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Auguste Herbin, Nature morte à la cafetière, 1911

Auguste Herbin, Nature morte à la cafetière, 1911

Öl auf Leinwand. 41,1 x 33,2 cm. Gerahmt. Unten mittig schwarz signiert 'herbin'. - Die Ecken der Leinwand alt berieben mit Farbverlusten, sonst in gutem Erhaltungszustand.

Claisse 253

Provenienz

Galerie Koller Zürich, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Skulpturen des 19. und 20. Jh., Auktion 28. November1996, Lot 3110; Sammlung Klaus J. Jacobs, Zürich

"Nature morte à la cafetière" gehört zu Herbins frühen kubistischen Stillleben. Er arbeitete damals im Bateau-Lavoir in unmittelbarer Nachbarschaft zu Pablo Picasso am Montmartre. Mit Picasso, Braque, Léger, Kupka, Brancusi, Archipenko oder Metzinger und Gleizes zählt Auguste Herbin im frühen 20. Jahrhundert zur ersten Garde der Abstraktion in Frankreich. Im Unterschied zur gedeckten Monochromie des klassischen Kubismus mit seiner räumlichen, vexierhaften Formzerlegung des Gegenständlichen entwickelt Herbin schöpferisch eine eigene Variante der Abstraktion, die - so hob es Geneviève Claisse hervor - sich von Beginn an durch ihre lebendigen Farbeigenschaften, ihre Farbkontraste und ihre flächige Geometrie auszeichnete (Geneviève Claisse, Herbin, Paris 1993, S. 49). Seine eigentümliche Malerei sollte den Stil vorbereiten, den man mit dem Begriff des "synthetischen" Kubismus fasste.

In der vorliegenden Komposition ist das Motiv formal im Wesentlichen reduziert auf die zweidimensionalen Komponenten in der Fläche. Dies schliesst die Details der Binnengestaltung ein, wie das Licht und "spiegelnde" Effekte in den dargestellten Objekten, die zu abstrakten Balken und geometrisierten Flächenornamenten sich verfestigt haben. Damit sind sie dem Arrangement der Fläche eingeschrieben und der neuen malerischen Bildstruktur angepasst. Die in den Binnenflächen leicht pastose und chromatisch abgestufte Farbigkeit erzeugt durch das Absetzen mit Schwarz und zusammen mit der Dynamik diagonaler, spitzwinkliger Elemente einen lebendigen Eindruck. Im Focus steht dabei die metallisch wirkende Silhouette einer warmtonigen Kaffekanne, deren geschwungener Henkel sich als abstrahierte Form einem erstaunlich puristischen, blauen Hochrechteck eingeschrieben hat.

Für dieses Los gelten gesonderte Versteigerungsbedingungen (Legende "D").

Weitere Details:


Claisse 253

Provenienz

Galerie Koller Zürich, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Skulpturen des 19. und 20. Jh., Auktion 28. November1996, Lot 3110; Sammlung Klaus J. Jacobs, Zürich

"Nature morte à la cafetière" gehört zu Herbins frühen kubistischen Stillleben. Er arbeitete damals im Bateau-Lavoir in unmittelbarer Nachbarschaft zu Pablo Picasso am Montmartre. Mit Picasso, Braque, Léger, Kupka, Brancusi, Archipenko oder Metzinger und Gleizes zählt Auguste Herbin im frühen 20. Jahrhundert zur ersten Garde der Abstraktion in Frankreich. Im Unterschied zur gedeckten Monochromie des klassischen Kubismus mit seiner räumlichen, vexierhaften Formzerlegung des Gegenständlichen entwickelt Herbin schöpferisch eine eigene Variante der Abstraktion, die - so hob es Geneviève Claisse hervor - sich von Beginn an durch ihre lebendigen Farbeigenschaften, ihre Farbkontraste und ihre flächige Geometrie auszeichnete (Geneviève Claisse, Herbin, Paris 1993, S. 49). Seine eigentümliche Malerei sollte den Stil vorbereiten, den man mit dem Begriff des "synthetischen" Kubismus fasste.

In der vorliegenden Komposition ist das Motiv formal im Wesentlichen reduziert auf die zweidimensionalen Komponenten in der Fläche. Dies schliesst die Details der Binnengestaltung ein, wie das Licht und "spiegelnde" Effekte in den dargestellten Objekten, die zu abstrakten Balken und geometrisierten Flächenornamenten sich verfestigt haben. Damit sind sie dem Arrangement der Fläche eingeschrieben und der neuen malerischen Bildstruktur angepasst. Die in den Binnenflächen leicht pastose und chromatisch abgestufte Farbigkeit erzeugt durch das Absetzen mit Schwarz und zusammen mit der Dynamik diagonaler, spitzwinkliger Elemente einen lebendigen Eindruck. Im Focus steht dabei die metallisch wirkende Silhouette einer warmtonigen Kaffekanne, deren geschwungener Henkel sich als abstrahierte Form einem erstaunlich puristischen, blauen Hochrechteck eingeschrieben hat.

Für dieses Los gelten gesonderte Versteigerungsbedingungen (Legende "D").

Preis: 30000-50000 

© Kunsthaus Lempertz KG, Köln 


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