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Gehöft am Moorgraben, 1906

Udo Peters, Gehöft am Moorgraben, 1906

Öl auf Malpappe

55 x 69 cm / gerahmt 74 x 89 cm

beidseitig bemalt

- mit Modellrahmen -

N9021

Über das Werk

Im Sommer 1906 hielt sich Udo Peters erstmalig in Worpswede auf, um die künstlerische Auseinandersetzung mit der ursprünglichen Landschaft zu suchen. Von dieser frühesten Begegnung mit der hiesigen Natur und ihren Bewohnern stammt das vorliegende Gemälde, in dem der Maler mit zügigem Pinselduktus die Sicht auf eine charakteristische dörfliche Situation festhielt. Der knapp gefasste Bildausschnitt lenkt den Blick über einen von Birken gesäumten und von hölzernen Geländern eingefassten Weg im Vordergrund sowie freie Wiesenflächen im Mittelgrund auf die im Licht der tiefstehenden Abendsonne effektvoll aufleuchtenden Bachsteinfassaden der Bauernhäuser im Hintergrund. Wie auch in anderen Werken von Peters häufig zu beobachten, erscheint als figürliche Staffage im linken Mittelgrund eine bäuerliche Person mit blauem Oberteil. Auf der Rückseite des doppelseitig bemalten Malkartons widmete sich der Künstler einem ähnlich typischen Motiv aus Worpswede: Entlang eines schmalen Kanals mit hohen Birken und einigen Gehöften gleitet der Blick in die Tiefe der ruhigen Moorlandschaft. Ein mit grobem Pinselstrich ausgeführter, pastoser Farbauftrag prägt den lebhaften Ausdruck der Gemälde-Vorderseite. An mehreren Partien hat Peters den hellen Grund des offenen Bildträgers explizit in Aussage und Wirkung der Darstellung mit einbezogen, was der stimmungsvollen Naturschilderung eine studienhafte Lockerheit und unmittelbare Frische verleiht. Verglichen mit dem ebenfalls 1906 geschaffenen Gemälde "Torfkanal" (N 9020) schlug Peters in dieser Arbeit andere Töne an: Der kleinteilig durchstrukturierten, noch stark vom Impressionismus beeinflussten Malweise steht nun eine direktere, expressivere Bildsprache gegenüber, die sich mit spürbarer Energie von der bloßen Nachahmung des äußeren Natureindruckes lösen will, und statt dessen Momente der gesteigerten inneren Empfindung als eigentliche Motivation der Bildschöpfung betont. Für ausdrucksstarke Akzente sorgen neben den dynamischen Pinselspuren insbesondere die intensiven, lichthaltigen Farbkontraste mit ihrem spannungsvollen Dreiklang von Rot, Grün und Blau. Demgegenüber betont die rückseitige Bemalung mit in einer vergleichsweise abgemilderten, eher fahlen Farbigkeit das Atmosphärische der Landschaft.

(Andreas Gabelmann)

Weitere Details:


Über das Werk

Im Sommer 1906 hielt sich Udo Peters erstmalig in Worpswede auf, um die künstlerische Auseinandersetzung mit der ursprünglichen Landschaft zu suchen. Von dieser frühesten Begegnung mit der hiesigen Natur und ihren Bewohnern stammt das vorliegende Gemälde, in dem der Maler mit zügigem Pinselduktus die Sicht auf eine charakteristische dörfliche Situation festhielt. Der knapp gefasste Bildausschnitt lenkt den Blick über einen von Birken gesäumten und von hölzernen Geländern eingefassten Weg im Vordergrund sowie freie Wiesenflächen im Mittelgrund auf die im Licht der tiefstehenden Abendsonne effektvoll aufleuchtenden Bachsteinfassaden der Bauernhäuser im Hintergrund. Wie auch in anderen Werken von Peters häufig zu beobachten, erscheint als figürliche Staffage im linken Mittelgrund eine bäuerliche Person mit blauem Oberteil. Auf der Rückseite des doppelseitig bemalten Malkartons widmete sich der Künstler einem ähnlich typischen Motiv aus Worpswede: Entlang eines schmalen Kanals mit hohen Birken und einigen Gehöften gleitet der Blick in die Tiefe der ruhigen Moorlandschaft. Ein mit grobem Pinselstrich ausgeführter, pastoser Farbauftrag prägt den lebhaften Ausdruck der Gemälde-Vorderseite. An mehreren Partien hat Peters den hellen Grund des offenen Bildträgers explizit in Aussage und Wirkung der Darstellung mit einbezogen, was der stimmungsvollen Naturschilderung eine studienhafte Lockerheit und unmittelbare Frische verleiht. Verglichen mit dem ebenfalls 1906 geschaffenen Gemälde "Torfkanal" (N 9020) schlug Peters in dieser Arbeit andere Töne an: Der kleinteilig durchstrukturierten, noch stark vom Impressionismus beeinflussten Malweise steht nun eine direktere, expressivere Bildsprache gegenüber, die sich mit spürbarer Energie von der bloßen Nachahmung des äußeren Natureindruckes lösen will, und statt dessen Momente der gesteigerten inneren Empfindung als eigentliche Motivation der Bildschöpfung betont. Für ausdrucksstarke Akzente sorgen neben den dynamischen Pinselspuren insbesondere die intensiven, lichthaltigen Farbkontraste mit ihrem spannungsvollen Dreiklang von Rot, Grün und Blau. Demgegenüber betont die rückseitige Bemalung mit in einer vergleichsweise abgemilderten, eher fahlen Farbigkeit das Atmosphärische der Landschaft.

(Andreas Gabelmann)

Preis: auf Anfrage 

© Galerie Neher, Essen 


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