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Netsuke:Sitzender Kirin, Japan, Edo-Zeit, 18. Jh.

Netsuke:Sitzender Kirin, Japan, Edo-Zeit, 18. Jh.

Elfenbein mit wunderschöner, gold-gelber Gebrauchspatina. Komposition, Haltung und Details lassen darauf schließen, dass dieses Stück vom selben Schnitzer stammt wie das sog. »Meinertzhagen-Kirin«, vgl. MCI, Farbtafel Seite V. Der große Farbunterschied zwischen Vorder- und Rückseite bestätigt die ausgiebige Nutzung, denn die - der Sonne nicht ausgesetzte - Rückseite hat eine wunderschöne, goldgelbe, stellenweise bernsteinfarbene, changierende und teils transparent glänzende Oberfläche, während die deutlich hellere Vorderseite offenbar der bleichenden Sonne ausgesetzt war. H.9cm. Zustand A.

Mächtiges Kirin (Einhorn) sitzend, den Kopf rückwärts gewandt, konzentriert gen Himmel schauend mit leicht geöffnetem Maul, in dem die frei geschnitzte Zunge mit aufwärts zeigender Spitze zu sehen ist, ebenso die gebogenen Eckzähne im Oberkiefer, welche die beiden kurzen, spitzen Mittelzähne des Unterkiefers umrahmen. Das Horn arttypisch zurückgebogen bis auf die Mähne, nicht zum Stoßen geeignet und mit weicher Spitze, weil das tugendhafte Kirin keinem Wesen Leid zufügt. Die elegante Mähne fällt in kleinen Locken und Strähnen auf den Rücken bis zu den bewegt lodernden Flammen, die zum Zeichen seiner himmlischen Herkunft aus den Schultergelenken lodern. Kleinere Flämmchen entspringen den vorderen Kniegelenken. Den Rücken hinauf bis zur Mähne führt ein prachtvoller Schwanz in plastischer Fülle aus seitengleich angeordneten Locken, im Wechsel mit Strähnen und zweimal durchbrochen. Alle Locken und Flammen sind äußerst lebendig und bewegt dargestellt, Der Körper ist sonst glatt mit leicht angedeuteten Muskeln, segmentiertem Hals und einigen sichtbaren Rückenwirbeln. Die Hufe sind hoch und kräftig, dicht beisammen gestellt, einer angewinkelt, da das Fabelwesen mehr flog als lief, so leicht, dass es keinen Halm krümmte oder Lebewesen zertrat, nur die ihm nachgesagten leichten Spuren im Schnee hinterlassend. Dieses in Japan ranghöchste aller Fabeltiere ist von dem namenlosen Kyoto-Schnitzer mit aller Pracht, Schönheit, Würde und Majestät ausgestattet worden, die bei seinen seltenen Besuchen auf Erden solche Tugenden eines gerade regierenden großen, idealen Herrschers aufzeigen sollten.

Provenienz:
-Sammlung Behrens, abgebildet auf Tafel XXV, verkauft in der 1. Auktion zwischen dem 1.-8. Dez. 1913, Kat. Nr. 611, für 3 Pfund 5 Shilling.
-Sammlung Mannstaedt (1882-1968), versteigert bei Klefisch Auktion 36 am 28. Mai 1988, Nr. 518, Zuschlag DM 130 000.-
-Sammlung Jacques Carré, Eskenazi-Kat. Nr. 2000.

Literatur:
-H.L. Joly »Legend in Japanese Art«, London, 1908, abgebildet auf S. 176.
-Ausgestellt in Kyôto & Tôkyô 2010 anlässlich der 150 Jahre Freundschaft Deutschland - Japan.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der aktuellen Cites-Bestimmungen für Objekte aus Elfenbein, Rhinozeroshorn und Schildpatt ein uneingeschränkter Handel nur innerhalb der Europäischen Gemeinschaft erlaubt ist. Ein Export in Drittländer ist zur Zeit nicht möglich.

Weitere Details:


Mächtiges Kirin (Einhorn) sitzend, den Kopf rückwärts gewandt, konzentriert gen Himmel schauend mit leicht geöffnetem Maul, in dem die frei geschnitzte Zunge mit aufwärts zeigender Spitze zu sehen ist, ebenso die gebogenen Eckzähne im Oberkiefer, welche die beiden kurzen, spitzen Mittelzähne des Unterkiefers umrahmen. Das Horn arttypisch zurückgebogen bis auf die Mähne, nicht zum Stoßen geeignet und mit weicher Spitze, weil das tugendhafte Kirin keinem Wesen Leid zufügt. Die elegante Mähne fällt in kleinen Locken und Strähnen auf den Rücken bis zu den bewegt lodernden Flammen, die zum Zeichen seiner himmlischen Herkunft aus den Schultergelenken lodern. Kleinere Flämmchen entspringen den vorderen Kniegelenken. Den Rücken hinauf bis zur Mähne führt ein prachtvoller Schwanz in plastischer Fülle aus seitengleich angeordneten Locken, im Wechsel mit Strähnen und zweimal durchbrochen. Alle Locken und Flammen sind äußerst lebendig und bewegt dargestellt, Der Körper ist sonst glatt mit leicht angedeuteten Muskeln, segmentiertem Hals und einigen sichtbaren Rückenwirbeln. Die Hufe sind hoch und kräftig, dicht beisammen gestellt, einer angewinkelt, da das Fabelwesen mehr flog als lief, so leicht, dass es keinen Halm krümmte oder Lebewesen zertrat, nur die ihm nachgesagten leichten Spuren im Schnee hinterlassend. Dieses in Japan ranghöchste aller Fabeltiere ist von dem namenlosen Kyoto-Schnitzer mit aller Pracht, Schönheit, Würde und Majestät ausgestattet worden, die bei seinen seltenen Besuchen auf Erden solche Tugenden eines gerade regierenden großen, idealen Herrschers aufzeigen sollten.

Provenienz:
-Sammlung Behrens, abgebildet auf Tafel XXV, verkauft in der 1. Auktion zwischen dem 1.-8. Dez. 1913, Kat. Nr. 611, für 3 Pfund 5 Shilling.
-Sammlung Mannstaedt (1882-1968), versteigert bei Klefisch Auktion 36 am 28. Mai 1988, Nr. 518, Zuschlag DM 130 000.-
-Sammlung Jacques Carré, Eskenazi-Kat. Nr. 2000.

Literatur:
-H.L. Joly »Legend in Japanese Art«, London, 1908, abgebildet auf S. 176.
-Ausgestellt in Kyôto & Tôkyô 2010 anlässlich der 150 Jahre Freundschaft Deutschland - Japan.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der aktuellen Cites-Bestimmungen für Objekte aus Elfenbein, Rhinozeroshorn und Schildpatt ein uneingeschränkter Handel nur innerhalb der Europäischen Gemeinschaft erlaubt ist. Ein Export in Drittländer ist zur Zeit nicht möglich.

Preis: 100000-120000 

© Van Ham Kunstauktionen, Köln 


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