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Nachbericht Auktion 288 "Europäisches Glas & Studioglas"

Bedeutendes Objekt ''Purple C

„Europäisches Glas & Studioglas“
„Studioglas & schwedisches Glas der Sammlung Hubert und Marianne Seiler“
16. Oktober 2021


Raritäten aus Glas fanden am vergangenen, äußerst spannenden Auktionssamstag Ihren Weg zu neuen Besitzern und Sammlungen. Im Bereich des alten Glases überraschte ein Kännchen aus Goldrubinglas mit Vermeilmontierung (Lot 68) mit einem großen Zuschlag – denn das nur 7 cm hohe Kännchen zog schon vor der Auktion zahlreiche Interessenten an. Gleich drei Telefonbieter registrierten sich für das in Sachsen um 1730 gefertigte Miniaturstück, verloren aber gegen einen Onlinebieter das Bietgefecht, der das Kännchen für 7.700 Euro erwarb und somit die Katalogtaxierung von 1.500 bis 2.500 Euro um ein Vielfaches überstieg.
Ein weiteres Highlight, das den Titel des Auktionskataloges schmückt, war ein Pokal (Lot 105) mit äußerst fein geschnittener Jagdszene, welche in einem reichen Blüten- und Rankendekor eingebettet ist. Diese um 1730 entstandene, gläserne Kostbarkeit ist der Glashütte Emde in Brakel (Westfalen) zuzuordnen und überzeugte in ihrer meisterlichen Qualität an Schnitttechnik sowohl mehrere Telefon- also auch Onlinebieter. Der Preis kletterte beginnend bei 3.000 Euro bis zu einem Erlös von 8.300 Euro hoch und wurde einem Telefonbieter zugeschlagen.
Ein Augenschmaus in der Jugendstil-Sparte war eine Tischlampe (Lot 396) von Emile Gallé. Der in Nancy beheimatete Künstler hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der französischen Glaskunst und es gelang ihm, intensive Farben und dennoch erhaltene Transparenz der Gläser zu vereinen. Somit sind seine Werke äußerst gefragt auf dem Kunstmarkt, was sich auch an dieser Tischlampe einmal mehr zeigte. Die auf 3.500 bis 4.000 Euro taxierte Lampe ist mit einer Baumlandschaft und Schmetterlingen dekoriert und animierte gleich zehn Telefonbieter zur Teilnahme an der Auktion. Erfolgreich daraus hervor ging ein deutscher Sammler, der diese 8.700 Euro künftig sein Eigen nennen darf.
Auch der Bereich des 50er Jahre Glases sowie gläserner Skulpturen aus dem Studioglas wartet wieder mit vielen Qualität vollen Arbeiten auf. Die Skulptur ''Precipitation'' (Lot 718) des jungen tschechischen Künstlers Matyas Pavlik aus dem Jahr 2017 weckte gleich bei zwei Sammlern im Saal die Kauflust, welche sich dann bis 10.900 Euro Erlös hoch steigerten und zu den Topzuschlägen dieser Sparte zählt.

Den Abschluss des Auktionstages bildete die Sammlung von Hubert und Marianne Seiler, deren Schwerpunkt auf Studioglas und schwedischem Glas lag. Ein absoluter Eyecatcher bildet das bedeutende Glasobjekt „Purple C“ (Lot 1029) des amerikanischen Künstlers Harvey K. Littleton. Littleton wird oftmals als der „Vater der Studioglasbewegung“ bezeichnet, was seine Bedeutung und seinen Einfluss für diese Kunstrichtung betont. 1987 fertigte er die Skulptur „Purple C“, die sowohl durch ihre intensive Farbigkeit als auch die Raum einnehmende Form besticht und erst an einem lichtdurchfluteten Platz ihre Gesamtwirkung entfaltet. Daher verwundert auch nicht der Erlös von 10.200 Euro.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 288 "Europäisches Glas & Studioglas"

Quelle: © Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

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