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Adam Riese, Rechenbuch auff Linien und Ziphren, 1551

Adam Riese, Rechenbuch auff Linien und Ziphren, 1551

Adam Riese. Rechenbuch auff Linien und Ziphren, inn allerley Handtierung, Geschefften und Kauffmanschafft, mit newem künstlichen Regeln unnd Exempeln gemehret. 1 nn., 84 num. Bl. Mit Titelholzschnitt und 21 Textholzschnitten. 16,5 x 11 cm. Kopertband d. Z. (mit leichten Randläsuren, etwas fleckig, mit minimalen Löchlein) unter Verwendung einer Handschrift von um 1400. Frankfurt, Egenolff, (1551).

VD16 R 2382 und H 1716 (unter Helm). Vgl. Smith 142 (Ausgabe von 1565). – Das berühmte Rechenbuch Adam Rieses (1492-1559), mit der Erweiterung um das Visierbuch des Erhart Helm (erstmals mit der Erweiterung 1533 erschienen). Die Bedeutung dieses Elementarbuchs - ebenso wie weiterer früherer Schriften Rieses - liegt nicht so sehr auf dem Gebiet Mathematik, sondern vielmehr auf dem der Rechendidaktik, als deren Begründer Adam Riese gelten darf (vgl. Cantor II, 421f.).

Erstmals war das Mathematikbuch des Adam Riese im Jahre 1522 in Erfurt von Matheus Maler unter dem Titel "Rechnung auff der linihen und federn in zalmaß und gewicht auff allerley handierung gemacht und zusamen gelesen durch Adam Riesen" gedruckt worden (VD16 R 2359). Es folgten zahlreiche Wiederauflagen dieses überaus beliebten und praktischen Handbuchs, immer wieder unter dem demselben Titel (in Orthographie teils leicht abweichender Schreibweise; vgl. VD16 R2360-2381). Erst 1551 wurde mit der vorliegenden Ausgabe zum ersten Mal der Titel "Rechenbuch'" verwendet, der dann in der Folgezeit nicht nur für das Werk Adam Rieses, sondern allgemein für diese Art von mathethamischen Bücher gebräuchlich wurde.

Der Titelholzschnitt zeigt eine Rechenstube mit mehreren Schülern, die Textholzschnitte illustrieren Berufsdarstellungen zu dem jeweils angeführten Rechenbeispiel, u. a. Geldwechsler, Tuchhändler, Wucherer, Münzschläger und Astronomen. – Zu Beginn mit Randläsuren. Etwas gebräunt, braun- und stockfleckig, stellenweise etwas feuchtrandig, Bindung schwach, gelegentlich mit hs. Randanmerkungen. Im unteren Rand mit minimalem Wurmlöchlein. Die Ausgabe des Werkes von Adam Riese ist über den deutschen Auktionshandel seit 1950 nur zwei Mal angeboten worden (1953 und 1988). Über den VD16 sind lediglich drei Exemplare nachweisbar: in der Bayerischen Staatsbibliothek in München (Sigel: 12), in der Universitätsbibliothek in Freiburg und der Heidelberger Universitätsbibliothek, weitere Exemplare in Memmingen, Ulm und Edinburgh. – Vorgebunden:

I) Joachim Ammon. Isagoge arithmetices. 16 Bl. Mit Titelholzschnitt. (Wittenberg, Georg Rhau, 1544). - VD16 A 2312. Günter Frank, Philipp Melanchthon: Der Reformator zwischen Glauben und Wissen. Ein Handbuch. 2017, 4.2.1.4. Nicht im STC und bei Adams. - Erste Ausgabe dieses lateinischen Rechenbuches, das "eine komplette Übersetzung des Melanchthon-Vorwortes von Eberhard Knobloch . In diesem Vorwort vom17. April 1544 berechnete Melanchthon, dass Noah vor 3845 Jahren die Arche betreten habe" (Frank). - Über den Wordcat sind in Deutschland nur vier Exemplare nachweisbar (Berlin, Dresden, München, Regensburg). - Titel mit kleinen Randeinrissen. Die vorderen Vorsatzblätter mit stärkeren Randläsuren. Leicht gebräunt, braun- und stockfleckig.

II) Jacques Lefèvre d'Étaples. Arithmetica Speculativa Boetij per Iacobum Fabrum Stapulensem in compendium redacta. Arithmetica Practica Christierni Morssiani. 75 S. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. Basel, Heinrich Petri, (1536). - VD16 L 953. Vgl. Poggendorff I, 1405. - Einzige Ausgabe. Autor ist der französische Theologe und Humanist Jacques Lefèvre d’Étaples (1450-1536), der vor allem bekannt ist für die erste vollständige französische Bibelübersetzung. - Leicht gebräunt und braunfleckig.

