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Rainer Maria Rilke, Gedichtmanuskript, 1914

Rainer Maria Rilke, Gedichtmanuskript, 1914

Rilke, Rainer Maria, Dichter (1875-1926). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "R. M. R.". 11/2 S. auf 2 Bl. Briefpapier des "Hotels Marienbad, München" (rückseitiger Aufdruck). Gr. 4to. (München 1914).

Hymne (zweiten und dritten August)". 28 Zeilen: "Zum ersten Mal seh ich dich aufstehn / hörengesagter fernster unglaublicher Kriegs-Gott! / Wie so dicht zwischen die friedliche Frucht / furchtbares Handeln gesät war, plötzlich erwachsenes ... Endlich ein Gott. Da wir den friedlichen oft / nicht mehr begriffen, ergreift uns plötzlich der Schlacht-Gott, / schleudert den Brand: und über dem Herzen voll Heimath / schreit, den er donnernd bewohnt, sein röthlicher Himmel." Der erste der bei Beginn des Weltkriegs entstandenen "Fünf Gesänge". Der wegen einer ärztlichen Behandlung in München weilende Dichter wurde vom Kriegsausbruch überrascht und schrieb die Verse in seinen Band mit Hölderlin-Gedichten, aber, wie das vorliegende Manuskript zeigt, auch auf Münchener Hotelpapier. Rilke hat sich schon 1915 davon distanziert, aber die nach Vorbildern Pindars und Hölderlins gestalteten Verse wurden Rilke von einer besserwisserischen Nachwelt genauso übelgenommen wie die Kriegsbeginn-Dichtungen vieler anderer Autoren. - 1 Bl. rückseitig leicht angeschmutzt; 1 kleiner Faltenriss. - So frühe und umfangreiche Gedichtmanuskripte Rilkes kommen nicht mehr oft vor.

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Hymne (zweiten und dritten August)". 28 Zeilen: "Zum ersten Mal seh ich dich aufstehn / hörengesagter fernster unglaublicher Kriegs-Gott! / Wie so dicht zwischen die friedliche Frucht / furchtbares Handeln gesät war, plötzlich erwachsenes ... Endlich ein Gott. Da wir den friedlichen oft / nicht mehr begriffen, ergreift uns plötzlich der Schlacht-Gott, / schleudert den Brand: und über dem Herzen voll Heimath / schreit, den er donnernd bewohnt, sein röthlicher Himmel." Der erste der bei Beginn des Weltkriegs entstandenen "Fünf Gesänge". Der wegen einer ärztlichen Behandlung in München weilende Dichter wurde vom Kriegsausbruch überrascht und schrieb die Verse in seinen Band mit Hölderlin-Gedichten, aber, wie das vorliegende Manuskript zeigt, auch auf Münchener Hotelpapier. Rilke hat sich schon 1915 davon distanziert, aber die nach Vorbildern Pindars und Hölderlins gestalteten Verse wurden Rilke von einer besserwisserischen Nachwelt genauso übelgenommen wie die Kriegsbeginn-Dichtungen vieler anderer Autoren. - 1 Bl. rückseitig leicht angeschmutzt; 1 kleiner Faltenriss. - So frühe und umfangreiche Gedichtmanuskripte Rilkes kommen nicht mehr oft vor.

Preis: 6000 

© Galerie Bassenge KG, Berlin 


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