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Jacob van Ruisdael, Waldlandschaft mit Fluss und Jägern

Jacob van Ruisdael, Waldlandschaft mit Fluss und Jägern

Jacob van Ruisdael, um 1628 Haarlem - 1682 Amsterdam, Waldlandschaft mit Fluss und Jägern. Öl auf Leinwand (doubliert), 55,5 x 66,5 cm. Monogrammiert unten Mitte: JvR

Provenienz

Wohl Jacques Langlier, Paris. - Seine Versteigerung, Paris 24.5.1786, Nr. 76. - Wohl Louis-Jean-François Collet (1722-1787), Chevalier d l´Ordre de St. Michel. - Wohl seine Versteigerung Paris 14.5.1787, Nr. 234. - Wohl Auktion Louis-Francois Saubert/J. Desmarees, Paris, Paillet 17.3.1789, Nr. 38. - Prinz Karl Max Fürst von Lichnowsky (1860-1926). - Paul Cassirer, Berlin 1926. - A. Rhodius, Haarlem. - Etienne Nicolas, Paris. - Galerie Sankt Lucas, Wien 1962 (Katalog Gemälde Alter Meister - Neuerwerbungen, Juni-August 1962, Nr. 17). - Europäische Privatsammlung.

Literatur

Jacob Rosenberg: Jacob Ruisdael, Berlin 1928, S. 90, Nr. 17. - Seymour Slive: Jacob van Ruisdael. A complete Catalogue of his Paintings, Drawings and Etchings, New Haven/London 2001, S. 640 Nr. dub. 76 (fälschlich unter "zweifelhaften Werken").

Dieses Gemälde ist ein charakteristisches Kabinettbild des Meisters der holländischen Landschaftsmalerei. Im Vordergrund bricht sich ein Gewässer Bahn durch eine waldige Landschaft. Im Horizont lichtet sich der Wald unter einem wunderbaren Himmel. Links, im Schatten der Bäume, kommt ein einsamer Reiter in Begleitung seines Hundes dem Betrachter entgegen, ein Motiv, das der Bildszene ihren allgemein geheimnisvollen Effekt verleiht.

Trotz der gut dokumentierten Provenienz und Dokumentation bis ins 18. Jahrhundert und der Expertise von Jacob Rosenberg, wurde das Gemälde von Slive für kurze Zeit Ruisdael abgesprochen. Nach seiner Reinigung, bei der das Monogramm zum Vorschein kam, ist es zu Recht wieder als eigenhändiges Werk von Jacob Isaacz Ruisdael anerkannt.

Während es sich im Besitz des Fürsten Lichnowsky befand, gehörte es zu dessen berühmter Sammlung im schlesischen Kuchelna. Nachdem der Fürst sich mehr und mehr für die Kunst seiner Zeit zu interessieren begann, verkaufte er es über den Händler Paul Cassirer in Berlin. Karl Max von Lichnowsky, der dem böhmischen und preußischen Adel angehörte, diente seit 1885 als Diplomat im Deutschen Auswärtigen Amt, er war Attaché in London und Bukarest und deutscher Botschafter am Österreich-Ungarischen Hof in Wien. Seine Bemühungen um Frieden angesichts des drohenden Ersten Weltkrieges sind heute allgemein anerkannt.

Danach gehörte das Gemälde zur Sammlung von Etienne Nicolas in Paris. Ein weiteres bedeutendes Gemälde von Ruisdael aus dieser Sammlung befindet sich heute in der Harold Samuel Art Collection in Mansion House, London.

Frits Duparc hat das vorliegende Gemälde im Juli 2017 im Original gesehen und die Eigenhändigkeit von Jacob van Ruisdael (mündlich) bestätigt.

Weitere Details:


Provenienz

Wohl Jacques Langlier, Paris. - Seine Versteigerung, Paris 24.5.1786, Nr. 76. - Wohl Louis-Jean-François Collet (1722-1787), Chevalier d l´Ordre de St. Michel. - Wohl seine Versteigerung Paris 14.5.1787, Nr. 234. - Wohl Auktion Louis-Francois Saubert/J. Desmarees, Paris, Paillet 17.3.1789, Nr. 38. - Prinz Karl Max Fürst von Lichnowsky (1860-1926). - Paul Cassirer, Berlin 1926. - A. Rhodius, Haarlem. - Etienne Nicolas, Paris. - Galerie Sankt Lucas, Wien 1962 (Katalog Gemälde Alter Meister - Neuerwerbungen, Juni-August 1962, Nr. 17). - Europäische Privatsammlung.

Literatur

Jacob Rosenberg: Jacob Ruisdael, Berlin 1928, S. 90, Nr. 17. - Seymour Slive: Jacob van Ruisdael. A complete Catalogue of his Paintings, Drawings and Etchings, New Haven/London 2001, S. 640 Nr. dub. 76 (fälschlich unter "zweifelhaften Werken").

Dieses Gemälde ist ein charakteristisches Kabinettbild des Meisters der holländischen Landschaftsmalerei. Im Vordergrund bricht sich ein Gewässer Bahn durch eine waldige Landschaft. Im Horizont lichtet sich der Wald unter einem wunderbaren Himmel. Links, im Schatten der Bäume, kommt ein einsamer Reiter in Begleitung seines Hundes dem Betrachter entgegen, ein Motiv, das der Bildszene ihren allgemein geheimnisvollen Effekt verleiht.

Trotz der gut dokumentierten Provenienz und Dokumentation bis ins 18. Jahrhundert und der Expertise von Jacob Rosenberg, wurde das Gemälde von Slive für kurze Zeit Ruisdael abgesprochen. Nach seiner Reinigung, bei der das Monogramm zum Vorschein kam, ist es zu Recht wieder als eigenhändiges Werk von Jacob Isaacz Ruisdael anerkannt.

Während es sich im Besitz des Fürsten Lichnowsky befand, gehörte es zu dessen berühmter Sammlung im schlesischen Kuchelna. Nachdem der Fürst sich mehr und mehr für die Kunst seiner Zeit zu interessieren begann, verkaufte er es über den Händler Paul Cassirer in Berlin. Karl Max von Lichnowsky, der dem böhmischen und preußischen Adel angehörte, diente seit 1885 als Diplomat im Deutschen Auswärtigen Amt, er war Attaché in London und Bukarest und deutscher Botschafter am Österreich-Ungarischen Hof in Wien. Seine Bemühungen um Frieden angesichts des drohenden Ersten Weltkrieges sind heute allgemein anerkannt.

Danach gehörte das Gemälde zur Sammlung von Etienne Nicolas in Paris. Ein weiteres bedeutendes Gemälde von Ruisdael aus dieser Sammlung befindet sich heute in der Harold Samuel Art Collection in Mansion House, London.

Frits Duparc hat das vorliegende Gemälde im Juli 2017 im Original gesehen und die Eigenhändigkeit von Jacob van Ruisdael (mündlich) bestätigt.

Preis: 70000-90000 

© Kunsthaus Lempertz KG, Köln 


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