III) Sebastián Aerichalcus. De ratione rei numariae, et valore diversorum numismatum, nec non mensurarum. 12 Bl. (Köln, Maternus Cholinus), 1556. - VD16 A 392. - Einzige Ausgabe, die einen Überblick über die mathischen Werte sowie die von den antiken Autoren erwähnten Maße gibt. Des Weiten sind Ausführungen zur Munzkünde enthalten. - Leicht gebräunt und braunfleckig.

Weitere Details:


VD16 R 2382 und H 1716 (unter Helm). Vgl. Smith 142 (Ausgabe von 1565). – Das berühmte Rechenbuch Adam Rieses (1492-1559), mit der Erweiterung um das Visierbuch des Erhart Helm (erstmals mit der Erweiterung 1533 erschienen). Die Bedeutung dieses Elementarbuchs - ebenso wie weiterer früherer Schriften Rieses - liegt nicht so sehr auf dem Gebiet Mathematik, sondern vielmehr auf dem der Rechendidaktik, als deren Begründer Adam Riese gelten darf (vgl. Cantor II, 421f.).

Erstmals war das Mathematikbuch des Adam Riese im Jahre 1522 in Erfurt von Matheus Maler unter dem Titel "Rechnung auff der linihen und federn in zalmaß und gewicht auff allerley handierung gemacht und zusamen gelesen durch Adam Riesen" gedruckt worden (VD16 R 2359). Es folgten zahlreiche Wiederauflagen dieses überaus beliebten und praktischen Handbuchs, immer wieder unter dem demselben Titel (in Orthographie teils leicht abweichender Schreibweise; vgl. VD16 R2360-2381). Erst 1551 wurde mit der vorliegenden Ausgabe zum ersten Mal der Titel "Rechenbuch'" verwendet, der dann in der Folgezeit nicht nur für das Werk Adam Rieses, sondern allgemein für diese Art von mathethamischen Bücher gebräuchlich wurde.

Der Titelholzschnitt zeigt eine Rechenstube mit mehreren Schülern, die Textholzschnitte illustrieren Berufsdarstellungen zu dem jeweils angeführten Rechenbeispiel, u. a. Geldwechsler, Tuchhändler, Wucherer, Münzschläger und Astronomen. – Zu Beginn mit Randläsuren. Etwas gebräunt, braun- und stockfleckig, stellenweise etwas feuchtrandig, Bindung schwach, gelegentlich mit hs. Randanmerkungen. Im unteren Rand mit minimalem Wurmlöchlein. Die Ausgabe des Werkes von Adam Riese ist über den deutschen Auktionshandel seit 1950 nur zwei Mal angeboten worden (1953 und 1988). Über den VD16 sind lediglich drei Exemplare nachweisbar: in der Bayerischen Staatsbibliothek in München (Sigel: 12), in der Universitätsbibliothek in Freiburg und der Heidelberger Universitätsbibliothek, weitere Exemplare in Memmingen, Ulm und Edinburgh. – Vorgebunden:

I) Joachim Ammon. Isagoge arithmetices. 16 Bl. Mit Titelholzschnitt. (Wittenberg, Georg Rhau, 1544). - VD16 A 2312. Günter Frank, Philipp Melanchthon: Der Reformator zwischen Glauben und Wissen. Ein Handbuch. 2017, 4.2.1.4. Nicht im STC und bei Adams. - Erste Ausgabe dieses lateinischen Rechenbuches, das "eine komplette Übersetzung des Melanchthon-Vorwortes von Eberhard Knobloch . In diesem Vorwort vom17. April 1544 berechnete Melanchthon, dass Noah vor 3845 Jahren die Arche betreten habe" (Frank). - Über den Wordcat sind in Deutschland nur vier Exemplare nachweisbar (Berlin, Dresden, München, Regensburg). - Titel mit kleinen Randeinrissen. Die vorderen Vorsatzblätter mit stärkeren Randläsuren. Leicht gebräunt, braun- und stockfleckig.

II) Jacques Lefèvre d'Étaples. Arithmetica Speculativa Boetij per Iacobum Fabrum Stapulensem in compendium redacta. Arithmetica Practica Christierni Morssiani. 75 S. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. Basel, Heinrich Petri, (1536). - VD16 L 953. Vgl. Poggendorff I, 1405. - Einzige Ausgabe. Autor ist der französische Theologe und Humanist Jacques Lefèvre d’Étaples (1450-1536), der vor allem bekannt ist für die erste vollständige französische Bibelübersetzung. - Leicht gebräunt und braunfleckig.

III) Sebastián Aerichalcus. De ratione rei numariae, et valore diversorum numismatum, nec non mensurarum. 12 Bl. (Köln, Maternus Cholinus), 1556. - VD16 A 392. - Einzige Ausgabe, die einen Überblick über die mathischen Werte sowie die von den antiken Autoren erwähnten Maße gibt. Des Weiten sind Ausführungen zur Munzkünde enthalten. - Leicht gebräunt und braunfleckig.

Preis: 12000 

© Galerie Bassenge KG, Berlin 


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