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Sylvester Shchedrin, An der Küste von Sorrent

Sylvester Shchedrin, An der Küste von Sorrent

Öl auf Leinwand, auf Holz aufgezogen. 33 x 45 cm.

Zertifikat

Luisa Martorelli, 10. Juni 2018.

Literatur

F. Mazzocca (Hg.): Romanticismo. Ausstellungskatalog Mailand 2018/2019, S. 87, Abb. 5.

Das vorliegende Gemälde hat Dr. Luisa Martorelli dem Werk des russischen Romantikers Sylvester Feodosievic Shchedrin zugeordnet und als wichtige Ergänzung zu dessen Oeuvre beschrieben.

Shchedrin kam 1818 nach Italien, zog zunächst nach Rom und dann nach Neapel, um sich später endgültig in Sorrent niederzulassen. Er trug wesentlich zur Bildung der sogenannten "Scuola di Posillipo" bei, der süditalienischen Landschaftsmalerei der 1820er und 1830er Jahre, die entscheidend geprägt wurde von Shchedrins Umgang mit den atmosphärischen Phänomenen und der Wiedergabe von Landschaft und Natur (siehe dazu: Il pittore russo Silvestr Šcedrin in Italia. In: Luce d'Italia. Silvestr Pitloo´s ed i suoi contemporanei russi. Dipinti, disegni e acquarelli dalla collezione del Museo Russo, Formia 2007).

Shchedrin hat immer wieder dieselben Orte aufgesucht und aus unterschiedlicher Perspektive und unter anderen Lichtverhältnissen in vorweggenommener „plein air Malerei“ gemalt (G. Goldovskij, E. Petrova, C. Poppi: La pittura russa nell´etá romantica, Bologna 1990, S. 73). Das hier präsentierte Gemälde ist ein weiterer Beleg dieser Arbeitsweise Shchedrins. Es steht im Zusammenhang mit einem seiner Bilder in der Moskauer Tretjakov Galerie, ebenfalls eine Ansicht der Bucht von Sorrent (44 x 61 cm messend und 1826 datiert) sowie mit einer weiteren, deutlich kleineren Variante in Privatbesitz. Dabei erweist sich unser Bild als Bindeglied zwischen dem ersten Entwurf und der größeren, reich ausstaffierten Darstellung in Moskau. Alle drei zeichnet die atmosphärische Intensität aus, die dem Maler so wichtig war.

Schon zu seinen Lebzeiten hatten die Werke Shchedrins großen Erfolg bei Sammlern und europäischen Aristokraten auf der Grand Tour. Obwohl er den Großteil seines reifen Lebens zwischen Rom, Neapel und der Amalfiküste verbrachte, befinden sich viele seiner bekannten Werke in russischen Institutionen, aber es sind - wie in diesem Falle - durchaus noch neue Entdeckungen in italienischen Sammlungen zu erwarten.

Weitere Details:


Literatur

F. Mazzocca (Hg.): Romanticismo. Ausstellungskatalog Mailand 2018/2019, S. 87, Abb. 5.

Das vorliegende Gemälde hat Dr. Luisa Martorelli dem Werk des russischen Romantikers Sylvester Feodosievic Shchedrin zugeordnet und als wichtige Ergänzung zu dessen Oeuvre beschrieben.

Shchedrin kam 1818 nach Italien, zog zunächst nach Rom und dann nach Neapel, um sich später endgültig in Sorrent niederzulassen. Er trug wesentlich zur Bildung der sogenannten "Scuola di Posillipo" bei, der süditalienischen Landschaftsmalerei der 1820er und 1830er Jahre, die entscheidend geprägt wurde von Shchedrins Umgang mit den atmosphärischen Phänomenen und der Wiedergabe von Landschaft und Natur (siehe dazu: Il pittore russo Silvestr Šcedrin in Italia. In: Luce d'Italia. Silvestr Pitloo´s ed i suoi contemporanei russi. Dipinti, disegni e acquarelli dalla collezione del Museo Russo, Formia 2007).

Shchedrin hat immer wieder dieselben Orte aufgesucht und aus unterschiedlicher Perspektive und unter anderen Lichtverhältnissen in vorweggenommener „plein air Malerei“ gemalt (G. Goldovskij, E. Petrova, C. Poppi: La pittura russa nell´etá romantica, Bologna 1990, S. 73). Das hier präsentierte Gemälde ist ein weiterer Beleg dieser Arbeitsweise Shchedrins. Es steht im Zusammenhang mit einem seiner Bilder in der Moskauer Tretjakov Galerie, ebenfalls eine Ansicht der Bucht von Sorrent (44 x 61 cm messend und 1826 datiert) sowie mit einer weiteren, deutlich kleineren Variante in Privatbesitz. Dabei erweist sich unser Bild als Bindeglied zwischen dem ersten Entwurf und der größeren, reich ausstaffierten Darstellung in Moskau. Alle drei zeichnet die atmosphärische Intensität aus, die dem Maler so wichtig war.

Schon zu seinen Lebzeiten hatten die Werke Shchedrins großen Erfolg bei Sammlern und europäischen Aristokraten auf der Grand Tour. Obwohl er den Großteil seines reifen Lebens zwischen Rom, Neapel und der Amalfiküste verbrachte, befinden sich viele seiner bekannten Werke in russischen Institutionen, aber es sind - wie in diesem Falle - durchaus noch neue Entdeckungen in italienischen Sammlungen zu erwarten.

Preis: 60000-70000 

© Kunsthaus Lempertz KG, Köln 


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