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Willy Jaeckel, Die rote Tänzerin, Um 1929/1931

Willy Jaeckel, Die rote Tänzerin, Um 1929/1931

Öl auf Leinwand, doubliert. 120 x 120 cm. Gerahmt. Oben rechts schwarz signiert und datiert 'W. Jaeckel. 29' - Mit kleineren Retuschen.

Klein 272

Provenienz

Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Süddeutschland
Ausstellungen

Berlin 1931 (Akademie der Künste), Kollektivausstellung, Kat. Nr. 106; Wien 1931 (Wiener Secession), Deutsche Kunst der Gegenwart, o. Kat.; Miesbach-Tegernsee 2000 (Waitzinger Keller), Willy Jaeckel 1888-1944 - So war mein Denken, o. Kat. Nr., mit Farbabb.; Berlin 2003 (Bröhan-Museum), Mythos und Mondäne - Bilder von Willy Jaeckel (1888-1944), Kat. Nr. 66 mit Abb.; Rostock 2002 (Kunsthalle), Willy Jaeckel (1888-1944). Malerei, Zeichnungen und Druckgrafik aus dem Hiddensee Nachlass
Literatur

W. Dessauer, in: Österreichische Kunst 1931, S. 3, 7, mit Abb.; Dagmar Klein, Der Expressionist Willy Jaeckel (1888-1944) - Gemälde-Biographie-Künstlerbriefe, Köln 1990, Nr. 272

Auffallend beherrscht die Farbe Rot das Bildnis der Tänzerin, und zwar in einer einzigen Tonalität, einem ‚all-Over', die das Kleid, den bespannten Hintergrund, den Sesselüberwurf und selbst den Teppich miteinander verwebt. Wie vor einer roten Folie hebt sich das Inkarnat wirkungsvoll ab, Rot umschließt gleichsam die verinnerlicht, in großer Konzentration dargestellte Künstlerin.

Stilistisch der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen, sind Bildraum und Figur in flüssigem Duktus flächig umgesetzt, die schwarze Bubikopf-Frisur verortet das mondän wirkende namenlose Porträt in einer großstädtischen Künstlergarderobe der 1920er Jahre.

Ab 1925 hat sich der Jahre zuvor nach Bayern gezogene Maler Willy Jaeckel in Berlin wieder etabliert und bewegt sich in den Salons und einschlägigen Cafés, er ist Mitglied in verschiedenen Clubs und mit zahlreichen Künstlerkollegen befreundet. Es entstehen flamboyante Porträts von Tänzerinnen wie Leni Riefenstahl oder Tatjana Barbakoff und anderen emanzipierten Personen der Berliner Szene.

Weitere Details:


Provenienz

Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Süddeutschland
Ausstellungen

Berlin 1931 (Akademie der Künste), Kollektivausstellung, Kat. Nr. 106; Wien 1931 (Wiener Secession), Deutsche Kunst der Gegenwart, o. Kat.; Miesbach-Tegernsee 2000 (Waitzinger Keller), Willy Jaeckel 1888-1944 - So war mein Denken, o. Kat. Nr., mit Farbabb.; Berlin 2003 (Bröhan-Museum), Mythos und Mondäne - Bilder von Willy Jaeckel (1888-1944), Kat. Nr. 66 mit Abb.; Rostock 2002 (Kunsthalle), Willy Jaeckel (1888-1944). Malerei, Zeichnungen und Druckgrafik aus dem Hiddensee Nachlass
Literatur

W. Dessauer, in: Österreichische Kunst 1931, S. 3, 7, mit Abb.; Dagmar Klein, Der Expressionist Willy Jaeckel (1888-1944) - Gemälde-Biographie-Künstlerbriefe, Köln 1990, Nr. 272

Auffallend beherrscht die Farbe Rot das Bildnis der Tänzerin, und zwar in einer einzigen Tonalität, einem ‚all-Over', die das Kleid, den bespannten Hintergrund, den Sesselüberwurf und selbst den Teppich miteinander verwebt. Wie vor einer roten Folie hebt sich das Inkarnat wirkungsvoll ab, Rot umschließt gleichsam die verinnerlicht, in großer Konzentration dargestellte Künstlerin.

Stilistisch der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen, sind Bildraum und Figur in flüssigem Duktus flächig umgesetzt, die schwarze Bubikopf-Frisur verortet das mondän wirkende namenlose Porträt in einer großstädtischen Künstlergarderobe der 1920er Jahre.

Ab 1925 hat sich der Jahre zuvor nach Bayern gezogene Maler Willy Jaeckel in Berlin wieder etabliert und bewegt sich in den Salons und einschlägigen Cafés, er ist Mitglied in verschiedenen Clubs und mit zahlreichen Künstlerkollegen befreundet. Es entstehen flamboyante Porträts von Tänzerinnen wie Leni Riefenstahl oder Tatjana Barbakoff und anderen emanzipierten Personen der Berliner Szene.

Preis: 30000-40000 

© Kunsthaus Lempertz KG, Köln 


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