sind. Unter den Juwelen sticht besonders eine sehr feine Goldschmiedearbeit hervor. Die hochkarätige Brosche aus 750-er Weißgold hat die Form einer Calla und ist mit Brillanten und pinken Saphiren voll ausgefasst. (Taxe: 7.500 – 10.000 €). Ein weiteres hervorragendes Schmuckstück ist ein Paar Ohrringe aus 750-er Weißgold verziert mit leuchtend roten, unbehandelten Burma-Rubinen und Herz-Diamanten (Taxe: 13.000 – 15.000 €). Hervorzuheben ist außerdem ein Collier, das mit einem aufwendig gearbeiteten Anhänger verziert ist. Um einen ovalen facettierten gelben Saphir von ca. 18,66 ct rankt sich ein brillantbesetzter Blattkranz. (Taxe: 18.000 – 20.000 €). Als edler Vertreter der Art Déco Zeit zeigt sich ein Paar Ohrhänger aus Platin mit intensiv grünen Smaragdtropfen und Brillantverzierung. Die Originalschatulle trägt innen den Schriftzug "Carl Happ Hofjuwelier Bad Kissingen" und könnte auf die Herkunft dieses kostbaren Schmuckstückes verweisen. (Taxe: 5.500 – 6.000 €).

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 271 "Russian Art & Icons"

www.auctions-fischer.de

Quelle: © Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an





Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

English Site Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

News

English Site News

Termine

English Site Termine

Auktionshighlights








Copyright © '99-'2019
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum



Zum Seitenanfang Auktionen

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce